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Proton verliert Subventionen bei Regierungswechsel

Foto: Foto: Proton 5 Bilder

Der angeschlagene malaysische Autobauer Proton würde bei einem Regierungswechsel in Malaysia seine Subventionen verlieren. Das sagte der de facto-Oppositionsführer Anwar Ibrahim am Mittwoch (20.5.) in Singapur.

21.05.2008

Nach der schweren Wahlschlappe der Regierungspartei hat er ein Misstrauensvotum bis Mitte September im Parlament angekündigt. Nach seinen Angaben gibt es bereits genügend Abgeordnete, die zum Oppositionsbündnis überlaufen würden.

Volkswagen hatte im vergangenen Jahr einen Einstieg bei Proton geprüft. Die Gespräche gingen im November ergebnislos zu Ende. Der Autobauer gilt als ineffizient und wird durch eine Politik, die etwa bei Einstellungen und Zulieferern bestimmte Quoten für die ethnische Mehrheit der Malayen vorschreibt, an einer Verschlankung gehindert. Anwar hat ein Ende dieser Politik angekündigt. Das Unternehmen gilt als Prestigeobjekt und entstand 1983 auf Initiative des damaligen Regierungschefs Mahathir, der aus Malaysia einen modernen Industriestaat machen wollte.

"Ich habe nichts gegen eine Nationalhymne und eine nationale Flagge, aber ein nationales Auto, nur um unseren Nationalstolz zu fördern, das uns zudem zehn Milliarden Dollar im Jahr kostet – darauf können wir glaube ich verzichten", sagte Anwar. "Wir sind Proton gegenüber völlig offen, es werden ausschließlich Marktkräfte (über die Zukunft) entscheiden."

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