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Porsche-Zukunft bis 2015

Mehr Vielfalt und mehr Supersport

Porsche Roadster Foto: Schulte 27 Bilder

Die Zukunft von Porsche wird noch spannender: Die Sportwagenschmiede plant bis 2015 mit vielen neuen Modellen. Bestehende Baureihen werden weiter ausgebaut und nach oben sieht man noch Luft. Ein neues Basismodell wurde jedoch verworfen.

04.09.2011 Uli Baumann

Sportwagenbauer Porsche will seinen Absatz von derzeit 100.000 bis zum Jahr 2018 auf mindestens 200.000 Fahrzeuge verdoppeln. Helfen soll dabei das Wachstum in den Schwellenländern und der Ausbau des Händlernetze, aber auch neue Produkte. Und davon hat Porsche einige in der Pipeline.

Der 911 ist bereits aktualisiert, die Allradmodelle Carrera 4 und Carrera 4 S bereits präsentiert. 2013 folgen noch der Turbo, der Targa und der Über-Elfer GT3. Schon im Handel ist der neue Boxster. Es folgt der auf dem Boxster basierende Cayman, der sein Debüt auf der L.A. Autoshow Ende November 2012 geben wird. Neu für Boxster und Cayman entwickelt Porsche derzeit eine Vierzylinder-Boxer-Motorengeneration, die in der größten Ausbaustufe aus 2,5 Liter Hubraum plus Turboaufladung bis zu 365 PS liefern soll.

Erlkönig Porsche Macan 1:51 Min.

Kein Porsche unterhalb des Boxsters

Lange wurde spekuliert, dass Porsche seine Fühler auch in niedrigere Preisregionen ausstrecken wird. Ein Einstiegsmodell unterhalb des Boxsters in der Tradition des 550ers sollte es geben - basierend auf der Roadsterplattform des VW-Mutterkonzerns, die noch kein Modell tragen durfte. Porsche war tatsächlich dran, hat sich aber wieder davon verabschiedet. "Wir müssten dieses Fahrzeug dann unterhalb vom Boxster positionieren. Natürlich auch preislich und damit stellt sich immer die Frage, wie das eine Marke verträgt", sagte Vorstandschef Matthias Müller der "Neuen Osnabrücker Zeitung" noch im August 2012. "Da uns die Gefahr, die Marke negativ zu beeinflussen, zu groß erscheint, verfolgen wir dieses Projekt aktuell nicht weiter."

Bereits kurz vor dem Serienstart steht dagegen der kleine Geländewagen Porsche Macan, der auf der technischen Plattform des Audi Q5 aufbaut. Ab 2013 soll er in Leipzig von den Bändern rollen und ab rund 45.000 Euro zu haben sein. Die Motoren stammen aus dem Konzernregal und dürften mit zwei bis drei Litern Hubraum den Leistungsbereich von 225 bis über 300 PS abdecken. Auch der neue Q5-Top-Diesel mit 313 PS ist im Macan denkbar.

Das Stichwort Top-Diesel führt direkt zum Cayenne über. Dieser wird zum Modelljahr 2013 neben dem V6- endlich auch einen V8-Diesel unter der Haube tragen, bestätigte Porsche-Chef Müller auto motor und sport bereits im Februar. Auch dieses Aggregat wird in den Grundzügen aus dem Konzernregal stammen, aber von Porsche weiter verfeinert werden. Deutlich über 360 PS sollen dem Diesel im Porsche auch den letzten Hauch von Leistungsmangel nehmen.

Nach oben hat Porsche noch Luft

Einen Mangel im Produktportfolio will Porsche-Chef Müller auch oberhalb des 911 ausgemacht haben. Im Segment zwischen 250.000 und 850.000 Euro haben die Zuffenhausener Wettbewerbern wie Ferrari momentan nichts entgegenzusetzen. Das soll sich ändern. In Anlehnung an den Porsche 959 aus den 80er Jahren hält Müller einen Luxussportler mit Mittelmotor der absoluten Oberklasse für denkbar. Vorher soll aber noch der Hybridsupersportler Porsche 918 Spyder ab November 2013 in dieser Region den Rahm abschöpfen. 770 PS Systemleistung solle es in einer Auflage von 918 Stück zum Preis von 768.026 Euro geben.

Denkbar für Müller ist auch ein kleiner Panamera, in Gedanken geliebäugelt wird auch mit einem Panamera Cabrio, bereits beschlossen sind dagegen eine Shooting Brake-Version des Viertürers, die als Studie auf dem Autosalon Paris zu sehen sein wird, sowie eine Variante mit verlängertem Radstand, die für die Klientel in China gedacht ist. Die Paris-Studie wird dann auch gleich das Facelift des Panamera zeigen, das ab 2013 in den Handel kommen soll. Reine Spekulation, aber nicht unwahrscheinlich ist, das dieser dann auch den neuen V8-Diesel erhalten wird, den der Cayenne dann schon lange trägt. Der komplett neue Panamera der zweiten Generation folgt dann 2015.

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