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Porsche

Porsche schickt rund 100 Entwickler nach Hause

Foto: dpa

Von den derzeit rund 4.000 Mitarbeitern in der Porsche-Entwicklungsabteilung müssen im Zuge der Autokrise bereits zum Jahresende die ersten rund 100 zeitlich befristeten Zeitarbeitskräfte gehen. Das erfuhr auto motor und sport aus Unternehmenskreisen. Eine zweite Welle von nicht verlängerten Verträgen werde im März folgen.

06.12.2008

In einem Kündigungsschreiben einer Personaldienstleistungsfirma an einen der betroffenen Mitarbeiter, das auto motor und sport vorliegt, heißt es: "Wir müssen Ihnen heute leider mitteilen, dass Ihr Arbeitseinsatz bei der Porsche AG ab Januar 2009 - bis auf Weiteres - nicht mehr erforderlich sein wird. Bitte seien Sie versichert, dass dies nicht in Ihrer Person oder Ihrer Arbeitsqualität begründet liegt, sondern dies eine personalpolitische Entscheidung ist, welche auf die momentane allgemeine Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt - speziell in der Automobilbranche - zurückzuführen ist."

Verträge von Zeitarbeitern werden nicht verlängert

Die genau Zahl wollte ein Porsche-Sprecher auf Anfrage nicht bestätigen, allerdings bestätigte er, dass zum Jahresende auslaufende befristete Arbeitsverhältnisse nicht verlängert werden. "Das ist ein ganz normaler Vorgang. Da wir viele Fahrzeuge wie die neuen Modelle 911, Cayman, Boxster und Panamera in der Entwicklung abgeschlossen haben, führt dies nun zu einem geringeren Personalbedarf an befristeten Mitarbeitern in der Entwicklungsabteilung. Einen Stellenabbau bei Festangestellten wird es aber nicht geben."

Wie auto motor und sport ebenfalls aus Porsche-Kreisen erfuhr, müssen auch in den nächsten Monaten Zeitarbeiter das Unternehmen verlassen. Im März plant Porsche weitere, dann auslaufende Verträge mit externen Mitarbeitern auslaufen zu lassen. Über die genaue Zahl wollte Porsche keine Auskunft geben.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden gekürzt

Porsche-Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer sagte erst vor wenigen Tagen im Interview mit auto motor und sport: "Mein Bereich umfasst 2.438 festangestellte Mitarbeiter. Rechnet man unsere internen und externen Dienstleister hinzu, kommen wir auf rund 4.000 Mitarbeiter." Die aufgrund des neuen Flaggschiffs Panamera überdurchschnittlich hohe Quote der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von zuletzt 15 Prozent werde "in diesem Geschäftsjahr stabil über zehn Prozent liegen und damit immer noch deutlich über dem Branchenschnitt von sechs Prozent. Mittelfristig werden wir wohl bei einer Größenordnung von unter zehn Prozent landen."

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