Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Promis und blaues Blut in alten Rennern

Foto: www.bresciafoto.it

Auf der mondänen, unterhaltsamen Bühne werden VIPs jeder Art und Herkunft erwartet. Sammler, Liebhaber des zeitlosen Automobils, Geschäftsleute, Industriekapitäne und Medienmagnaten haben ihre Teilnahme an den so tief empfundenen Feierlichkeiten massiv gebucht.

09.05.2007 Powered by

Für die "Businessmen" gehören Worte wie Budget, Marketing und Business Plan zu einer Unternehmenssprache, die für wenige Tage beiseite gelegt wird. Die Motorleidenschaft und das Herz für elegante Linien lassen sich nicht unterdrücken. Brescia und der Rote Pfeil stellen unwiderstehliche Attraktionen sowohl für die Protagonisten im Rennen als auch für alle dar, die am Fest als Zuschauer und in Nebenrollen teilnehmen.

Groß ist die Erwartung, Peter Kraus am Steuer des 1936er Jaguar SS 100 (Nr. 82) zu sehen. Der Wahlschweizer ist in Deutschland als Fernsehstar in Unterhaltung und Schlager sehr bekannt, seine Aura von Berühmtheit ist mit Adriano Celentano in Italien zu vergleichen.


Einer der 300 SL "Gullwing" des offiziellen Mercedes-Benz-Teams wurde dem Fahrer Gerard Kleisterlee, Präsident von Philips Electronics, anvertraut. Copilot ist der Holländer Bram Schot, der seit vergangenem September Präsident und Geschäftsführer von Daimler-Chrysler Italia ist.


Das Präsidentenauto des italienischen Automobilclubs ACI ist bereits erprobt: Es handelt sich um den Triumph TR 3 von 1957 (Nr. 167), mit dem Giacomo Bontempi, Präsident des ACI Brescia und Schirmherr der Mille Miglia, und Franco Lucchesi, Landespräsident des ACI, an den Start gehen. Hinter ihm fährt der Renault 4CV von 1955 (Nr. 168) - im Innenraum Regionalratsmitglied Margherita Peroni, die mit ihrem Mann Pierangelo Bersini als Zeitgeber und Wegweiser nicht die erste Freccia Rossa mit exemplarischem Coubertinschem Geist austrägt.

Auch für Friedrich-Walter Dauphin ist es nicht die erste Mille Miglia, und mit dem Porsche 1500 GS Carrera (Nr. 186) will der deutsche Industrielle nicht nur der Ehre halber teilnehmen, sondern einen Platz im Klassement erobern. Das gleiche Ziel verfolgt Erich Hilmar von Baumbach Junior, Verwaltungsratsmitglied des Pharmariesen Boehringer Ingelheim, der diesmal den Porsche 550 RS (Nr. 191) gewählt hat.

Zum dritten Mal dabei ist der Industrielle Alberto Bombassei aus Bergamo, Vizepräsident der Confindustria und Sponsor des Events mit der bekannten Marke Brembo: Er steuert den Jaguar SS 100 von 1937 (Nr. 124).

Fast vollständig ist die Familie des Finanziers Emilio Gnutti dabei: Vater Chicco, Präsident von Hopa, mit seiner Ehefrau Ornella Pozzi im Ferrari 375 MM (Nr. 154), während Sohn Thomas mit seiner Ehefrau Silvia Savoldi im Ferrari 225 S von 1952 (Nr. 153) auf einen Platz unter den ersten hofft.

Eine andere Familie gönnt sich eher das Vergnügen: Es handelt sich um Vater Enzo Cibaldi, Geschäftsführer von Estral, im Osca MT4 1450 aus dem Jahr1953 (Nr. 231), und seinen Sohn Michele am Steuer des 1948er Gilco 1100 Sport (Nr. 175).

Der Brescianer Industrielle Leonardo Bossini, Sponsor der Mille Miglia, lenkt den Jaguar XK 140 von 1954 (Nr. 156). Zu den ersten, die die Teilnahme an der Mille Miglia 2007 beantragt haben, gehört eine namhafte Gruppe von Finanziers und Unternehmern wie Jürgen Großmann von der Georgsmarienhütte GmbH, dem bekannten multinationalen Konzern im Stahl- und Aluminiumsektor, Armando Vincoli am Steuer des Jaguar 100 SS von 1938 (Nr. 119), Marco Mattioli, Generaldirektor von MA-FRA, Sponsor der Freccia Rossa, am Start im 1955er Alfa Romeo 1900 Super (Nr. 187) mit Navigator Wolfgang Egger, einem bekannten Designer des Stilzentrums Alfa Romeo.

