"Wir planen langfristig mit diesem Standort, sonst hätten wir dieses Projekt nicht angefangen", sagte Porsches Produktions- und Logistikvorstand Wolfgang Leimgruber der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Die Schwaben starten an diesem Mittwoch (19.) mit Gästen aus Politik und Wirtschaft die Produktion ihres offenen Zweisitzers Boxster bei der Volkswagen Osnabrück GmbH.
Vom Boxster und dessen Coupé-Variante Cayman hatte Porsche 2011 insgesamt 12.207 Einheiten entweder selbst in Stuttgart-Zuffenhausen gebaut oder beim Auftragsfertiger Valmet in Finnland bauen lassen. Letztere Zusammenarbeit endete mit der neuen Boxster-Generation im.Januar 2012. Was Zuffenhausen nicht schafft, wird nun künftig Osnabrück erledigen.
Diese Doppelstrategie bleib laut Leimgruber. "Wir bauen Boxster weiterhin auch hier in Zuffenhausen. Zur Planung für 2013 könnte man sagen: ein Drittel hier, zwei Drittel in Osnabrück." Zum Cayman sagt das Unternehmen noch nichts - ein Generationswechsel steht an.
Die Suche nach einem neuen Standort war nötig geworden, weil die Porsche-Auftragsbücher so voll sind wie nie und das enge Stammwerk Zuffenhausen aus allen Nähten platzt. "Wir brauchen Kapazitäten, wir brauchen Autos, wir müssen liefern", sagte Manager Leimgruber. In Zuffenhausen läuft auch der 911 vom Band. Zusammen mit dem Boxster und dem Cayman hatte die Porsche AG 2011 dort bereits knapp 34.000 Einheiten produziert - und mehr als 40.000 schafft das Werk nicht.




