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Porsche-Übernahme

VW/Porsche strebt mit Macht an Weltspitze

Foto: dpa 76 Bilder

Der neue VW/Porsche-Konzern strebt mit Macht an die Weltspitze in der Automobilindustrie. "Der Konzern hat sicher das Zeug dazu, die Nummer Eins zu werden", sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Freitag (14.8.) in Wolfsburg.


14.08.2009

Der Konzern habe eine beispiellose Modellpalette, globale Präsenz und höchste Technologiekompetenz. Der weltgrößte Autobauer ist bislang Toyota. Am
Donnerstagabend (13.8.) hatten VW und Porsche eine Grundlagenvereinbarung geschlossen. Nach einem monatelangen und erbitterten Übernahme-Machtkampf machten die Aufsichtsräte beider Unternehmen den Weg für ein neues Autoimperium frei.


VW will Jagdt auf Toyota machen

Im Laufe des Jahres 2011 sollen die beiden Autobauer miteinander verschmelzen. Mit dem kleinen, aber ertragsstarken Sportwagenbauer als zehnter Marke im Konzern will VW bei der Jagd auf den weltgrößten Autobauer Toyota Gas geben. Die Familien Piëch und Porsche blieben größter VW-Aktionär, sagte Winterkorn. Das Emirat Katar werde der dritte VW-Großaktionär neben dem Land Niedersachsen.

Die Vereinbarung zwischen den beiden Autobauern sieht vor, dass VW zunächst für rund 3,3 Milliarden Euro mit 42 Prozent beim Porsche -Automobilgeschäft (Porsche AG) einsteigt. Außerdem soll das österreichische Autohandelsgeschäft von Porsche mit Sitz in Salzburg für rund drei Milliarden Euro an VW verkauft werden. An der Spitze des integrierten Automobilkonzerns steht als neuer starker Mann VW-Chef Winterkorn. Der Konzernsitz ist Wolfsburg.

VW will das operative Ergebnis um 700 Millionen Euro steigern

Die bei Volkswagen geplante Kapitalerhöhung zur Refinanzierung der Beteiligung an Porsche solle ein Volumen von rund vier Milliarden Euro haben, sagte Finanzchef Hans Dieter Pötsch. Die Zustimmung der Aktionäre solle auf einer außerordentlichen Hauptversammlung bis Ende des Jahres eingeholt werden. Pötsch betonte, Volkswagen bleibe nach dem Einstieg bei Porsche "finanziell und strategisch voll handlungsfähig". Er versicherte: "Wir wissen, worauf wir uns einlassen." Porsche werde die Ertragskraft des VW-Konzerns deutlich stärken. Das operative Ergebnis werde jährlich um 700 Millionen Euro steigen. Die Synergien entsprechen laut Pötsch einem Barwert von 3 Milliarden Euro. "Porsche und VW machen einen großen Schritt in Richtung Weltspitze."

Die Verhandlungen über den Erwerb von VW-Optionen, die Porsche hält, durch das Emirat Katar seien "weit gediehen". Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" am Freitag sind sich Porsches Eigentümer mit dem Scheichtum so gut wie einig. Doch der Handel sei teuer erkauft. Katar werde an die Porsche-Banken nur rund 5 Milliarden Euro für 17 Prozent der VW-Aktien zahlen. Mit den Finanzinstituten habe Porsche aber einen höheren Preis ausgemacht. Die Differenz müsse Porsche Katar erstatten. In Branchenkreisen wurde der Preis von fünf Milliarden Euro bestätigt.

VW strebt Mitarbeiterbeteiligung am Konzern an

Der VW-Betriebsrat strebt unterdessen eine Mitarbeiterbeteiligung an Volkswagen in der Größenordnung zwischen einem und fünf Prozent an, wie Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte. Es gehe darum, die Belegschaft langfristig am Unternehmen zu beteiligen. Die Dividende sei für soziale Zwecke vorgesehen. Demnächst würden Verhandlungen über die Mitarbeiterbeteiligung beginnen.

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