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PSA

Wachsen ohne Billig-Auto

Foto: dpa

Der französische PSA-Konzern will im Gegensatz zum Konkurrenten Renault auch in Zukunft nicht ins Billigwagen-Segment einsteigen.

28.08.2007 Harald Hamprecht

PSA-Chef Christian Streiff sagte am Rande eine Fahrvorführung gegenüber auto motor und sport: "Das Low-Cost-Segment ist kein Wachstumsmarkt, nicht einmal in Indien oder Russland. Low-Cost bedeutet immer auch geringe Margen."

Stattdessen will Streiff die Abhängigkeit von PSA vom französischen Markt reduzieren und vor allem in Deutschland wachsen. "Wir wollen in Deutschland einen Marktanteil von jeweils fünf Prozent für Peugeot und Citroen erreichen", sagte Streiff vor Journalisten. Im vergangenen Jahr kam Peugeot in Deutschland auf 3,2 Prozent, Citroen auf 2,4 Prozent. "Zusammen waren es knapp sechs Prozent, ab 2010 sollten es zusammen zehn Prozent werden", kündigte Peugeot-Deutschland Chef Olivier Dardart an.

Unabhängiger vom Heimatmarkt

Seine Abhängigkeit vom Heimatmarkt Frankreich will der Konzern reduzieren. "120.000 unserer weltweit 200.000 Mitarbeiter arbeiten in Frankreich, wir sind ein sehr französischer Konzern", so Streiff. Die Arbeitnehmerzahl in Frankreich werde sich Schritt für Schritt reduzieren, selbst wenn der Konzern seine Produktivitätsziele erreiche. Dabei setzt sich Streiff klare Vorgaben. "Mein Minimum-Ziel zur Steigerung der Produktivität sind fünf Prozent pro Jahr."

Entwicklungszeiten will Streiff drastisch reduzieren. Derzeit arbeite PSA an "einem Pilotprojekt, dass 144 Wochen benötigt - von der Idee bis zu Straße", sagte Streiff. Grund für diese Maßnahme sein, dass die Lebenszyklen von Automobilen immer kürzer werden. "Heute sind es noch sechs Jahre, bald nur noch fünf", so Streiff.

Keine weiteren Partner

Neue Allianzen will PSA nicht eingehen. Streiff: "Wir sind darin schon heute Weltmeister. Wollen wir unsere bestehenden Partnerschaften noch intensivieren? Ja! Wollen wir mehr Partner? Nein!" Die Partnerschaft mit Mini sei ein Beispiel für eine "phantastische Zusammenarbeit", bei der sich die Kosten noch weiter drücken ließen. Eine Ausweitung der Kooperation mit BMW auf Diesel-Motoren sei nicht geplant. "Unser Partner für Diesel ist Ford. Hier stehen weitere Projekte an, über die ich am 4. September mehr erzählen kann."
 
Kommende Woche will Streiff seine Ziele im Rahmen der neuen Strategie "Cap 2010" weiter präzisieren. Einen Markteintritt in Nordamerika wird dabei nicht zu Streiffs Aktionsplan zählen: "Da wartet niemand auf uns."

Die weiteren Themen von auto motor und sport, Heft 19/07, das ab 29.8. im Handel ist:

  • Präsentation Audi A4
  • Werkstätten-Test Fiat
  • Fahrbericht Renault Laguna
  • Erster Test BMW M3
  • Doppeltest Mercedes C 200 CDI gegen Ford Mondeo TDCI

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