Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

PSA unter Gewinndruck

Foto: PSA

Nach einem Ergebniseinbruch und stagnierenden Verkäufen im vergangenen Jahr will PSA Peugeot Citroën 2006 mit neuen Modellen durchstarten. Die Verjüngung der Modellpalette ermögliche eine "neue Verkaufsoffensive und ein Volumenwachstum", erklärte der größte französische Autohersteller am Mittwoch (8.2.) in Paris.

08.02.2006

Der Gewinn dürfte aber zunächst weiter sinken und sich erst im zweiten Halbjahr erholen.

Der Rabatt-Wettbewerb in Europa, die Verteuerung der Vorprodukte und die Umsetzung der neuen Euro-Abgasnormen drückten 2005 kräftig auf die Margen. So sank der Überschuss um 37,5 Prozent auf 1,029 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis fiel um gut ein Fünftel auf 1,94 Milliarden Euro und brach im Autobereich sogar von mehr als 1,5 Milliarden auf 916 Millionen Euro ein. Mit dem Kauf eigener Aktien für 200 Millionen Euro stieg die Eigenbeteiligung auf 2,39 Prozent.

Obwohl die Zahlen erwartet worden waren, gab die PSA-Aktie um 2,7 Prozent auf 47,86 Euro nach. Analysten erklärten dies mit dem "zu vagen und vorsichtigen Ausblick auf 2006". PSA erwartet die Fortsetzung des Preiskampfes in Europa bei stagnierendem Markt und hat die Gewinnerwartung nicht beziffert.

Der Auto-Umsatz sank um 170 Millionen auf 45,07 Milliarden Euro. Einschließlich des Kredit-, Leasing- und Teilegeschäfts kletterte der Umsatz leicht auf 56,27 Milliarden Euro. Während der Absatz der Marken Peugeot und Citroën um 0,4 Prozent auf 3,39 Millionen stieg, wurde die Produktion von 3,41 auf 3,37 Millionen heruntergefahren, um Lagerbestände abzubauen.

Der Marktanteil in 18 Staaten West- und Mitteleuropas fiel von 14,6 auf 14,3 Prozent. Bei leichten Nutzfahrzeugen wie Lieferwagen blieb PSA mit 18,3 Prozent Marktführer vor Renault (14,6 Prozent). Außerhalb der europäischen Kernmärkte stieg der PSA-Absatz um 17 Prozent auf knapp 1,03 Millionen Fahrzeuge oder 30,4 Prozent der weltweiten Verkäufe. Während Peugeot mit minus 1,6 Prozent beim Absatz ausgebremst wurde, gab Citroën mit neuen Modellen Gas und expandierte um 3,5 Prozent. Das setzte sich im Januar 2006 in Deutschland fort: Citroën legte um 17,6 Prozent zu, Peugeot fuhr mit plus 3,4 Prozent hinterher.

Mittelfristig strebt PSA weiterhin eine Absatzsteigerung auf vier Millionen Autos und eine operative Marge von sechs Prozent an. Im ersten Halbjahr 2006 soll die Marge aber nur "in der Größenordnung des zweiten Halbjahres 2005" liegen. Im Gesamtjahr 2005 war die Marge von 4,4 auf 3,4 Prozent gefallen, wobei der Einbruch nach der Jahresmitte erfolgte. PSA arbeitet mit BMW bei Benzinmotoren und mit Ford bei HDI-Dieselantrieben zusammen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden