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Profitabel in drei bis fünf Jahren

Opel-Händler glauben an Opel-Zukunft

Opel-Autohaus Foto: Opel

Die europäischen Opel-Händler sehen den Autobauer trotz der Absatzkrise und der Turbulenzen an der Unternehmensspitze auf einem guten Weg.

19.07.2012 dpa

Er schätze die Situation des Herstellers optimistisch ein und erwarte in einigen Jahren wieder Gewinne, sagte der Vorsitzende des europäischen Opel-Händlerverbands Euroda und Opel-Aufsichtsratsmitglied Jaap Timmer dem Internet-Portal "Kfz-Betrieb Online": "Das Wichtigste für einen Automobilhersteller sind seine Produkte - diese sind bei Opel gut und es kommen noch bessere. Wenn wir im nächsten Jahr die Lücke bei Motoren geschlossen haben können wir uns mit allen messen."

Opel steht viel Arbeit bevor

Die kriselnde Adam Opel AG baut ihren Vorstand derzeit radikal um und verschlankt die mittlere Führungsebene. Erst am Mittwoch hatte das Unternehmen unter anderem die Trennung von Entwicklungschefin Rita Forst mitgeteilt. Forst wird vorgeworfen, die Antriebe zu langsam modernisiert zu haben.

Im mittleren Management sollen in den kommenden Monaten bis zu 500 Jobs wegfallen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Das Unternehmen kommentierte zwar die Zahl nicht, erklärte aber: "Opel will die Bürokratie im Unternehmen reduzieren. Die Führungsstrukturen sollen verschlankt und effizienter gestaltet werden." Das hatte auch Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug erst kürzlich gefordert: "Wir brauchen weniger, aber bessere Manager."

Opel fährt seit 1999 regelmäßig Verluste ein, nur 2006 gelang auf Jahressicht ein Gewinn. Unter dem Strich verlor die US-Mutter General Motors (GM) in zehn Jahren fast 11 Milliarden Euro in Europa. Auch in diesem Jahr wird ein dickes Minus erwartet. Der Absatz in der EU brach im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 458.000 Fahrzeuge ein - der Gesamtmarkt verlor nur 6,8 Prozent.

Timmer ist dennoch zuversichtlich, dass der Autobauer seine Probleme bald in den Griff kriegen wird: "Keiner kann sich leisten, nur Verluste einzufahren. Deshalb muss Opel nachhaltig profitabel werden." Das sei zwar bislang nicht gelungen, aber inzwischen stünden alle Signale auf grün: "Es muss noch viel Arbeit geleistet werden, aber wir wissen wenigstens welche."

So müsse Opel wieder mehr Fahrzeuge verkaufen und die Kosten senken, etwa im Einkauf. Die Bürokratie müsse abgebaut werden. Mitarbeiter müsse man aber nicht unbedingt entlassen, sagte Timmer: "Ich gehe davon aus, dass es etwa drei bis fünf Jahre dauern wird, bis Opel wieder auf der Erfolgsspur ist." Einstweilen habe GM genügend Geld, um die Verluste von Opel zu stemmen: "Allerdings schreibt Opel ständig Verluste und das kann sich kein Unternehmen leisten."

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