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Porsche 911 GT2 RS (2017)

Leichtbau-Sport-Turbo mit 700 PS

Porsche 911 GT2 RS, Goodwood 2017 Foto: Marcel Sommer 29 Bilder

Die Porsche 911-Baureihe erhält ein neues Top-Modell. Der 911 GT2 RS kommt mit Biturbomotor, Heckantrieb und 700 PS. Bei einer xBox-Präsentation feierte er Vor-Premiere, sein offizielles Debüt gibt er jetzt in Goodwood – wir haben uns schon mal reingesetzt.

30.06.2017 Uli Baumann 16 Kommentare Powered by

- direkt zur Sitzprobe

Der neue Porsche 911 GT2 RS ist schlicht der leistungsstärkste Porsche 911 aller Zeiten. Sein Publikumsdebüt gibt der schnellste und stärkste Straßen-Elfer auf dem Goodwood Festival of Speed. Zuvor wurde der Super-Porsche im Rahmen der Spieleankündigung in Los Angeles bereits gezeigt. Hier hatten sich Porsche und Microsoft für die Rennsimulation Forza 7 auf der nächsten xBox zusammengetan. Der 911 GT2 RS wird den Titel des neuen Spiels zieren.

3,8-Liter-Biturbo-Boxer mit 700 PS

Porsche 911 GT2 RS
Der Klang von 700 PS aus einem Turbo-Boxer im Heck 39 Sek.

Herzstück des Top-Modells der 911-Baureihe, Typ 991, ist ein 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxer mit zwei Turboladern, der auf dem Triebwerk des Porsche 911 Turbo S aufbaut. Um aus diesem noch mehr Leistung zu pressen, wurden die Turbolader größer dimensioniert. Darüber hinaus sorgt eine Zusatzkühlung, die die Ladeluftkühler bei sehr hohen Temperaturen mit Wasser besprüht, für niedrigere Gastemperaturen im Überdruckbereich, wodurch auch bei extremen Bedingungen eine optimale Leistungsausbeute gewährleistet sein soll. Unter optimal versteht Porsche im neuen GT2 RS 700 PS und ein maximales Drehmoment von 750 Nm. Mit 80 PS und 50 Nm mehr als im Turbo S schiebt der Biturbo-Boxer den 1.470 kg schweren 911 GT2 RS in 2,8 Sekunden von Null auf Tempo 100.

Porsche 911 GT2 RS 991 (2) Mitfahrt Porsche 911 GT2 RS So fährt der stärkste Serien-911

Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 340 km/h erreicht. Für die Nordschleife hört man aus Entwicklerkreisen eine Zeit von um die 7 Minuten und 5 Sekunden. Und das alles mit reinem Hinterradantrieb, der im GT2 RS mit einem GT-spezifisch abgestimmten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt ist. Der normale Turbo und der Turbo S setzen auf Allradantrieb.

Übernommen aus dem Turbo wurde die Hinterachslenkung, dazu komponierte Porsche ein reinrassiges Rennsportfahrwerk mit speziell abgestimmten Fahrdynamikregelsystem. Den Fahrbahnkontakt sichern 265/35er Reifen auf 20-Zoll-Felgen vorn. Hinten drehen sich 325/30er Pneus, die auf 21 Zoll großen Felgen montiert. Die Zentralverschlussräder sind selbstverständlich mit extrem haftfreudigen Sportreifen bestückt. Der Porsche 911 GT2 RS ganz aber auch ganz schnell ganz langsam. Die Bremspower dazu liefert serienmäßig eine Carbon-Keramik-Bremsanlage.,

Umgebaut wurde aber auch im Motorumfeld. Die speziell entwickelte Abgasanlage besteht aus Titan und wiegt rund sieben Kilogramm weniger als die des 911 Turbo. Zudem soll sie einen besonders emotionalen Sound generieren.

Mächtige Flügel und Spoiler

Porsche 911 GT2 RS Foto: Porsche
Ein riesiger Heckflügel sorgt für richtig Anpressdruck.

Das Design des 911 GT2 RS zeigt sich durch die aerodynamischen Anforderungen beeinflusst. Das Ergebnis: Mächtige Luftein- und -auslässe und ein dominanter Heckflügel. Natürlich setzt der GT2 RS auch auf zusätzlichen Leichtbau. Die Kotflügel vorn, die Radhausentlüftungen, die Oberschale der Sport Design-Außenspiegel, die Luftöffnungen der Fondseitenteile und Elemente des Heckteils sind ebenso wie viele Interieur-Komponenten aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Auch die Fronthaube besteht zugunsten einer maximalen Gewichtsersparnis aus Carbon, das Dach im Serientrimm aus Magnesium. Beide Karosseriebauteile durchzieht in Längsrichtung eine breite Sicke.

Weitere 30 kg speckt der Porsche 911 GT2 RS ab, wenn der Kunde beim Weissach-Paket einen Haken setzt. Es umfasst noch mehr Elemente aus Kohlefaserlaminat und Titan. So sind beispielsweise das Dach sowie die Stabilisatoren und Koppelstangen an beiden Achsen aus Carbon. Magnesium-Räder reduzieren sowohl das Gesamtgewicht als auch die ungefederten Massen. Als optisches Erkennungszeichen tragen die Kofferraumabdeckung und das Dach aus Sichtcarbon einen mittig angeordneten Designstreifen in Wagenfarbe. Je nach geordertem Paketumfang ist auch ein Überrollkäfig aus Titan mit an Bord. Rote 6-Punkt-Gurte sowie eine Weissach-Blende für den Getränkehalter und andere Bodenteppiche sind ebenfalls enthalten.