Mit außerordentlicher Leidenschaft nimmt auch Valerio Marinelli, der das Event als Sponsor Metra unterstützt, am Steuer des Osca MT4 2AD 1500 von 1954 (Nr. 160) teil. Vor ihm fährt der leistungsstarke Ferrari 250 Tour de France aus dem Jahr 1957 (Nr. 159) des Brescianer Unternehmers Ettore Lonati, der die Mille Miglia seit diesem Jahr mit der Marke Dinema unterstützt. Im britischen Aston Martin DB 2 von 1951 (Nr. 321) sitzt Gabriele Burgio, einer der namhaften Debütanten, Präsident und Geschäftsführer der bekannten Hotelkette NH Hoteles, seit diesem Jahr Sponsor der Mille Miglia.

Ein anderer Finanzier, der sich in die Menge der Debütanten des Roten Pfeils stürzen will, ist Romain Zaleski, gewichtiger Aktionär der Telefonie-Marke Telecom: Der Unternehmer steuert den Porsche 356 Speedster von 1954 (Nr. 209).

Noch eine Firma teilt das Prestige des Roten Pfeils, nämlich Masini Cantuccini in der Toskana: Vater Marco Masini und Tochter Ilaria bestätigen ihre Teilnahme mit dem Nardi Danese 1500 Sport von 1947 (Nr. 205).

Blaues Blut in meist blauen Autos

Wie jedes Jahr fehlen auch die gekrönten Häupter des Adels aus halb Europa nicht: zum Beispiel Prinz Anton von Liechtenstein im 1928er Bugatti T 35 B (Nr. 53), Prinz Carlo von Bourbon im Bugatti T 35 C von 1928 (Nr. 55).

Einer der meistbeachteten Piloten bei den Tausenden Fans und Medien aus Deutschland im Gefolge der Mille Miglia ist Leopold Prinz von Bayern im BMW 328 von 1939 (Nr. 125). Viel moderner ist der Porsche 356 Speedster aus dem Jahr 1956 (Nr. 233), mit dem zum ersten Mal Prinz Bernhard van Oranje teilnimmt.

Die niederländische Staffel bei der Freccia Rossa ist dieses Jahr wirklich zahlreich, sie zählt 14 Teams. Bei seiner zweiten Mille Miglia finden wir mit der Startnummer Nr. 372 Scheich Mohamad Thamer Al-Thani, Finanzier aus Qatar in den Arabischen Emiraten, am Steuer eines Allard J2X von 1952. Karl Scheufele Senior von der Marke Chopard, die allen Teams Sammleruhren schenkt, wird von Perez Albert Carreras, Sohn des berühmten Tenors José Carreras, navigiert.


Seit einigen Jahren hat sich die Familie Burani aus der Emilia in die Mille Miglia verliebt: Vater Walter Burani mit dem Ferrari 750 Monza von 1954 (Nr. 218) und Sohn Andrea mit dem Maserati 300 S von 1955 (Nr. 216) gehen über die reine Teilnahme hinaus. Sie kleiden nämlich Teams und Kampfrichter mit den Kollektionen der bekannten Marke, die den Namen der Mutter trägt: Mariella Burani Fashion Group.

Ranghohe Offiziere der Streitkräfte geben sich die Ehre. Admiral Giovanni Vitaloni, Generalstabsleiter der Marine, fährt dieses Jahr ein wertvolles Exemplar des Alfa Romeo 8C 2300 Monza von 1933 (Nr. 123). Der Abgeordnete Filippo Berselli, lange Staatssekretär im Verteidigungsministerium und Unterstützer des Gesetzes zum Schutz der Oldtimer, stellt sich den Tücken der Strecke in einem winzigen Fiat 500 B von 1948 (Nr. 150), dem höchst beliebten Topolino "Blu Ministeriale": Beifahrerin ist seine Tochter Benedetta.

Als Botschafterin für die internationale ehrenamtliche Hilfe für benachteiligte Kinder tritt die in Brescia gebürtige Amerikanerin Sylvia Maria Antonietta Oberti auf: Im Unterschied zu vielen anderen Jahren, als sie die Mille Miglia allein fuhr, lässt sie sich dieses Jahr im 1951er Siata 750 Sport (Nr. 188) von ihrer Landsmännin Susie Croul navigieren.

Aus dem historischen Alfa-Museum kommen zwei außergewöhnliche Fahrzeuge: der Alfa Romeo Disco Volante von 1952 (Nr. 267), besetzt mit der Nachrichtenmoderatorin Francesca Grimaldi im Team mit Rossella Labate, ebenfalls Journalistin von der Zeitschrift Auto d’Epoca, und der Alfa 1900 Sport Spider aus dem Jahr 1955 (Nr. 244). An Bord dieses Fahrzeugs finden wir zwei mit Spannung erwartete Journalisten: Francesco Arcieri, der sich seit Jahren mit der Parlamentspresse beschäftigt, und eine der beliebtesten Fernsehpersönlichkeiten, Franco Di Mare, Sonderberichterstatter und Moderator der RAI. Mit dem gleichen Fahrzeug hatte sich Arcieri im letzten Jahr auf dem 17. Platz von 375 Teilnehmern platziert.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Autokredit berechnen
Anzeige