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Qualitätsreport

Audi bei Verarbeitung top

Leserumfrage Qualitätsprobleme Foto: Simon Katzer

Entgegen der Behauptungen in Werbung und Prospekten haben Autohersteller immer noch zum Teil erhebliche Probleme in Sachen Qualität. Das geht aus dem aktuellen Qualitätsreport von auto motor und sport hervor.

04.04.2012 auto motor und sport

Orangenhaut-Lack selbst im Premiumbereich und wellige Blechteile, windschiefe Passungen, offenliegende Kabel, ausfransende Stoffteile, scharfe Plastikgrate und zum Teil sogar starker Plastikgestank waren die ärgerlichsten Mängel im aktuellen Qualitätstest der Zeitschrift auto motor und sport. Die Zeitschrift prüfte insgesamt 20 Modelle sechs deutscher und vier ausländischer Hersteller. Untersucht wurden jeweils ein Kleinwagen und ein Mittelklassemodell. In die Untersuchung gingen auch die Ergebnisse des Dekra-Mängelreports und der 100.000 Kilometer-Dauertests von auto motor und sport sowie die Aussagen von 116.000 Lesern der Zeitschrift ein.

Fiat und Peugeot mit Qualitätsproblemen

Wenig freuen über das Testergebnis werden sich die Importeure Fiat und Peugeot: Sie bauen ihre Autos mit Abstand am nachlässigsten zusammen. Die Autos beider Marken weisen zum Teil unsaubere Spaltmaße, schlechte Formqualität des Blechs (besonders bei Fiat) und windschief zusammengebaute Innenräume auf. Immerhin sind bei Peugeot Materialgüte und Lackqualität besser als bei Fiat. Der Panda fällt im Test besonders negativ auf durch seine sehr unangenehmen Kunststoff-Ausdünstungen.

Ganz anders die Qualität beim Testsieger Audi: Sowohl beim Kleinwagen A1, als auch beim A4 stimmt die Qualität in allen Bereichen: Saubere Entgratungen, absolut gleichmäßige Spaltmaße und perfekt eingepasste Verkleidungen zeichnen Audi ebenso aus wie sehr gute Materialien. Leichte Schwächen leisten sich dagegen Mercedes auf Rang 2 und BMW auf Platz 3. Bei der im Test vertretenen Mercedes C-Klasse sind Verarbeitungs- und Lackqualität herausragend. Schwächen zeigt dagegen die Kleinwagentochter Smart mit unsauberen Entgratungen und schlechten Passungen. Bei BMW ist der Dreier ganz hervorragend verarbeitet, leistet sich aber die unverständliche Schwäche lose und offen verlegter Kabel im Motorraum. Der Mini Clubman zeigt Schwächen bei Spaltmaßen sowie eine teils einfache Materialanmutung.

Nicht mehr viel fehlt Volkswagen, um zur Premiumtochter Audi aufzuschließen. VW Up und CC sind sehr gut verarbeitet, Passungen, Lackglanz und Materialverarbeitung sind sehr gut, auf der Rüttelstrecke klappert nichts. Abzüge gibt es allerdings für das schlecht lackierte Innenraumblech beim Up und für den hohen Hartplastikanteil beim CC.

Auf Rang 5 folgt Toyota/Lexus. Die Japaner, einst für ihre Verarbeitungsqualität hoch gelobt, enttäuschen zum Beispiel durch die größten Spaltmaße im Test beim Lexus CT 200h. Auf schlechter Strecke knistert und knarzt das Auto – Hinweis auf unsaubere Verarbeitung. Unschön sind bei beiden Modellen der Materialmix und die Wellen im Leder.

Opel und Ford folgen im Mittelfeld. Opel Insignia und Corsa bilden mit starker Orangenhaut und Farbabweichungen die Schlusslichter in der Lackwertung. Ford ärgert seine Kunden mit billig wirkenden Verkleidungen und unterschiedlichen Spaltmaßen. Auf Rang 8 liegt Kia. Während der Kleinwagen Rio überdurchschnittlich sauber zusammengebaut ist, erreicht der Optima mit seinen schlecht eingepassten Leuchteinheiten und den offen liegenden Kabeln im Kofferraum nur ein unterdurchschnittliches Ergebnis.

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