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Platz da für Mazda

Die große Modelloffensive

Foto: Nextline 10 Bilder

Die japanische Ford-Tochterfirma will ihr Modellprogramm weiter ausdehnen. Bis 2006 sind 16 Neuheiten angesagt - vom kompakten Crossover-SUV bis zum RX-7-Nachfolger als Coupé-Cabrio.

20.12.2004

Mazda läuft wieder rund, nicht nur wegen des großen Erfolgs des viertürigen Kreiskolbenmotor-Sportwagens RX-8, von dem seit Frühjahr 2003 mehr als 100.000 Einheiten produziert wurden. Um in Fahrt zu bleiben, erhöht die zum Ford-Konzern gehörende japanische Marke ihre Investionen in Forschung und Entwicklung um 30 Prozent und wird auf Basis der vier Kern-Plattformen (Mazda 2, 3, 6 und RX-8) bis 2006 insgesamt 16 neue Modelle auflegen – darunter drei Hochdach-Autos für den Heimatmarkt und drei Crossover-Sport-Utilities für Nordamerika. Einer davon ist die Detroit-Studie MX-Crossport.

Der dynamisch gezeichnete, allradgetriebene Viertürer könnte schon 18 Monate später in Serie gehen und 2007 auch nach Europa kommen – Voraussetzung ist ein adäquater Diesel-Antrieb. Doch da kann Mazda auf Ressourcen innerhalb des Ford-Konzerns in Form des bereits bei Jaguar eingesetzten 2,7-Liter-V6 zurückgreifen, auch wenn dieses gemeinsam mit PSA entwickelte Triebwerk sehr teuer ist.

MX-5 wird nur ganz sachte modifiziert

Bevor der MX-Crossport kommt, sind andere neue Mazda-Modelle schon längst auf der Straße. Allein 2005 rollen vier Neuheiten an: der facegeliftete Mazda 6 (Verkaufsstart im Sommer), der werksgetunte Mazda 6 MPS (Mazda Performance Series) mit Allradantrieb und 260 PS-Turbomotor, der Schiebetüren-Kompaktvan Mazda 5 (Markteinführung im Mai zunächst mit Benzin-, ab Herbst auch mit Dieselmotoren) als Premacy-Nachfolger sowie die neue Generation des MX-5, die auf dem Genfer Salon Anfang März Premiere feiert und im Spätherbst in den Handel kommt.

Auch wenn das Geheimnis um den MX-5-Nachfolger erst in drei Monaten gelüftet wird, steht soviel schon fest: MX-5 bleibt auch in dritter Auflage klar erkennbar MX-5, stilistisch behutsam modernisiert, minimal vergrößert, technisch vor allem im Fahrwerksbereich verfeinert und – was das Beste ist – preislich nahezu unverändert.

RX-7 mit elektrohydraulisch faltbarem Hardtop

2006 soll die Werkstuning-Reihe (Mazda Performance Series) mit einem analog zum 6 MPS allradgetriebenen und turbogeladenen 3 MPS ausgebaut werden, dem im gleichen Jahr noch ein RX-8 MPS mit knapp 300 PS zur Seite gestellt wird.

Auf Basis der RX-8-Plattform, die ja mit Ausnahme des Wankelmotors auch das technische Gerüst des neuen MX-5 bildet, entsteht dann die Neuauflage des Mazda-Sportwagen-Klassikers RX-7. Der Zweisitzer wird selbstverständlich wieder mit Wankelmotor ausgerüstet – eine Maßnahme, von der auch das Styling profitieren soll. Denn durch die flache und kompakte Bauweise des sogenannten Renesis-Triebwerks, das nur 124 Kilogramm wiegt, kann die Motorhaube trotz der dann gültigen strengeren Fußgänger-Crashvorschriften sportwagentypisch weit heruntergezogen werden.

Erste Entwürfe zeigen einen langgestreckten Vorbau mit weit nach hinten gerücktem Passagierabteil. Um praktisch aus einem Modell gleich zwei Autos zu machen, ist der RX-7-Nachfolger als Coupé-Cabrio mit elektrohydraulisch versenkbarem Stahl-Klappdach konzipiert. Auch vom RX-7 wird es später eine aufgemotzte MPS-Version geben.

Eine Limousine oberhalb des Mazda 6 als 929-Nachfolger sowie ein größerer Van jenseits des Mazda 5 sind zurzeit kein Thema. Auf der Agenda steht aber neben dem möglichen MX-Crossport als Krönung des europäischen Programms ein kompaktes Crossover-Modell auf Basis der Mazda 3-Plattform - mit eigenständiger Karosserie und Allradantrieb. Allerdings weniger im rustikalen 4x4-Look, sondern mit dynamischer Linienführung.

Schließlich soll das Geländewagensegment auch weiterhin mit einem standesgemäßen Offroader à la Tribute bedient werden. Dessen Erneuerung steht spätestens 2007 auf dem Programm und wird wieder gemeinsam mit Ford angegangen.

Ansonsten strebt Mazda technisch wieder nach mehr Eigenständigkeit. Der Wankelmotor und ein eigenes Allradantriebssystem sollen für Abgrenzung sorgen. Außerdem ist geplant, den Nachfolger des Mazda 2 (2009) nicht mehr vom Ford Fiesta abzuleiten.

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