Der Präsident des Auto Clubs Europa (ACE), Wolfgang Rose, sagte der "Bild"-Zeitung: "Steigt der Ölpreis, kriegen Autofahrer tags darauf die Quittung beim Tanken ausgestellt - fällt aber der Ölpreis, tut sich erstmals gar nichts. Was die Ölmultis machen, ist schäbig. Sie müssen die Vergünstigung beim Öl unverzüglich an die Tankkunden weitergeben."
Auch der Präsident des Bundesverbands Güterverkehr und Logistik (BGL), Hermann Grewer, fordert die Tankstellenketten zu Preissenkungen auf. "Die Benzinpreise dürfen nicht künstlich hochgehalten werden, sie müssen sinken", sagte Grewer. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagfraktion, Uwe Beckmeyer, mahnte: "Rauf geht’s immer schneller als runter. Die Ölkonzerne müssen die Preise senken und sich endlich solidarisch mit den Autofahrern zeigen."
Eine Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) verwies darauf, dass die Produktnotierung in Rotterdam für Benzin auf Euro-Basis zuletzt auf 716 Dollar je Tonne gestiegen sei. Erst wenn die Einkaufskosten sinken, könnten auch die Tankstellenpreise reduziert werden, erläuterte sie. Derzeit kostet Superkraftstoff an der Zapfsäule rund 1,50 Euro je Liter, Diesel ist zwei Cent günstiger.