Den Innenraum des neuen Porsche 911 GT2 RS dominieren serienmäßig rotes Alcantara, schwarzes Leder sowie Interieurteile aus Sichtcarbon. Gesteuert wird der GT2 über ein spezielles Sportlenkrad, Fahrer und Beifahrer sitzen in aus Sichtcarbon gefertigten Vollschalensitzen. Das Infotainmentsystem hingegen kommt konventionell wie in jedem Elfer daher. Zur erweiterten Serienausstattung zählen im GT2 RS allerdings das Connect Plus-Modul und die Porsche Track Precision App, die eine detaillierte Aufzeichnung, Anzeige und Analyse von Fahrdaten auf dem Smartphone erlaubt. Optional kann noch das Chrono-Paket geordert werden.

Exklusive Uhr zum exklusiven Sportwagen

Porsche 911 GT2 RS Uhr, Goodwood 2017
Exklusive Zeitmesser von Porsche Exclusive 41 Sek.

Exklusiv zum neuen GT2 RS und für dessen Käufer hat Porsche den Porsche Design Chronograph 911 GT2 RS entwickelt. In dessen Titan-Gehäuse steckt ein von Porsche selbst entwickeltes Uhrwerk. Das Ziffernblatt ist aus Carbon, diverse weitere Elemente nehmen Designanleihen beim GT2 RS. Fahrzeug und Uhr werden individuell nach Kundenwunsch gefertigt und zusammen ausgeliefert.

Der 911 GT2 RS kostet in Deutschland ab 285.220 Euro, der Preis des Porsche Design Chronographen 911 GT2 RS beträgt 9.450 Euro. Wer das Weissach-Paket ordert, bezahlt 29.750 Euro Aufpreis. Ein spezielles Produktionslimit für den neuen GT2 RS gibt es nicht.

Sitzprobe Porsche 911 GT2 RS

Endlich sitzt Du drin im lange ersehnten neuen Porsche 911 GT2 RS. Und im 700-PS-Supersportler ist es richtig bequem: Die dünnen Sport-Schalensitze sitzen sich komfortabel. Trotzdem geben sie enormen Seitenhalt für Rücken und Oberschenkel. Zu den Schultern öffnen sich die Rücklehnen und stützen so angenehm den Rücken. Die Kopfstützen sind in die Sitze integriert und wer das teure Weissach-Paket ordert, dem wird noch ein Weissach-Schriftzug in die Kopfstützen gestickt.

Das nicht abgeflachte Lenkrad ist komplett mit Alcanatra überzogen und fasst sich genauso gut an wie der ebenfalls in Alcantara gewandete Wahlhebel des Doppelkupplungsgetriebes. Zudem sitzt der Wahlhebel in ergonomisch guter Griffweite und –höhe. Wer die Gänge manuell einlegen möchte, kann die sich mit dem Lenkrad mitdrehenden kleinen Karbon-Schaltpaddles ziehen.

Wer das komplette Weissach-Paket ordert, bekommt einen Titan-Überrollkäfig, der hinter den Sitzen montiert wird. Dieser Käfig taucht im Rückspiegel nur rechts und links mit zwei kleinen Streben-Abschnitten auf – stört also beim Blick nach hinten nicht.

Porsche 911 GT2 RS, Goodwood 2017 Foto: Marcel Sommer
Auch für knapp 1,90 Meter große Leute bequem: Der Porsche 911 GT2 RS ist trotz viel Rennsport-Technik alltagstauglich - so Redakteur Gregor Hebermehl.

Der gigantische Heckflügel teilt mit einem schmalen schwarzen Streifen die Rückspiegel-Sicht in ein oberes und zwei untere Drittel – wen das hier stört, der sitzt im falschen Auto.Die Außenspiegel zeigen nicht nur das Geschehen rechts und links vom Wagen, sondern auch dessen kräftige Schenkel und die mächtigen, in diese Schenkel integrierten Lufteinlässe. Mit 700 PS aus einem Motor mit kühlender Wasser-Einspritzung, Hinterachslenkung und Leichtbauweise mit beispielsweise Magnesiumfelgen ist der 911 GT2 RS für die Rennstrecke gemacht. Aber Porsche war es anscheinend wichtig, dass der Wagen auch entspannt mit vielen Annehmlichkeiten auf der Straße unterwegs sein kann. So gibt es die unvermeidlichen herausfahrbaren Becherhalter über dem Handschuhfach und beleuchtete Schminkspiegel in den Sonnenblenden von Fahrer und Beifahrer. Becherhalter sind angeblich für den amerikanischen Markt wichtig – der neue Ford GT verkaufte sich allerdings auch ohne Getränkehalter sensationell gut.

Breiter Fußraum, weit nach hinten verstellbare Sitze und noch ein paar Zentimeter Luft über dem Kopf: Auch fast 1,90 Meter große Fahrer haben im 911 GT2 RS viel Platz. Kleiner ergonomischer Wermuttropfen: Die mittleren Lüftungsdüsen sitzen noch immer über dem Multimedia-Bildschirm. Klar ändert das Porsche nicht extra für den 911 GT2 RS und ebenso klar macht das der Wagen locker mit der Tatsache wett, dass er der bisher stärkste Straßenwagen mit reinem Verbrennungsmotor ist, den Porsche gebaut hat. Fahren dürfen wir den Renner leider noch nicht – also ziehst Du am roten aus Sicherheitsgurt-Stoff bestehenden inneren Türgriff und steigst aus – schön war es dort drinnen auf jeden Fall.

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Neuester Kommentar

@OmniousGuy:
Ja, das kann ich mir beim Trofeo R gut vorstellen.

Unwissender 3. Juli 2017, 11:16 Uhr
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