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Porsche-Zukunft

Mit VW soll Porsche kräftig wachsen

Foto: dpa 76 Bilder

Der Sportwagenbauer Porsche soll unter dem Dach von Europas größtem Autobauer VW in den nächsten Jahren kräftig wachsen. Die Stückzahlen könnten um 50 Prozent auf 150.000 Sport- und Geländewagen gesteigert werden, sagte der neue Porsche-Chef Michael Macht am Montag (17.8.) im Stuttgarter Wirtschaftspresseclub.

18.08.2009

"Wenn es uns gelingt, eine fünfte Baureihe zu positionieren, dann ist eine Zahl wie 150.000 nicht aus der Welt." VW-Chef Martin Winterkorn sagte, Potenzial gebe es zum Beispiel in China und Indien. Details zu den Planungen nannten beide Manager nicht.

Porsche muss über Volumina sprechen

"Wenn wir die Marke Porsche auf der Welt noch mehr verbreiten wollen, dann müssen wir irgendwann über Volumina sprechen", sagte Winterkorn. Porsche-Chef Macht betonte: "Es gibt eine ganze Reihe von Ideen." Zunächst müsse aber auch Porsche die Absatzeinbrüche in den Griff bekommen. Im Ende Juli abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 habe Porsche bei den Verkäufen einen Einbruch von 25 bis 30 Prozent verkraften müssen. Trotzdem sei beim operativen Geschäft mit Sportwagen (Porsche AG) die Umsatzrendite zweistellig, sagte Macht. Er hoffe, dass die "Durststrecke" bis Weihnachten vorüber sei. Dann könne der Blick nach vorn gerichtet werden.

Bei der Jagd auf den weltgrößten Autohersteller Toyota gibt Winterkorn mit Porsche an seiner Seite massiv Gas. Der Konzern aus VW und Porsche werde zum weltgrößten Autobauer, "vielleicht sogar ein bisschen früher als 2018", sagte Winterkorn. VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch sagte: "Die Kapazitäten, die wir heute haben, reichen im Leben nicht aus, um die Stückzahlen zu produzieren, die wir 2018 ausliefern wollen." In den nächsten Wochen solle ein umfassendes Programm zur Erweiterung der Kapazitäten in China entschieden werden. Details dazu nannte Pötsch nicht.

VW will schnelle Verschmelzung mit Porsche

In den nächsten vier Wochen sollen die Einzelheiten des bis spätestens 2011 geplanten Zusammengehens von VW und Porsche ausgearbeitet werden und in sogenannte Durchführungsverträge gegossen werden, sagte Pötsch. "Wir wollen die Verschmelzung zum frühestmöglichen Zeitpunkt", sagte der VW-Finanzchef. Die finanzielle Stabilität von VW dürfe aber "zu keinem Zeitpunkt" gefährdet werden. Wie der Konzern künftig heißen soll, ist nach Angaben von Winterkorn noch nicht entschieden.

Das Emirat Katar wird dritter VW-Großaktionär neben der Familie Porsche/Piëch und dem Land Niedersachsen. Der Einstieg von Katar "ist für Porsche unter dem Strich positiv", sagte Pötsch. Das reiche Emirat erwirbt zehn Prozent an der Porsche Automobil Holding SE und kauft Porsche einen Großteil seiner Optionen auf VW-Aktien ab. Porsche hatte sich bei der geplanten Übernahme von VW massiv verhoben und einen Schuldenberg von mehr als zehn Milliarden Euro angehäuft.

"Die Optionen waren in der jetzigen Situation eine Risikokomponente", sagte Pötsch. Diese sei nun aus der Welt. Nun werde gemeinsam mit den Banken die finanzielle Zukunft von Porsche für die Zeit bis zur Verschmelzung der beiden Unternehmen auf feste Beine gestellt.

Auf die Frage, ob VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch auch künftig im Amt bleiben werde, sagte Pötsch: "Er wirkt nicht amtsmüde." Winterkorn sagte, er begrüße, dass die Familien auch künftig eine wichtige Rolle bei VW spielen. "Wir müssen versuchen, die Familie auch an unserem Geschäft teilhaben zu lassen", sagte der VW-Chef. Auch die Nachfolgegenerationen sollten in den Konzern eingebunden sein und als Aufsichtsräte aktiv sein.

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