Einst wurde Porsche in Mainland China durch einen Importeur in Hongkong bedient, 2001 haben die Zuffenhausener das Ruder selbst in die Hand genommen. Im ersten Jahr hat Porsche gerade mal 20 Sportwagen verkauft, im vergangenen Jahr waren es rund 9.100. Damit hat Porsche seine Verkäufe in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht.
Händlernetz in China soll weiter wachsen
China ist schon heute der drittgrößte Einzelmarkt für Porsche, hinter USA und Deutschland. Der jüngst ausgetauschte Vertriebsvorstand Klaus Berning sagte jüngst in einem Interview mit auto motor und sport, dass China in fünf Jahren sicher Deutschland vom zweiten Platz der Porsche-internen Weltrangliste verdrängen werde. Ein Sprecher betont: "Etablierte Prognose-Institute sehen im Luxus-Segment ein jährliches Wachstum von rund 5 Prozent voraus. Dies wird Porsche durch den weiteren Ausbau des Händlernetzes übertreffen. Wir erwarten ein deutlich zweistelliges Wachstum jedes Jahr."
Das Händlernetz wächst mit dem Absatz: Derzeit arbeitet Porsche in China mit 27 Händlern. Bis Ende 2010 sollen es 35 sein, bis 2012 mehr als 50. Noch im Juni dieses Jahres eröffnet Porsche ein neues repräsentatives Hauptquartier im Schanghaier Vorzeigeviertel Pudong.
Panamera-Premiere in Shanghai zeigt China-Bedeutung
Wie wichtig den Zuffenhausener das Geschäft im Land des Lächelns ist, zeigt auch die Tatsache, dass die Weltpremiere des Flaggschiffs Panamera 2009 auf der Shanghai Auto Show stattgefunden hat. Alle vier Porsche-Baureihen werden inzwischen in China verkauft. Lediglich die 911 GT-Modelle können aufgrund von Homologationsbestimmungen nicht importiert werden.
Eine eigene, lokale Produktion rechnet sich für Porsche nicht – auch nicht im Verbund mit Audi oder VW. "Porsche wird weiterhin in Zuffenhausen und Leipzig produzieren. Das erwarten unsere Kunden von uns", betont ein Porsche-Sprecher auf Anfrage von auto-motor-und-sport.de.
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