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Portfolio Gaukler Studios

Linien, Liebe, Lichtgestalten

Foto: Gaukler Studios 6 Bilder

Der Stuttgarter Auto-Fotograf Hans-Peter Gaukler liebt Oldtimer. Ein Besuch im Studio, ein Blick ins Album und ein paar Worte über die Leidenschaft der ganzen Mannschaft.

13.02.2009 Malte Jürgens Powered by

In jener Nacht, in der vor 15 Jahren alles begann, machte es sich Hans-Peter Gaukler im geräumigsten Schlafzimmer von Stuttgart bequem. Mit dabei: eine Luftmatratze, eine Zigarre und ein wohltemperiertes Fläschchen Bordeaux.

Mit dem Silberpfeil begann es

"Mercedes-Rennleiter Norbert Haug ließ mir den W 196-Rennwagen von 1954 in mein großes Studio stellen, damit ich zum Wiedereinstieg von Mercedes-Benz in die Formel 1 ein paar Bilder auch vom damaligen Weltmeister-Rennwagen mache", erinnert sich Gaukler. "Die Linien des Monoposto haben mich dermaßen fasziniert, dass ich den ganzen Abend lang den historischen Silberpfeil ansah und dann auf der Luftmatraze daneben übernachtete. Am nächsten Morgen begannen wir zu fotografieren."

Klassische Automobile dienten dem Foto-Profi bis dahin nur als blecherne Kulisse. Gaukler arbeitete damals auch für die Hochglanz-Magazine Playboy und Penthouse, und deren Art-Direktoren fanden den Kontrast zwischen einem Auto, das schon Klassiker war und einem leichtbekleideten Mädel, das erst noch klassisch werden wollte, sexy, zeitgemäß und hinreißend.

"Seit der Nacht mit dem Silberpfeil", sagt Gaukler, "hat sich mein Verhältnis zu klassischen Autos geändert. Mir fiel plötzlich die Formensprache bei den Oldtimern viel stärker auf, das Analytische in den Linien, die spannenden Wölbungen im Blech, das Spiel zwischen den Formen der Karosserie und den Fensterflächen, die Proportionen, die damals ganz anders waren als heute."

Zehn autoverrückte Mitarbeiter setzen die Fahrzeuge ins rechte Licht

Mit seiner Leidenschaft ist Gaukler nicht etwa allein auf weiten Fluren. Das Studio wird einmal sein Sohn Sascha weiterführen, der heute bereits voll mitarbeitet im oft hektischen Betrieb moderner Auto-Fotografie, von Messe-Auftritten bis hin zur aktuellen Rennserie DTM. Und Benjamin, jüngster Spross der Familie, absolviert im Studio gerade seine Ausbildung - zum Fotografen, natürlich. Über die Motivation seiner zehnköpfigen Studio-Mannschaft braucht sich Gaukler kaum den Kopf zu zerbrechen: Die Belegschaft hängt am Thema Auto mit der gleichen intensiven Leidenschaft wie der Senior-Chef und seine Junioren.

Zum Entspannen geben sich Vater und Sohn gerne mal eine Oldtimer-Rallye wie die Bosch Boxberg Klassik. Das jedoch eher zum Fotografieren denn zum Fahren: Im Boxberger Testgelände herrschen für professionelle Fotografen nämlich Bedingungen fast wie in einem riesigen Freiland-Studio, mit gewaltigem Kran über der Steilkurve, mit Car-to-car-Shootings und allem, was das Herz eines Künstlers beim Mischen von Licht und Linien, von Ausschnitt und Action höher schlagen lässt.

Klar, dass Gaukler die hoch auflösenden elektronischen Negative selbst weiter verarbeitet. Die Brillanz der Abzüge überstrahlt jede Wiedergabe per Bildschirm oder Beamer. Die Preise für ein bereits fertiges Bild aus der umfangreichen Gaukler-Collection - Oldtimer-Fans können auch eigene Bilddaten zum Übertragen auf das hochfeine Leinen übermitteln - sind noch nicht dem zu unvermuteten Höhenflügen neigenden Kunstmarkt angepasst: Ein Original kostet im Format 80 x 60 Zentimeter 190 Euro. Das größte Format, 140 x 100, liegt bei 480 Euro.

Eine kleine Auswahl von Gaukler- Motiven zeigt dies Portfolio. Die ganze Fülle gibt es im Internet unter www.gaukler-studios.de

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