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Porsche

VW-Übernahme verzögert sich

Foto: dpa 29 Bilder

Update ++ Porsche wird seine Mehrheit an Volkswagen voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr auf über 50 Prozent erhöhen. "Angesichts des gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeldes wird es zunehmend unwahrscheinlicher, dass wir dieses Ziel noch in diesem Kalenderjahr erreichen können", sagte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking laut Redemanuskript auf der Bilanz-Pressekonferenz des Autobauers am Mittwoch (26.11.) in Stuttgart.

26.11.2008

Porsche sei nicht bereit, "VW-Stammaktien zu wirtschaftlich unsinnigen Kursen zu erwerben", erklärte Finanzvorstand Holger Härter laut Redetext mit Blick auf die weiter hohen VW-Kurse, die noch Ende vergangener Woche bei 365 Euro lagen und nach einer Neugewichtung von Indizes sich aktuell bei annähernd 270 Euro bewegen.

Porsche halte zwar an dem Ziel fest, 2009 seine Mehrheit bei VW auf 75 Prozent aufzustocken. Wegen zahlreicher Unsicherheiten könne man im Moment aber noch nicht sagen "wie viele Züge noch notwendig sind und wie lange es dauert, bis das Spiel beendet sein wird", sagte Wiedeking. Der Sportwagenbauer hält bisher 42,6 Prozent der VW-Anteile und hat sich weitere 31,5 Prozent über Optionen gesichert.

Härter erklärte, wenn der Börsenkurs über den anteiligen Unternehmenswert von Volkswagen hinausgehe, berge dies erhebliche unkalkulierbare Risiken für Porsche. Denn der Sportwagenbauer muss dann die VW-Aktien zu hohen Kursen in die Bücher nehmen. Das bedeutet, dass ein hohes Wertberichtigungsrisiko in einer späteren Bewertung der Beteiligung liegt, wenn der Kurs der VW-Aktie wieder sinkt.

Absatz sinkt

Zudem leidet der erfolgsverwöhnte Sportwagenbauer Porsche unter der Absatzkrise in der Autoindustrie. Im laufenden Geschäftsjahr 2008/09 (31. Juli) werde mit einem "spürbaren Rückgang der Absatzzahlen" gerechnet. Von Anfang August bis Ende November sei der Umsatz von 2,36 Milliarden Euro im Vorjahr auf voraussichtlich leicht über 2 Milliarden Euro gesunken. Der Absatz ging um 5.500 auf 25.200 Sport- und Geländewagen zurück. Am Dienstag hatten die Stuttgarter bereits angekündigt, die Produktion zu drosseln und in ihrem Stammwerk die Bänder an acht Tagen stillstehen zu lassen.

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