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Porsche-Krise

Porsche dementiert Insolvenz-Gerüchte

Foto: dpa 46 Bilder

Der hochverschuldete Sportwagenbauer Porsche hat nach eigenen Angaben eine milliardenschwere Finanzierungslücke und stand nach Medienberichten zwischenzeitlich sogar kurz vor der Insolvenz.

25.05.2009

Der noch zu finanzierende Betrag liege bei rund 1,75 Milliarden Euro, sagte Unternehmenssprecher Albrecht Bamler am Sonntag (24.5.).

Insolvenz war kein Thema

Es werde zurzeit mit mehreren Banken über Kredite verhandelt, darunter auch mit der staatlichen Förderbank KfW, bestätigte Bamler einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". In den vergangenen Tagen hatte sich Porsche bereits einen Kredit über 750 Millionen Euro bei der Bank of Tokyo gesichert.

Angaben, wonach Porsche zwischen dem 22. und 24. März sogar vor der Insolvenz stand, wies Sprecher Bamler scharf zurück. "Der Vorwurf einer drohenden Insolvenz trifft nicht zu", sagte er. Laut "Spiegel" und dem Nachrichtenmagazin "Focus" hatte der Pleitegang nur verhindert werden können, weil der VW-Konzern einen Überbrückungskredit über 700 Millionen Euro gewährt habe. Dieser habe allerdings nur eine Laufzeit von einem halben Jahr. Insgesamt strebt Porsche weiterhin die Aufstockung der Kredite auf 2,5 Milliarden Euro an, um das laufende Geschäft zu finanzieren.

Wiedeking lange nicht informiert

Ende März hatte Porsche eine Kreditlinie über zehn Milliarden Euro abgeschlossen, mit dem Kredite in gleicher Höhe abgelöst wurden. Zur Finanzierung von weiteren 2,5 Milliarden Euro hatte Porsche auch einen Kredit bei der KfW angefragt. Dieser sei aber zurückgestellt worden, sagte ein Porsche-Sprecher. Nach "Spiegel"-Bericht geht es um ein KfW-Darlehen in Höhe von rund einer Milliarde Euro.

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking will laut "Spiegel"-Bericht von der sich zuspitzenden Finanznot des Konzerns lange nichts gewusst haben. Er habe vor dem Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE eingestanden, dass die "kritische Situation" auch nach der Verlängerung des Zehn-Milliarden-Kredits anhalte. Er soll zudem nach eigener Aussage "bis eine Woche vor dem 24. März", an dem der Kredit auslief, "nicht über die sich zuspitzende Kreditsituation informiert" gewesen sein.

Mit VW-Übernahme übernommen

Der Stuttgarter Sportwagenbauer hat durch die Aufstockung seiner Beteiligung an Volkswagen im Januar auf knapp 51 Prozent eine Nettoverschuldung von rund neun Milliarden Euro angehäuft. Mittlerweile hat Porsche jedoch von der Übernahme von Europas größtem Autobauer Abstand genommen und strebt stattdessen die Schaffung eines integrierten Autokonzerns mit Volkswagen an. Die Verhandlungen dazu sind aber ins Stocken geraten.

Mittlerweile hat ein Porsche-Sprecher jedoch bestätigt, dass die Gespräche über eine Verschmelzung der beiden Autobauer auf Vorstandsebene weiterlaufen würden. VW wollte sich zur Fortsetzung der Gespräche nicht äußern. Ein Zeitplan für den Weg zu einem integrierten Autokonzern ist Angaben des Porsche-Sprechers zufolge bisher nicht vereinbart worden. Im Umfeld von VW hieß es, dass bis Mitte Juni eine grundsätzliche Einigung angestrebt werde

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