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Probe Fahren: Mercedes-Benz 220 E

Nur Aluräder hat er nicht

Mercedes-Benz 220 E Foto: MPS

Mercedes-Benz 220 E, EZ 3/1993, 2. Hand, 2199 cm3, 150 PS

23.01.2012 Alf Cremers Powered by

Dieser Mittelklasse-Daimler der alten W-124-Schule wirft zwei Fragen auf: Winterauto oder Youngtimer? Geschrubbter Kilometerfresser oder gepflegtes Langstreckenauto?

Nach einer gründlichen Inspektion würden wir für einen Youngtimer plädieren, der sich künftig im sommerlichen Schongang seiner Viergang-Automatik bewegen könnte. Laufleistungen waren bei Mercedes ja immer schon sehr relativ, und so sind die satten 289 766 km bei durchgestempeltem Kundendienstheft niedriger zu bewerten als 180 000, bei denen die letzten Hunderttausend ohne die begehrte blaue Sorglos-Schmuckfarbe blieben.

Die Probefahrt bleibt ohne Befund, keine verdächtigen Geräusche, der betont sparsame Vierventil-Vierzylinder vom Typ M 111 springt sofort an, läuft auf Anhieb rund und beschleunigt ohne Löcher, ein Vorgang, der von weichen Schaltvorgängen begleitet wird. Rost ist beim 124er stets ein Thema, dieser setzt ein wenig Braun vorn unter den Blinkergehäusen an. Ach ja, da wäre noch was: Es gibt 26 zum Teil sehr teure Sonderausstattungen sowie die schöne Farbe Perlblau-metallic.

  • Pro: Ausstattungswunder, lückenlose Wartung, sehr gepflegter Originalzustand. TÜV/AU neu
  • Kontra: Geringfügige Rostansätze, hohe Laufleistung, Preis absolut am Limit
  • Fazit: Zustand und Wartungsnachweise mildern die Laufleistung, hart verhandeln


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