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Premiere Skoda Yeti

Der Yeti Lebt!

Skoda Yeti 11 Bilder

Stand Bergsteiger Reinhold Messner dem Yeti im Himalaya tatsächlich gegenüber? Oder ist das Tier mit den riesigen Füßen nur ein Fabelwesen? Egal. Als Skoda seinen Yeti vor kurzem raus ließ, trat er gleich doppelt auf: Der eine schwitzte unter haarendem Webpelz (4wf-Autor Andreas Leue), aber mit zwei hübschen Hostessen im Arm. Der andere strahlt in fusselfreiem Aquablau-Metallic und krallt sich mit seinen 17-Zöllern auf einem künstlichen Felsblock fest. Der Yeti lebt!

01.05.2009 Powered by

Der Yeti kommt wie sein Wolfsburger Rudelbruder VW Tiguan ausschließlich als Fünftürer. Die Pläne für einen Dreitürer, der sich in Pick-up oder Cabrio verwandeln lässt, sind vom Tisch. Ob endgültig, entscheiden die Kunden. Kann ja sein, dass die – auch für gewerbliche Zwecke – irgendwann nach einem clever klein gestutzten Pendant zum großen VW Allrad-Pick-up (siehe „Der Eisbrecher“ ) rufen.

Doch schon der Fünftürer steht richtig gut da: Die Front mit den großen Zusatzscheinwerfern links und rechts vom breit gefächerten Lamellengrill gleicht der früheren Studie fast eins zu eins. Zehn Zentimeter mehr Länge lassen den fertigen Yeti jedoch kombiähnlicher wirken. Weitere sichtbare Änderungen: Die Dachreling wächst nicht mehr aus der A-Säule, ringsum laden solide Türgriffe zum Anpacken ein. Doch das freche Heck ist weg. Schade! Die Rückleuchten wurden eingekürzt, der handhoch im Stile amerikanischer Offroader eingeprägte Markenname musste dem üblichen Markenlogo weichen.

Der Innenraum gibt sich gegenüber der Studie ebenfalls gezähmt: Fünf statt vier Plätze, die hinteren drei Einzelsitze (!) sind längs verschiebbar, können zusammengeklappt und mit wenigen Handgriffen auch ausgebaut werden. Das schafft ein Ladevolumen von maximal 1760 Litern. Die kantige Form samt fast senkrecht stehender Seitenscheiben führt insgesamt zu einem überzeugenden Raumeindruck. Lange Lulatsche können vorn wie hinten den Kopf ganz nach oben schrauben. Cockpit sowie übriges Interieur stellen klar: Hier rollt noch in diesem Sommer ein sehr attraktiver Konkurrent auf Nissan Qashqai & Co. zu. Ob der Yeti wie sein Namensgeber auch echte Berge erklimmen kann? Das Zeug dazu hätte er.

Denn obwohl Skoda mit dem Yeti Neuland befährt, ist der Acker für die zweite Allrad-Baureihe der Tschechen (den Octavia gibt es ebenfalls mit 4x4-Antrieb) gut vorbereitet: Technisch bedient sich der 4,20 Meter lange Tscheche zum Teil der gleichen Komponenten wie der etwas größere VW Tiguan. Das bedeutet permanenten Allradantrieb mit Haldex-Kupplung zur bedarfsgerechten Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Alle Yeti-Motoren, egal ob Benziner oder Diesel, haben Turbolader. Als Basis bietet Skoda die Kombination 1,2-Liter-TSI-Benziner mit 105 PS plus Frontantrieb. Darüber rangiert der alle vier Räder antreibende 1,8-Liter-TSI mit 160 PS. Alternativ dazu kommen Zweiliter-Common-Rail-Diesel zum Einsatz. Die Selbstzünder sind in drei Leistungsstufen mit 110, 140 und 170 PS angekündigt.

Die beiden stärkeren Ölbrenner bleiben artgerecht an Allrad gebunden, der mit 110-PS kann auch nur als Fronttriebler geordert werden. Die Kraft fließt bei Basis-Benziner und Diesel über ein Fünfgang-Schaltgetriebe zu den Rädern, die anderen Triebwerke haben dafür ein Zahnradpaar mehr. Gegen Aufpreis kommen Direktschaltgetriebe mit mindestens sechs Gängen zum Einsatz. Eine Untersetzung oder spezielle Differenzialsperren zum besseren Klettern im Gelände wird es hingegen nicht geben. Trotzdem soll sich der Yeti dort „als Wolf im Schafspelz“ beweisen. Wir werden ihm sobald als möglich Gelegenheit dazu geben! Bedeckt hält sich Skoda noch bei den Preisen, auch die genauen Umfänge der geplanten drei Ausstattungslinien werden erst festgelegt. Der letzte Akt zum wahren Leben – warten wir ihn ab.

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