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Porsche-Krise

Katar steigt mit sieben Milliarden Euro ein

Foto: dpa 40 Bilder

In der monatelangen Suche nach einer Geldquelle für den mit neun Milliarden Euro hochverschuldeten VW-Großaktionär könnte das Emirat Katar die Rettung sein: Der Golfstaat bietet der Porsche Automobil Holding SE nach Angaben aus Bankenkreisen vom Samstag (11.7.) rund sieben Milliarden Euro für den Kauf von Optionen und Stammaktien.

11.07.2009

Damit ist im Machtkampf mit seinem Widersacher VW-Patriarch Ferdinand Piëch ist für Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ein "Befreiungsschlag" in greifbare Nähe gerückt. Sollte dieser Deal zustande kommen, wäre der Sportwagenhersteller auf einen Schlag vom Großteil seiner Schulden befreit. Das Angebot aus Katar ist mit Porsche -Chef Wiedeking nach dpa-Informationen "endverhandelt".

VW will weiter Porsche übernehmen

Doch das letzte Wort in dem seit Wochen tobenden Machtstreit ist  noch nicht gesprochen - bei einer außerordentlichen  Aufsichtsratssitzung am 23. Juli könnte sich die Zukunft von Porsche  entscheiden. Denn auch VW gibt nicht auf: Bei der Sitzung soll neben dem Angebot aus dem Emirat vom Staatsfonds Qatar Investment Authority  (QIA) auch über den möglichen Verkauf von knapp der Hälfte der Porsche AG an Volkswagen beraten werden.

Laut Nachrichtenmagazin "Spiegel" soll der VW-Konzern sein Angebot für die Übernahme von 49,9 Prozent an der Porsche AG aufgebessert  haben. Statt bisher drei bis vier Milliarden Euro würde der  Wolfsburger Autobauer "deutlich über vier Milliarden Euro bieten".  Der VW-Konzern und Porsche wollten sich dazu nicht äußern. Porsche ist mit knapp 51 Prozent größter VW-Aktionär vor dem Land Niedersachsen mit rund einem Fünftel der Anteile. Die Stuttgarter halten zudem Optionen zum Erwerb von weiteren rund 20 Prozent an Europas größtem Automobilkonzern.

Aufsichtsratssitzung entscheidet über Porsche- und Wiedeking-Zukunft

Porsche-Chef Wiedeking wehrt sich mit aller Kraft gegen eine Übernahme des Sportwagenbauers durch Volkswagen. Denn das würde voraussichtlich auch ihm die Macht kosten. Schließlich hatte Wiedeking die Übernahme vorangetrieben, die den Sportwagenbauer in die finanzielle Misere trieb. Angesichts des Katar-Angebots bleibt weiter unklar, wie eine "gleichberechtigte" Zukunft von Europas größtem Autobauer VW und seinem Großaktionär aussehen könnte.

Dass bei der vermutlich alles entscheidenden Aufsichtsratssitzung auch die Zukunft des schwächelnden Wiedeking besiegelt werden könnte, will beim Stuttgarter Autobauer niemand bestätigen. Entsprechende Meldungen aus der VW-Ecke werden regelmäßig als "Propaganda" abgetan.

Eines ist jedoch klar: Sollte der Aufsichtsrat Wiedekings Weg folgen, hätte der 56-Jährige wieder Oberwasser gewonnen. Schließlich hatte Piëch in Sardinien angekündigt, dass er Wiedeking nicht mehr an der Spitze eines gemeinsamen Konzerns sieht. "Die Schaffung eines integrierten Automobilkonzerns ist nach wie vor das Ziel des Aufsichtsrats", sagte ein Porsche-Sprecher am Samstag. Die Frage sei aber nach wie vor, wer darin das Sagen hat.

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