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Porsche Cayman in der Kaufberatung

Der ideale Cayman

Porsche Cayman, Modellvarianten Foto: Achim Hartmann 28 Bilder

Ob im Einzel- oder Vergleichstest, im Alltag oder auf der Rennstrecke – der Porsche Cayman überzeugt nahezu überall, und so mancher hätte ihn gerne vor der Haustür stehen. Für immer. Aber welche Version nehmen? Und wie ausstatten? Wir helfen weiter.

16.11.2013 Michael von Maydell

Liest man im Vorfeld einer Kaufberatung frühere Tests, finden sich meist kritische Anmerkungen, auf die es zu achten gilt. Über den Porsche Cayman wurde schon viel geschrieben, aber zu meckern hatte kaum einer etwas. Viel mehr loben die Kollegen sein bestechend sportliches Fahrverhalten und die enorme Drehfreude des Boxermotors, verbunden mit einem ansatzlosen Schub, wie ihn eben nur ein Sauger liefern kann. Selbst einen Sieg gegen den 911 konnte der Mittelmotor-Sportler für sich verbuchen, wenn auch nur dank seines günstigeren Preises. Für auto motor und sport Grund genug, gleich drei Varianten auf ihre Qualitäten zu prüfen.

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Kaufberatung Porsche Cayman Der ideale Cayman
auto motor und sport 23/2013
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Porsche Cayman, Frontansicht
Porsche Cayman im Fahrbericht 2:52 Min.

Porsche Cayman - Reicht der Basis-Boxer?

Diese Frage gilt es als erstes zu klären: Reicht der Porsche Cayman mit seinem 2,7 Liter großen Boxer (ab 51.385 Euro), oder muss es unbedingt der 3,4-Liter aus dem Carrera sein? Tja, im direkten Vergleich tritt der Cayman S zwar spürbar kräftiger an (0–100 km/h: 4,8 zu 5,9 s) und klingt satter, mit einem ausstattungsbereinigten Aufpreis von rund 10.000 Euro ist er aber auch deutlich teurer. Und da schon der kleine Sechszylinder mit enormer Drehfreude aufwartet, erstklassig anspricht und zudem spielerisch über 250 km/h spurtet, lautet unser Fazit: Der kleine Boxer reicht.

Schalter oder Doppelkupplung?

Keiner, wirklich keiner der Kollegen konnte sich nach einer Fahrt im handgeschalteten Porsche Cayman ein Grinsen verkneifen. Warum? Angemessen schwergängig, gesegnet mit kurzen Wegen und enorm präzise rastend, passt es ideal zum sportlichen Charakter des Porsche Cayman und versorgt den Fahrer bei jedem Gangwechel mit einer Portion Fahrfreude. Da das Leben aber auch Staus und nervigen Stadtverkehr mit sich bringt, empfiehlt sich dennoch die Investition in das perfekte Doppelkupplungsgetriebe (PDK). Es entlastet nicht nur den Kupplungsfuß und erhöht durch völlig ruckfreie Gangwechsel den Fahrkomfort – dank einem siebten Gang reduziert es auch Verbrauch sowie Motorgeräusche und koppelt den Boxer falls möglich und gewünscht vom Antriebsstrang ab (Segelfunktion).

Lohnen sich PASM und Sport Chrono?

Nur damit keine Zweifel aufkommen: Schon mit dem Standard-Fahrwerk ist der Porsche Cayman in Verbindung mit der sehr präzisen elektromechanischen Lenkung derartig schnell, fahrstabil und kurvengierig, dass er wohl nur von einem 911 zu toppen ist. Dennoch sollten Sie das aktive Dämpfersystem PASM dazu ordern (1.428 Euro). Auf Tastendruck wird der um zehn Milimeter tiefergelegte Porsche Cayman dann wahlweise zum komfortablen Langstreckenrenner oder zum straffen Handlingmeister und erweitert so spürbar seinen Einsatzbereich. Clever: Selbst wenn keine Taste gedrückt ist, der Fahrer es aber dennoch flott angeht, erhöht der Hecktriebler die Dämpferkräfte.

