Porsche-Zukunft mit sieben Baureihen: Pajun, 959, 551 Spyder - Porsche rüstet auf

Mittelmotor Porsche

Die Zukunft von Porsche wird noch spannender: Die Sportwagenschmiede plant bis 2018 jedes Jahr ein neues Modell auf den Markt zu bringen. Und manchmal sogar zwei. Dabei knüpfen die Zuffenhausener auch an ihre mehr als 60 Jahre alten Firmenhistorie an.

Sieben statt bisher vier Baureihen, so sieht Porsche-Chef Matthias Müller die Zukunft des Sportwagenbauers. Neben 911, Boxster, Panamera und Cayenne scheint noch Platz für drei weitere Baureihen zu sein. Unterhalb des Boxster sieht Müller ein neues Einsteiger-Modell, einen neuen Volks-Porsche.

Porsche 551 Spyder - der Volks-Porsche

Im Handelsblatt wird er zitiert mit den Worten: "Im Porsche-Museum steht der 550 Spyder, der erste reinrassige Rennsportwagen von Porsche. Der gefällt mir und ich kann mir gut vorstellen, dass wir unsere Kundschaft mit einer modernen Variante des berühmten James-Dean-Porsche überraschen. Das darf kein Retro-Auto sein. Aber ein kleiner offener Zweitürer würde uns guttun. Müller fasziniere die Idee, eine technische Legende wieder zum Leben zu erwecken,. "Der leichte und wendige 550 Spyder ist Porsche pur. Ein attraktiver Preis wäre für neue Zielgruppen sehr interessant."

2015 könnte das Modell, wenn Vorstand  und Aufsichtsrat zustimmen, als Mittelmotor-Roadster auf den Markt kommen.

Planspiele zwei und drei: Porsche Pajun und 959

Auf der anderen Seite der Modellplaette sieht Müller den zweiten Zuwachs. In Anlehnung an den Porsche 959 aus den 80er Jahren hält er einen Luxussportler der absoluten Oberklasse für denkbar. "Für ein Modell in dem Preissegment von 400.000 Euro sehe ich gute Chancen", sagte er. Nummer drei der neuen Baureihen wäre dann nach Aussage von Müller ein kleiner Panamera, der in Anlehnung an den Cajun (Cayenne Junior) unter "Pajun" firmiert könnte.

Panamera wird ausgebaut

Jedoch erst mit der zweiten Generation des großen Porsche, die 2015 debütiert, erweitern zusätzliche Karosserievarianten das Angebot. Nicht nur nach unten, sondern auch nach oben wird die Baureihe Panamera noch weiter ausgebaut. 2012 kommt eine im Radstand verlängerte Version, die speziell auf den chinesischen Markt zugeschnitten ist und auch nur dort angeboten werden soll. Zudem soll der Diesel im Porsche Panamera an Leistung zulegen.

Dabei handelt es sich voraussichtlich um einen neuen Ableger des V6-TDI von Audi, der über 300 PS leisten soll. Derzeit wird auch der Einsatz des V8-TDI geprüft, der allerdings mehr Platz im Bug beansprucht. Zeitgleich wird die Optik des Viertürers überarbeitet. Der Panamera soll künftig schlanker wirken und 150 Kilogramm Gewicht verlieren. In der Planung befinden sich zudem ein Panamera Coupé, ein davon abgeleitetes zweitüriges Cabrio sowie ein viertüriger Shooting Brake.

Baby-Cayenne kommt  2013

Der kleine Bruder des Cayenne, soll noch 2013 debütieren. Der unter dem Arbeitstitel Cajun geführte SUV kommt als fünfte Baureihe und wird in Leipzig gefertigt. Die technische Plattform liefert der Konzernbruder Audi Q5. Jährlich peilt Porsche einen Absatz von rund 60.000 Fahrzeugen des neuen Geländewagens an. Neben Benzinmotoren wird es den Cajun somit auch mit Dieselantrieb geben. Der Einstiegspreis dürfte bei rund 40.000 Euro liegen.

Neuer Boxster, neuer Cayman, neuer 918 Spyder

Grünes Licht für den Porsche 918 Spyder hat der Aufsichtsrat schon Ende Juli 2010 gegeben. Der Marktstart des Supersportwagens ist Ende 2013. Damit legen die Zuffenhausener einen legitimen Nachfolger des Carrera GT auf, der allerdings nur in einer Kleinserie von 918 Fahrzeugen zum Stückpreis von rund 770.000 Euro zu haben sein wird.

Und im Frühsommer 2012 startet die Neuauflage des Boxsters, Anfang 2013 folgt der neue Cayman. Für beide Modelle befindet sich ein neuer Vierzylinder-Boxermotor in der Entwicklung, der aus 2,5 Liter Hubraum plus Turboaufladung bis zu 365 PS liefern soll.

Neuer Porsche 911 zur IAA

Den Auftakt zur Modelloffensive bei den Zuffenhausenern bildet die Neuauflage des Porsche 911, der als Typ 991 auf der IAA seine Premiere feierte. Bei der Linienführung bleibt sich die Porsche-Ikone weitestgehend treu. Die größte Änderung betrifft den Radstand, der um satte 100 Millimeter zugelegt hat. Das gibt mehr Platz im Fond und hilft bei der Verbrauchseinstufung in den USA, die sich unter anderem am Radstand orientiert. Das neue Porsche 911 Cabrio soll im März 2012 nachgereicht werden.

Die Direkteinspritzer-Boxermotoren mit 3,4- und 3,8-Liter Hubraum erhalten Start-Stopp-Systeme und sollen durch weitere Optimierung bei einer Leistung von 350 respektive 400 PS bis zu 12 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen. Zu den Händlern rollt der neue Porsche 911 erst ab dem 3. Dezember. Bestellbar ist er allerdings schon jetzt. Die Preise betragen 88.037 Euro für den 911 Carrera und 102.436 Euro für den 911 Carrera S.

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Uli Baumann

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