Porsche 911 (991) auf der IAA: Sportwagen-Ikone neu aufgelegt

Porsche 911 IAA 2011

Der neue Porsche 911 feiert auf der IAA seine Weltpremiere. Auch als Baureihe 991 bleibt der seiner Elfer-Tradition treu, trägt aber dennoch zahlreiche Neuerungen unter dem Blechkleid.

Markante Änderungen am neuen Porsche 911

Die markanteste Änderung am neuen Porsche 911 ist der um 100 Milimeter verlängerte Radstand, der mehr Fahrdynamik verspricht, mehr Platz auf den Sitznischen im Fond ermöglicht, teilweise aber auch den US-Zulassungsvorschriften geschuldet ist, die bei Verbrauchsgrenzwerten auch Kriterien wie Radstand und Spurbreite heranziehen. Porsche nutzt die Gunst der Stunde und reduziert gleichzeitig die Fahrzeughöhe, was dem Porsche 911 mit dem internen Code 991 eine noch dynamischere Grundform einbringt. Insgesamt kommt der neue Porsche 911 nun auf eine Länge von 4,49 Meter, eine Breite von 1,87 Meter und eine Höhe von 1,29 Meter. Damit ist er 56 Millimeter länger, 65 Millimeter breiter und 11 Millimeter flacher als der Vorgänger 997.

An der Front des Elfer bleibt es bei den typischen überwölbten Kotflügeln, die Außenspiegel wanderten von den Fensterdreiecken auf die Türbrüstung. Ein erhöhter Aluminiumanteil senkt das Gewicht der Karosserie um 45 Kilogramm. Geblieben ist der ausfahrbare Heckspoiler, der nun aber breiter auftritt und variabel ausfährt. Schlanker wurden dagegen die neu gezeichneten Rückleuchten. Der Porsche 911 Carrera trägt zwei Auspuffendrohre, der Carrera S deren vier

Cockpit mit kleinen Änderungen

Evolution statt Revolution auch im Cockpit des Porsche 911. Weiter blickt der Fahrer auf fünf Rundinstrumente, wovon nur noch vier analog anzeigen und eines als Multifunktionsbildschirm fungiert. Der Drehzahlmesser bleibt weiter dominant in der Mitte, das Zündschloss weiter auf seinem angestammten Platz links vom Lenkrad.

Umgewöhnen müssen sich Porsche 911-Piloten beim Anblick der Mittelkonsole. Mit Designanleihen vom Supersportler Carrera GT steigt diese nun nach vorne an und führt auch den Schalthebel zu neuen Höhen.

Porsche 911 mit mehr Fahrdynamik und weniger Verbrauch

Der Elfer wäre aber kein Elfer, wenn er bei diesem Modellwechsel nicht auch in Sachen Fahrdynamik zulegen würde. Der neue 3,4-Liter-Sechszylinder-Boxer im 911 Carrera leistet nun 350 PS bei 6.400/min. und kommt auf ein maximales Drehmoment von 380 Nm. Die 3,8-Liter-Variante im Carrera S presst aus seinen sechs liegenden Zylindern 400 PS bei 7.000/min und 440 Nm bei 5.600/min. Geschaltet wird in beiden Versionen per neuem, manuellem Siebengang-Getriebe mit lang übersetztem letzten Gang oder dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe, das ebenfalls über sieben Fahrstufen verfügt.

Trotz des Power-Plus soll der neue Porsche 911 deutlich sparsamer geworden sein. Alle Versionen sollen deutlich unter zehn Liter liegen. Konkret nennt Porsche Verbräuche von 8,2 respektive 8,7 Liter für die Versionen mit PDK. Die CO2-Werte liegen analog bei 194 und 205 g/km. Möglich machen die Verbrauchssenkungen die Benzindirekteinspritzung, das serienmäßige Start-Stopp-System, ein intelligentes Thermomanagement sowie die Bremsenergierekuperation und eine Segel-Funktion beim Doppelkupplungsgetriebe.

In 4,6 Sekunden auf Tempo 100

Den Spurt von null auf 100 km/h absolviert der Carrera mit PDK in 4,6 Sekunden, der Carrera S kommt mit PDK auf 4,3 Sekunden. Wer das Sport Chrono-Paket zusätzlich ordert kann im Sport Plus-Modus jeweils zwei weitere Zehntel Sekunden abknappsen. Die Höchstgeschwindigkeit soll im Carrera S bei 302 km/h liegen. Aber der neue Porsche 911 soll nicht nur mehr Längs-, sondern auch mehr Querdynamik bieten. Unterstützt wird dies durch den längeren Radstand, mehr Spurbreite vorn eine neue Hinterachse sowie die elektromechanische Lenkung. Gegen Aufpreis kann der Elfer zusätzlich mit aktiven Regelsystemen wie die neue Wankstabilisierung aufgerüstet und zu noch mehr Querdynamik getrieben werden.

Seine Weltpremiere feiert der neue Porsche 911 auf der IAA in Frankfurt. Zu den Händlern rollt er erst ab dem 3. Dezember. Bestellbar ist der neue Porsche 911 bereits ab dem 1. September. Die Preise betragen 88.037 Euro für den 911 Carrera und 102.436 Euro für den 911 Carrera S.

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Uli Baumann

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