25. September 2005: Porsche gibt Pläne für einen Einstieg bei Volkswagen mit rund 20 Prozent bekannt. Der Schritt löst Diskussionen um VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch aus, da Porsche von den Familien Porsche und Piëch kontrolliert wird.
20. Januar 2006: Zwischen dem Land Niedersachsen - dem ehemals größten VW-Aktionär mit heute knapp über 20 Prozent - und der Piëch- Seite kommt es zu einem Kompromiss. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking kann in den VW-Aufsichtsrat einziehen.
7. November 2006: VW-Chef Bernd Pischetsrieder wird vom Aufsichtsratspräsidium unter Führung Piëchs überraschend durch Audi-Chef Martin Winterkorn ersetzt. Winterkorn übernimmt die Spitze zum 1. Januar 2007.
24. März 2007: Porsche stockt seinen Anteil an VW auf knapp 31 Prozent auf. Der Sportwagenbauer plane aber keine Komplettübernahme, heißt es.
29. Mai 2007: Niedersachsen kauft VW-Aktien zu. Damit will das Land verhindern, dass sein Anteil bei den Stimmrechten unter 20 Prozent sinkt - bei 20 Prozent liegt die Sperrminorität für wichtige Entscheidungen.
26. Juni 2007: Der Sportwagenhersteller bündelt die Porsche AG und die knapp 31 Prozent schwere Beteiligung am VW-Konzern in der Europäischen Aktiengesellschaft Porsche Automobil Holding SE.
17. September 2007: Der VW-Betriebsrat reicht beim Arbeitsgericht Stuttgart Klage gegen Porsche ein. Bei der Mitbestimmungsvereinbarung der neuen Porsche Holding gebe es Regelungen, die zu Lasten der VW-Belegschaft gingen.
06. Februar 2008: Im Mitbestimmungsstreit wird der Prozess vor dem Arbeitsgericht Stuttgart auf den 29. April verschoben.
03. März 2008: Der Porsche-Aufsichtsrat gibt grünes Licht für die Aufstockung der VW-Anteile auf über 50 Prozent für knapp zehn Milliarden Euro.
10. März 2008: Porsche bremst Spekulationen, die VW-Anteile auf 75 Prozent aufstocken zu wollen.
14. März 2008: Porsche kündigt an, auf der VW-Hauptversammlung im April mit einer Änderung der Satzung die Macht bei Volkswagen ausbauen zu wollen. Nach dem Willen des Sportwagenbauers soll die für wichtige Entscheidungen auf der Hauptversammlung nötige qualifizierte Mehrheit von derzeit 80 Prozent auf 75 Prozent gesenkt werden. Dies richtet sich vor allem gegen das Land Niedersachsen.
17. April 2008: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) kündigt harten Widerstand gegen einen Ausbau der Macht von Porsche bei VW an und beharrt auf der Sperrminorität für das Land. "Der VW-Konzern muss selbstständig bleiben", sagt er.
23. April 2008: Auf der VW-Hauptversammlung treffen die unterschiedlichen Interessen der Großaktionäre aufeinander.
Porsche: Porsche: VW-Übernahme im Herbst
Das Zusammenrücken der Automobilhersteller Porsche und Volkswagen - eine Chronologie.
Autor: dpa
