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Polaris Dagor

Power-Ranger mit Rallye-Genen

Polaris Dagor Militär-MPV Foto: Polaris 12 Bilder

Polaris rüstet auf: mit dem Dagor bringt die US-Firma ein Power-Gefährt für Sondereinsatzkräfte im Jeep-Wrangler-Format.

10.10.2014 Torsten Seibt Powered by

Der Polaris Dagor folgt einer neuen Philosophie im Militärbereich, die auch bereits von anderen Herstellern verfolgt wird: Vorsprung durch Schnelligkeit. Während einerseits die "normalen" Einsatzfahrzeuge durch Panzerung immer größer und schwerer werden, entsteht unterhalb dieser Fahrzeuggröße zunehmend eine Lücke. Die wird jedoch von herkömmlichen Geländewagen, wie sie beim Militär bislang Verwendung finden, nur unzureichend gefüllt.

Polaris Dagor mit Rallye-Fahrwerk

Der neue Anspruch an die kompakten Offroader lautet: Speed. Aus einfachem Grund: Wer sich schnell durchs Gelände bewegt, ist ein schlechteres Ziel. Entsprechend bauen immer mehr Spezialfirmen Militär-Offroader mit Fahrwerken, die auch problemlos auf einer Wüstenrallye verwendet werden können, etwa Boeing mit dem Phantom Badger. Auch Polaris wählte diesen Weg. Nach der Militarisierung der Side-by-Side-ATV der Marke (die zwei- und viersitzigen Polaris RZR-Modelle werden bereits mit entsprechenden Modifikationen beim US-Militär eingesetzt) versucht sich der amerikanische ATV-Pionier nun an etwas größerem. Im Aufbau ähnelt der Polaris Dagor einem ATV oder Side-by-Side: extrem lange, an einem mittigen Zentralrahmen angeschlagene Achslenker ermöglichen sehr große Federwege. Auch die Karosserie-Optik ist den Freizeit-Rennern von Polaris nachempfunden.

Das Fahrwerk baut auf Komponenten des Offroad-Spezialisten Fox auf, über die Motorisierung hüllt sich Polaris wie in solchen Fällen üblich in Schweigen. Mitgeteilt wird lediglich, dass der verwendete Turbodiesel-Motor auch mit dem militärischen JP8-Flugzeug-Treibstoff betrieben werden kann und eine Reichweite von 805 Kilometer ermöglicht.

Abmessungen eines Geländewagens

Mit den Abmessungen von 4,52/1,88/1,84 Meter (L/B/H) liegt der Polaris Dagor längenmäßig zwischen dem zwei- und dem viertürigen Jeep Wrangler. Das Leergewicht von 2.041 Kilo erlaubt die Luftverfrachtung, die Zuladung beträgt stolze 1.474 Kilo. Wobei Polaris betont, dass auch unter dieser vollen Beladung keine Abstriche bei der Gelände-Performance gemacht werden müssen.

Nicht nur das Fahrwerk erinnert eher an ein Rallye- oder Trophy-Auto, auch der Rest des Polaris Dagor wirkt, als könnte man mit dem Gefährt sofort zu einem kernigen Gelände-Wettbewerb aufbrechen. Ein Multimount-System mit Stromsteckdose an der Front kann bei Bedarf eine Seilwinde aufnehmen, ein robuster Überrollkäfig schützt die Besatzung, moderne LED-Scheinwerfer samt einer LED-Fernscheinwerfer-Lichtleiste erhellen das Geschehen.

Polaris gibt an, bereits mehrere Kunden mit dem Dagor zu beliefern, der Mitte Oktober offiziell vorgestellt wird. Nicht näher genannte Sondereinsatzkräfte werden demnach künftig mit dem Polaris Dagor durch die Botanik prügeln. Eine zivile Nutzung ist vorerst nicht vorgesehen, den Polaris Dagor wird es nicht im freien Handel geben. Dort wären die Verkaufschancen wahrscheinlich auch überschaubar, Insider sprechen von einem Stückpreis von rund 150.000 US-Dollar.

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