Porsche Cayman - Wie stark sind die Bremsen?

Wie es sich für einen Sportwagen aus Zuffenhausen gehört, liefert bereits die "kleine" Bremsanlage des Basis-Cayman exzellente Werte ab. Nach zehn Vollbremsungen aus 100 km/h steht der bis zu 1,7 Tonnen schwere Hecktriebler schon nach 34,2 Metern (11,30 m/s2). Kaum besser schlägt sich der mit größeren Rädern und Scheiben bestückte Porsche Cayman S, der nach 33,2 Metern steht. In beiden Fahrzeugen kommen rundum 4-Kolben-Monoblock-Festsättel aus Aluminium zum Einsatz. Überraschend: Die 7.319 Euro teure Bremsanlage mit kohlefaserverstärkten Keramikscheiben – erkennbar an den gelb lackierten Sätteln – liefert hier keine besseren Werte ab (33,0 Meter, 11,70 m/s2). Doch bei der Hochgeschwindigkeitsbremsung aus 190 km/h steht der gelbe Porsche Cayman mit 118,9 Metern eine Nasenlänge früher als seine beiden grauen Brüder (120 (S) und 121 Meter). Letztlich lohnt sich die auch im Unterhalt teure Bremsanlage vor allem für Racer, die ihre Wochenenden regelmäßig auf Rennstrecken verbringen.

Die offene Alternative

Befragt man Kollegen, ob sie übers Wochenende lieber Porsches kleinsten Roadster oder lieber den Cayman mit auf Tour nehmen, erntet man regelmäßig nachdenkliche Blicke. Einem heiser gefahrenen Boxer mit offenem Dach zu lauschen und dabei der abendlichen Sonne hinterherzufahren, kann schließlich manch einen stressigen Tag am Ende doch noch versüßen. Zumal der Boxster trotz zehn PS Minderleistung (265 und 315 PS) kaum weniger flott antritt als seine 2.142 und 3.927 Euro teureren Cayman-Brüder. Und wird es doch einmal kalt, zieht der Zweisitzer auf Knopfdruck innerhalb von neun Sekunden und bis 50 km/h sein kuscheliges Akustikverdeck auf. Redakteure, die länger auf Autobahnen oder Rennstrecken unterwegs sind, greifen dagegen lieber zum Porsche Cayman-Schlüssel, loben die innere Ruhe sowie die Karosseriesteifigkeit des Mittelmotor-Coupés und freuen sich über den noch größeren Stauraum unter der großen Heckklappe.

Porsche Cayman - Diese Extras sollten sein

Ignoriert man tapfer die reizvollen Leder-, Alcantara- und Carbonoptionen und überblättert die Sportauspuffanlagen, stößt man schließlich auf sinnvolle Extras wie Abstandsregeltempomat, Bi-Xenonscheinwerfer, Sitzheizung und Parkpiepser. Ebenfalls empfehlenswert: das Porsche Communication Management inklusive Navigation und Soundanlage, die perfekten Sportsitze, das bereits vorgestellte Doppelkupplungsgetriebe und das Dämpfersystem PASM.

FAZIT

Mal ehrlich: Obwohl der Porsche Cayman S einen Tick besser beschleunigt und noch mehr Spaß macht, reicht das Basismodell mit 275 PS in den meisten Fällen gut aus. Nehmen Sie also ruhig die so "ersparten" Euros und investieren Sie in clevere Optionen. Das erhöht die Alltagstauglichkeit und sorgt für bessere Wiederverkaufschancen. Aber bitte nicht übertreiben mit den schönen Versuchungen. Denn wer den Sportwagen mit zu vielem ausstaffiert, sammelt auch Extra-Gewicht an. Und wir wollen doch, dass der Porsche Cayman schlank und sportlich bleibt.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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