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Protoscar Lampo 2 im Fahrbericht

Elektro-Sportler voller Innovationen

Protoscar Lampo 2 Foto: Achim Hartmann 15 Bilder

Protoscar ist eine Schweizer Ideenschmiede, die sich mit Hingabe der elektrischen Mobilität widmet. Der Lampo 2 ist bereits der zweite E-Sportler aus dem Tessin, der gespickt ist mit Innovationen.

18.12.2010 Christian Bangemann

Lampo steht im Italienischen für Blitz. Der Name passt deshalb ideal zum mattgelben Sportwagen, denn er baut auf dem Chassis eines Opel GT auf und fährt elektrisch. Der Blitz im Opel-Signet findet sich also ebenso wieder wie der Blitz, der vor Starkstrom warnt - und stark ist der Protoscar Lampo 2. 300 kW und 640 Newtonmeter entwickelt sein Antrieb, der aus zwei wassergekühlten Elektromotoren besteht, von denen einer die Vorder- und der andere die Hinterräder antreibt.

Protoscar Lampo 2 beschleunigt in nur fünf Sekunden auf Tempo 100

Maximal 200 km/h soll der Protoscar Lampo 2 schnell sein und den Standardsprint aus dem Stand auf 100 km/h in nur fünf Sekunden absolvieren. Auch ohne handfeste Testwerte erscheinen die Angaben glaubhaft. Denn wie der Protoscar Lampo 2 in den Alpen von Kehre zu Kehre schießt, beeindruckt selbst E-Auto-Kenner. Ob es dabei bergauf oder bergab geht, spielt nur eine Nebenrolle, der Kühlerschlund scheint die Straße stets mit Lässigkeit aufzusaugen.

Vier Leistungsstufen lassen sich am Lenkrad abrufen: Im schärfsten Modus springt der Protoscar Lampo 2 förmlich aus dem Startblock, selbst in Eco kaschiert es seine Muskeln nur unwesentlich. Für etwa 200 Kilometer reichen die Reserven der Lithium-Ionen-Akkus mit einer Gesamtkapazität von 32 kWh, wenn man seine Fahrweise in den Cruising-Modus fallen lässt. Bergab kann man aktiv etwas für die Reichweite tun, denn die Intensität, mit der Bremsenergie rekuperiert wird, lässt sich per Knopfdruck vorwählen. Auch hier stehen vier Einstellungen zur Wahl, die von zaghaftem Stoppen bis Bremsfallschirm reichen.

Aktionsradius wird auf den Kilometer genau per GPS mitgeteilt

Was der Akku des Protoscar Lampo 2 noch hergibt, kann in zweierlei Form angezeigt werden. Das zentrale Display informiert über die verbliebenen kWh und die damit mögliche Reichweite. Aber es geht wesentlich anschaulicher, denn der Protoscar Lampo 2 stellt auf seinem Navi-Monitor den Aktionsradius bis auf den Kilometer genau dar. Dabei berücksichtigt er die Topografie der Umgebung. Tatsächlich finden die dafür notwendigen Berechnungen nicht im Auto statt, sondern in einem Computer-Server in der Schweiz, dem der Protoscar Lampo per GPS seinen Standort mitteilt. Dort ist das europäische Höhenprofil abgelegt, und so können energiezehrende Steigungen auf dem Weg des E-Sportlers in die Reichweiten-Kalkulation ebenso einbezogen werden wie kraftspendende Gefällstrecken.

Gleichstrom-Schnellladung verhilft binnen zehn Minuten zu 100 Kilometer Reichweite

Auch bei der Lade-Technik hat der Protoscar Lampo 2 mehr zu bieten als andere E-Mobile. An der Haushaltssteckdose braucht er wie üblich eine Nacht, um seine Speicher zu füllen. Bei Bedarf geht das mit 9,9 kW auch schneller. Bemerkenswert ist aber die Gleichstrom-Schnellladung mit bis zu 80 kW, die ihm binnen zehn Minuten zu 100 Kilometer Reichweite verhilft. Und jetzt kommt der Haken: Der Protoscar Lampo 2 ist ein Einzelstück, lediglich ein fahrendes Labor - wenn auch ein sehr schnelles.

An eine Serienproduktion denken die 14 Mitarbeiter von Protoscar nicht. Es wäre allerdings wirklich verwunderlich, wenn sich nicht einige der blitzgescheiten Details in kommenden E-Mobilen wiederfinden würden.

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