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Projekt Nürburgring 2009

Die Rennstrecke wird zum Erlebnisareal

Nürburgring 2009 Foto: Hersteller 33 Bilder

Bestandssicherung am Nürburgring: 2009 wird die Traditionsrennstrecke um ein ambitioniertes Freizeit- und Businesszentrum erweitert. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit werden die Einweihungsfestlichkeiten am 9. Juli 2009 beginnen.

23.06.2009 Marcus Schurig Powered by

Große Dinge geschehen am Nürburgring. Der Wandel vom schlichten Rennstreckenbetrieb hin zu einem Freizeit- und Entertainmentpark mit Kongresshotel und zahllosen Business-Facilities für Großveranstaltungen wird das Gesicht des Nürburgrings nachhaltig verändern - stärker als sämtliche Strukturmaßnahmen der letzten Jahrzehnte.

Offizielle Einweihung am Deutschland-GP am 12. Juli 2009

Der Startschuss für die Umbaumaßnahmen erfolgte vor anderthalb Jahren, im Sommer 2009 ist es dann so weit: Die beeindruckenden Gebäude mit neuer Haupttribüne werden anlässlich des Deutschland-GP am 12. Juli 2009 offiziell eingeweiht. Für den Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz, geht es darum, die Zukunft aktiv zu gestalten und für den Nürburgring neue Geschäftsfelder zu erschließen, um die Zukunft der Region und des Nürburgrings zu erhalten und auszubauen.

Projekt Nürburgring 2009: Die Rennstrecke wird zum Erlebnisareal 8:52 Min.

Haupttribüne für über 5.000 Zuschauer
 
Die Eckdaten des Großprojektes sind Schwindel erregend - in zwei Jahren wurden unzählige Tonnen Erde bewegt, die alten Tribünen an der Start- und Zielgerade abgerissen und neue Haupttribünen mit einem Fassungsvermögen von über 5.000 Zuschauern errichtet. Die Gesamtkosten des "Nürburgring 2009" genannten Umbaus belaufen sich auf 252 Millionen Euro. Durch die Ergänzung in Richtung Freizeitpark und Businesszentrum sollen die heutigen Besucherzahlen von zirka zwei Millionen Menschen auf über 2,5 Millionen Besucher pro Jahr gepusht werden.
 
Bisher reisten Gäste aus der ganzen Welt an den Nürburgring und besuchten dabei 100 Motorsport-Veranstaltungen pro Jahr sowie rund 200 weitere Events wie beispielsweise die Konzertveranstaltung Rock-am-Ring. Eine breit angelegte Studien hatte ergeben, dass das Potenzial, noch mehr Menschen in die Eifelregion zu locken, im Umfeld des Nürburgrings durchaus vorhanden ist: Gut 28 Millionen Menschen leben in der Rhein-Main-Region sowie im Ruhrgebiet - meistens nur zirka zwei Fahrstunden entfernt vom Nürburgring. Dieses Potenzial will die Nürburgring GmbH nun mit dem Freizeitpark besser ausschöpfen.
 
Ganzjähriges Freizeit- und Businesszentrum

 
Wichtig ist auch der Aspekt, dass der Nürburgring verstärkt eine ganzjährige Auslastung sicherstellen will, während der Rennstreckenbetrieb auch auf Grund der klimatischen Bedingungen in der Eifel bestenfalls unter das Stichwort saisonales Geschäft fällt. Mit der erweiterten Positionierung vom reinen Rennstrecken-Betreiber hin zu einem ganzjährigen Freizeit- und Businesszentrum sollen sowohl die Bedürfnisse bestehender Kunden aus Industrie, Rennsport und Touristik befriedigt als auch neue Zielgruppen erschlossen werden.

Hinter den Haupttribünen entsteht ein Freizeit- und Themenpark
 
Die eigentliche Zukunft des neuen Nürburgrings startet somit genau genommen also erst hinter den Haupttribünen - dort, wo der neue Freizeit- und Themenpark entsteht. Auf einer Länge von über einem halben Kilometer befinden sich ein Boulevard entlang der Start- und Zielgeraden, der die Marken-Erlebniswelten führender Automobil-Hersteller und Zubehör-Spezialisten beherbergt, sowie der neue Indoor-Themenpark Ring-Werk, die Ring-Arena sowie ein Event-Center.
 
Die 350 Meter lange Flaniermeile breitet sich auf einer Fläche von 42.000 Quadratmetern aus. Mit dem neuen Ring-Werk entsteht ein eigener, 15.000 Quadratmeter großer Indoor-Themenpark, eine Mischung aus Science-Center, Museum und Erlebniswelt rund um das Thema Nürburgring und Motorsport. Die Macher erwarten eine Verweildauer pro Besucher von vier bis fünf Stunden. Die historische Ausstellung bietet einen einzigartigen Ausflug in über acht Jahrzehnte Motorsport auf dem Nürburgring.
 
Eine umfassende Sammlung zum Nürburgring
 
Wertvolle Exponate wie der originale Mercedes Silberpfeil aus dem Jahr 1956 lassen nicht nur das Herz von Oldtimer-Fans höher schlagen. Dazu kommen Informationen, Text- und Bilddokumente aus den jeweiligen Jahrzehnten, aufbereitet in der umfassendsten digitalen Sammlung, die je zum Nürburgring erstellt wurde.
 
Ein weiteres Highlight des Ring-Werks: In einem riesigen Erlebniskino tauchen die Besucher in das legendäre und faszinierende 24h-Rennen ein und werden so selbst zum Mitglied eines Rennteams. Polarisierte Brillen und digitale 3D-Filmtechnik der neuesten Generation machen es möglich. Dabei hebt der Besucher in die vierte Dimension ab. Wenn zum Beispiel die Motoren starten, beginnt der Kinositz zu beben.

Im Ring-Racer bis 217 km/h beschleunigen
 
Neben dem Welcome-Center und einem Kongress-Zentrum mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1.500 Personen für Firmenveranstaltungen dürfen sich die Adrenalin süchtigen Besucher über ein ganz besonderes Schmankerl freuen: Der Ring-Racer ist ein ultramoderner Coaster und obendrein der schnellste auf der Welt. In 2,5 Sekunden beschleunigt der Coaster von null auf 217 km/h, die Fahrt dauert 70 Sekunden. Der Ring-Racer schlängelt sich dabei spektakulär zwischen den Haupttribünen, der Grand Prix-Strecke und dem Boulevard hindurch.
 
Nach anderthalbjähriger Bauzeit öffnet der Freizeitpark im Juli seine Pforten. Durch die Ausbaumaßnahmen am Nürburgring erhöht sich die Anzahl der Nürburgring-Mitarbeiter auf über 1.000. Zusätzliche Übernachtungskapazitäten stehen ab Sommer im Lindner Congress & Motorsport Hotel, im Lindner Ferienpark Nürburgring (Drees/Eifel) sowie im Eifeldorf Grüne Hölle in direkter Nähe zur Rennstrecke bereit.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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