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Kein Pausen-Verzicht

Foto: Porsche

Der Betriebsrat von Porsche ist nicht bereit, für einen neuen Vertrag zur Sicherung der Arbeitsplätze in Stuttgart-Zuffenhausen die Arbeitszeit zu verlängern. "Längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich bringen uns nicht weiter", sagte Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück den "Stuttgarter Nachrichten".

04.05.2005

Auch die von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ins Gespräch gebrachte Streichung der "Steinkühler-Pause" lehnt Hück ab. Angesichts der weiter verdichteten Arbeit seien kurze Erholungspausen heute eher noch wichtiger als früher.

Die "Steinkühler-Pause" war in den Tarifvertrag für Nordwürttemberg/Nordbaden aufgenommen worden. Sie ist nach dem damaligen IG Metall-Bezirksleiter Franz Steinkühler benannt. Sie beträgt fünf Minuten in der Stunde und soll eine "persönliche Bedürfniszeit" sein.

Hück schließt auch die bei Daimler-Chrysler vereinbarte Einbehaltung von Lohnbestandteilen, mit denen die Gehälter von Arbeitern und Angestellten angeglichen werden sollen, für Porsche aus. Stattdessen bot er an, bei der Steigerung der Produktivität über das bisher Erreichte hinauszugehen. So sei daran zu denken, die Mitarbeiter durch Weiterqualifizierung weitaus vielseitiger einsetzbar zu machen. Dadurch verbessere sich die Möglichkeit, Mitarbeiter aus Bereichen, in denen Personalüberhänge bestehen, in Bereichen mit Engpässen einzusetzen.

Der angestrebte Vertrag soll die gültige Standort-Vereinbarung ersetzen, die Ende Juli nach fünf Jahren ausläuft. Das Ergebnis dürfte auch bei der Entscheidung über eine vierte Baureihe eine Rolle spielen, die Porsche für diesen Sommer angekündigt hat.

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