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Porsche 911 Facelift auf der IAA

Klassiker mit Turbo-Überarbeitung

IAA 2015, Porsche 911 Facelift Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 47 Bilder

Porsche hat den Elfer ein weiteres Mal überarbeitet. Künftig gibt es nur noch Turbomotoren, ein weiterentwickeltes Fahrwerk mit noch mehr Spreizung zwischen Performance und Komfort sowie ein neues Infotainment-System. Premiere feiert der neue Porsche 911 auf der IAA.

07.09.2015 Uli Baumann, Jörn Thomas Powered by

Eisenharte Elfer-Fans müssen jetzt standhaft bleiben. Nach dem Verlust der Luftkühlung dürfen die Boxer im überarbeiteten Elfer nun auch nicht mehr frei ansaugen. Turbo heißt das Zauberwort - und zwar für alle. Die neue Motorengeneration setzt auf drei Liter Hubraum und Biturboaufladung. Traditionalisten können aufatmen: es bleibt bei 6 Zylindern in Boxeranordnung. Und wie bei jeder Elfer-Überarbeitung gewinnt die Leistung und die Fahrdynamik.

08/2015,Porsche 911 Facelift Sperrfrist
Porsche 911 - geliftet zur IAA 2:10 Min.

Biturbomotoren mit mehr Leistung und weniger Verbrauch

Im Porsche 911 Carrera pressen die beiden Lader 370 PS und 450 Nm aus dem Boxer, im Carrera S sind es sogar 420 PS und 500 Nm. Die höhere Leistung des 911 Carrera S resultiert aus Turboladern mit geänderten Verdichtern, einer spezifischen Abgasanlage und einer abgestimmten Motorsteuerung. Drehen dürfen die neuen Boxer bis maximal 7.500/min. Porsche verspricht trotz Aufladung weiter einen typischen Boxer-Sound.

Natürlich muss die neue Motorengeneration auch in Sachen Spritverbrauch neue Maßstäbe setzen und sie liefert auch. So soll die neue Motorengeneration je nach Modellvariante um knapp zwölf Prozent sparsamer arbeiten, der Verbrauch sinkt um bis zu einem Liter pro 100 Kilometer. Der 911 Carrera mit PDK-Getriebe begnügt sich jetzt mit 7,4 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer (minus 0,8 l/100 km), der 911 Carrera S mit PDK liegt bei 7,7 l/100 km (minus 1,0 l/100 km). Sehr schön, aber was ist mit den Fahrleistungen? Auch hier bleibt sich der Elfer treu. Das 911 Carrera Coupé mit PDK und Sport Chrono-Paket, das jetzt über einen Mode-Schalter im Lenkrad,gesteuert wird, sprintet von Null auf 100 km/h in 4,2 Sekunden und ist damit zwei Zehntelsekunden schneller als sein Vorgänger. Der 911 Carrera S mit PDK und Sport Chrono-Paket absolviert diese Disziplin in 3,9 Sekunden (ebenfalls minus 0,2 s). Das Spitzentempo des 911 Carrera liegt nun bei 295 km/h (plus sechs km/h), der 911 Carrera S erreicht 308 km/h (plus vier km/h). Sollte immer noch jemand zweifeln: Die Bestzeit des Elfers auf der Nürburgring-Nordschleife sinkt auf 7:30 Minuten – zehn Sekunden schneller als bisher, sagt Porsche.

Fahrwerksupdate für den Porsche 911

Zugelegt hat auch das Sport Chrono Paket in Sachen Ausstattungsumfang. In Kombination mit PDK-Getriebe beinhaltet der Mode-Schalter einen zusätzlichen Druckknopf, den so genannten "Sport Response Button". Bei dessen Betätigung wird der Antriebsstrang für 20 Sekunden für bestmögliche Beschleunigung, zum Beispiel für anstehende Überholvorgänge, vorkonditioniert. Dazu wird der optimale Gang eingelegt sowie die Motorsteuerung kurzzeitig für noch spontaneres Ansprechen angepasst. In der Individual-Einstellung kann ein persönliches Profil abgelegt werden.

Fortschritte gibt es auch beim Fahrwerk. Das neu abgestimmte PASM-Fahrwerk kommt mit einer Tieferlegung um zehn Millimeter und vor allem serienmäßig in allen Carrera-Modellen. Um den Spagat Sport und Komfort noch besser bewältigen zu können erhielten die adaptiven Dämpfer weiter gespreizte Kennlinien.

Elfer mit Online-Anbindung

Neu sind auch die Felgen für den Elfer, die nun mit fünf schlanken Doppelspeichen antreten. Bei allen Varianten wächst zudem die Breite der hinteren Felgen um 0,5 auf 11,5 Zoll, und die Hinterreifen des 911 Carrera S messen nun 305 statt 295 Millimeter. Der S kann zudem optional mit einer aktiven Hinterradlenkung weiter dynamisiert werden. Für mehr Alltagstauglichkeit kann die Vorderachse aller Carrera-Modelle mit einem hydraulischen Liftsystem ausgerüstet werden. Auf Knopfdruck hebt der Elfer seine Nase so um 40 mm.

Äußerlich müssen sich Porsche 911-Fans nur an wenige Modifikationen gewöhnen. Der Elfer trägt neue Scheinwerfern mit Vierpunkt-Tagfahrlicht, schalenlose Türgriffe, einen neu gestalteten Heckdeckel mit vertikalen Lamellen sowie neue Heckleuchten und Schürzen. Im Innenraum müssen sich Porsche-Kunden an ein neues, vom 918 abgeleitetes Lenkrad sowie eine neue Infotainmentgeneration gewöhnen. Mit an Bord sind so Online-Navigation, ein 7-Zoll-Touchscreen sowie Smartphone-Einbindung via WLAN und Apple CarPlay.

Aufgerüstet wurde auch bei den Assitentzsystemen. Eine Multikollisionsbremse ist serienmäßig an Bord, der adaptive Tempomat wurde im Leistungsumfang aktualisiert.

Aktualisiert wurde allerdings auch die Preisgestaltung für den neuen Porsche 911, der ab dem 12. Dezember auf den Markt kommt. Für den 911 Carrera werden 94.344 Euro fällig, der Carrera S kostet ab 108.505 Euro. Das 911 Carrera Cabriolet ist ab 107.434 Euro zu haben, das Carrera S Cabriolet ab 121.595 Euro.

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