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Neues Führungsmodell für VW

Foto: dpa

VW-Großaktionär Porsche plant nach der Übernahme des Wolfsburger Autobauers rasch ein neues Führungsmodell für den Gesamtkonzern.

06.10.2008

"Ich arbeite derzeit mit meinem Finanzkollegen bei VW an einem gemeinsamen Papier zum künftigen Führungsmodell, das wir mit den Vorständen von VW und Porsche diskutieren werden", sagte Porsche-Finanzchef Holger Härter dem "Handelsblatt". "Ich bin davon überzeugt, dass wir eine einvernehmliche Lösung finden werden, wie wir die beiden Unternehmen künftig führen werden. Dieses Modell werden wir voraussichtlich noch dieses Jahr verabschieden."

Erstmals signalisierte der Stuttgarter Sportwagenhersteller in diesem Zusammenhang auch seine Bereitschaft, das VW-Management in den Vorstand der Porsche SE mit einzubeziehen. "Ich gehe davon aus, dass langfristig auch Vertreter von Volkswagen in den Vorstand der Porsche SE einrücken werden", sagte der Porsche-Finanzchef. Bislang sind nur Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sowie Härter selbst im Vorstand der Porsche SE, unter deren Dach die Beteiligung an VW sowie die Porsche AG firmieren. Mit dem neuen Führungsmodell kommen die Stuttgarter auch einer Forderung von VW-Boss Martin Winterkorn nach, der zuletzt Klarheit in dieser Frage angemahnt hatte. Der Sportwagenbauer hatte jüngst bereits seine VW-Beteiligung auf gut 35 Prozent erhöht und brachte den Wolfsburger Konzern damit faktisch unter seine Kontrolle.

Härter verknüpfte angesichts der jüngsten Attacken auf Wiedeking sein Schicksal demonstrativ mit dem des Porsche Vorstandschefs. "Uns gibt es nur im Doppelpack", sagte Härter. Der Finanzchef trat damit ausdrücklich Gerüchten entgegen, Wiedeking könnte entmachtet und der neue Konzern von einer neuen Doppelspitze aus Härter und VW-Boss Winterkorn geführt werden. Zum offenen Konflikt zwischen VW-Aufsichtsrat und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piech sowie der Porsche-Familie wollte sich Härter laut "Handelsblatt" nicht näher äußern. Porsche wisse, dass er als künftiger Mehrheitsaktionär im VW-Aufsichtsrat einen Konsens der Kapitalseite herstellen müsse, damit es künftig einheitliche Abstimmungsergebnisse gebe, sagte Härter lediglich. Piech hatte jüngst die Porsche-Familie erzürnt, als er im Kontrollgremium gegen die Stimmen der Stuttgarter einen Antrag der Arbeitnehmerseite passieren ließ.


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