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Porsche

Bis 2. September VW-Anteil von 36 Prozent

Der Sportwagen-Hersteller Porsche will bis zum 2. September seinen Anteil an Europas größtem Autobauer Volkswagen auf knapp 36 Prozent erhöhen. Dies kündigte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking am Mittwochabend (9.7.) am Rande einer Diskussionsrunde im baden-württembergischen Waldachtal an.

10.07.2008

Porsche hatte bereits Mitte Juni bekanntgegeben, Verträge für den Kauf von 4,92 Prozent der VW-Stammaktien geschlossen zu haben. Diesen Nachweis hatte die EU-Kommission zur Bedingung gemacht, um überhaupt über die geplante Mehrheitsübernahme von Porsche bei VW zu entscheiden. Hintergrund ist, dass die Kommission bei einem Anteil von 35 Prozent der Stimmrechte ein faktisches Beherrschungsverhältnis sieht.

Im Laufe des Jahres über 50 Prozent

Die Frist, die 4,92 Prozent der VW-Stammaktien zu kaufen, laufe am 2. September ab, sagte ein Porsche-Sprecher. Damit werde sich der Anteil an Europas größtem Autobauer von derzeit knapp 31 Prozent auf 36 Prozent erhöhen. Dann werde Porsche faktisch die Mehrheit in der VW-Hauptversammlung haben, sagte Wiedeking. Im Laufe des Jahres wollen die Stuttgarter ihren Anteil auf mehr als 50 Prozent aufstocken. Die EU-Kommission will am 23. Juli über die geplante Machtübernahme entscheiden. "Wir gehen davon aus, dass wir die Genehmigung aus Brüssel bekommen", sagte Wiedeking.

Wiedeking betonte erneut die Eigenständigkeit von VW. Beide Unternehmen sollten künftig als getrennte Konzernteile fortgeführt werden. "Porsche muss Porsche bleiben, und der VW-Konzern muss VW bleiben." Nur auf Sachebene solle künftig bei gesonderten Projekten zusammengearbeitet werden.

Nach der geplanten Mehrheitsübernahme bei Europas größtem Autobauer sollen künftig Volkswagen und das operative Geschäft des Sportwagen-Herstellers in der neuen Porsche Holding geführt werden. Um die Machtverteilung tobt seit Wochen eine heftige Auseinandersetzung. Wie die Mitbestimmung in der Porsche-Holding geregelt werde, liege in den Händen der Belegschaften, sagte Wiedeking. "Wir haben eine Mitbestimmungsvereinbarung getroffen, die alles zulässt." Dies könne auch bedeuten, dass künftig ein Vertreter von Porsche und fünf von VW im Aufsichtsrat sitzen werden. Sollte es keine Einigung geben, werde das Aufsichtsgremium im Verhältnis von drei zu drei besetzt.

Ein weiterer Zankapfel ist die von der Bundesregierung geplante Neuauflage des VW-Gesetzes. Dies sieht eine Sperrminorität von 20 Prozent bei der VW-Hauptversammlung für wichtige Entscheidungen vor. Das sichert dem Land Niedersachsen, das etwas mehr als 20 Prozent der Anteile hält, ein Vetorecht. Das Gesetz ist nach Porsche-Ansicht nicht mit EU-Recht vereinbar. Wegen dieser Ansicht sei Porsche zum "Buhmann" geworden, sagte Wiedeking. "Das tut uns in der Seele weh."

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