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Porsche-Motorsport

28.000 Siege in 60 Jahren

Foto: Porsche 38 Bilder

Ein Blick in die Statistik untermauert den Fakt, dass Porsche heute der weltgrößte Hersteller von Rennfahrzeugen ist: Bis dato stehen rund 28.000 Rennsiege auf der Habenseite.

06.06.2008 Gregor Messer Powered by

Die edle Manufaktur aus Zuffenhausen darf sich als erfolgreichster Rennsportwagen-Hersteller rühmen, noch weit vor ihrem einstigen Erzrivalen Ferrari. Acht Weltmeister-Titel im Langstreckensport, dazu noch 16 Gesamtsiege in Le Mans führen die Liste der großen Triumphe an. Und wenngleich Porsche außer einem kurzen und nur bedingt erfolgreichen Formel 1-Intermezzo anfangs der 60er-Jahre keine Präsenz in der höchsten Klasse des Motorsports aufzuweisen hat, dürfen sich die emsigen Schwaben als Lieferant des Tag-Turbo Motors für McLaren mit 25 Siegen und drei WM-Titeln schmücken.

Erster Klassensieg in Innsbruck

Schon der erste Porsche 356 mit der Produktionsnummer 1 errang sportliche Lorbeeren, als er 1948 beim Innsbrucker Stadtrennen einen Klassensieg holte. 1951 schafften zwei Franzosen den Klassensieg bis 1,1 Liter Hubraum in Le Mans - ein erster internationaler Erfolg. Bei den Traditionsrennen in Le Mans, der Mille Miglia oder der Carrera Panamericana bewiesen die leichten und wendigen Typen 365 und 550 ihre stete Anwartschaft auf Klassensiege; bis Mitte der 50er-Jahre hatte das junge Unternehmen bereits 400 Rennerfolge errungen.

Von Beginn an wurde dem Kundensport große Bedeutung beigemessen, und so wurde bis zum heutigen Tag bei Porsche fast kein Rennwagen kreiert, der nicht auch für zahlungskräftige Kundenteams erschwinglich gewesen wäre. Zudem wurde 1990 der Porsche Carrera Cup ins Leben gerufen; eine Serie, die den legendären 911 in den Mittelpunkt stellt und die mittlerweile weltweit in acht Cups ausgetragen wird. Highlight dieser Markenpokale ist allerdings der Porsche Supercup, der im Rahmen der Formel 1 seit Beginn der 90er Jahre zum Inventar zählt.

Rennsport mit Prototypen sowie Sportwagen und nicht der Formelsport zählten schnell zur Domäne der Zuffenhausener Mannschaft - schon allein deshalb, weil die technischen Reglements hier eine Verbindung zum Serien-Automobil gewährleisteten. Die Klassensieger von einst entwickelten sich bald zu Gesamtsiegern. 1970 gelang Hans Herrmann zusammen mit dem Engländer Dick Attwood der lange ersehnte Gesamtsieg in Le Mans - eine Leistung, deren langjährige Vorbereitung Porsche damals fast an den Rande des Ruins getrieben hatte. Doch der Einsatz, generalstabsmäßig vorangetrieben vom damaligen Entwicklungschef und Porsche-Enkel Ferdinand Piech, erntete langfristig Früchte.


Porsche ist beim Langstrecken-Klassiker zum Mythos geworden. Keine Marke war dort erfolgreicher, auch wenn Porsches letzter Le Mans-Gesamtsieg von 1998 (passend zum 50-jährigen Firmenjubiläum) nunmehr bereits zehn Jahre zurückliegt.

Mythos Le Mans

Neben dem Porsche 917 verkörpern besonders die Typen 956 und 962 diesen Mythos. Der 1982 in Le Mans debütierende Typ 956 erzielte auf Anhieb einen Dreifachsieg. Zusammen mit seinem Nachfolger 962 dominierte Porsche die Gruppe C der 90er-Jahre. Doch ebenso untrennbar bleibt dieser Typ mit dem Schicksal der beiden deutschen Formel 1-Fahrer Manfred Winkelhock und Stefan Bellof verbunden, die beide innerhalb von drei Wochen 1985 in ihren 962 tödlich verunglückten.

Heute ist Porsche nach längerer Unterbrechung werksseitig wieder in den Langstreckensport mit Prototypen zurückgekehrt. Unter dem Banner des amerikanischen Penske-Teams beteiligt sich das schwäbische Haus seit Herbst 2005 mit dem RS Spyder erfolgreich in der LMP2-Klasse der American Le Mans Series. In der vergangenen Saison gelangen dem RS Spyder acht Gesamtsiege in zwölf Rennen.

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