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Quantum GP 700 mit 710 PS

Track-Tool mit außerirdischem Leistungsgewicht

Quantum GP 700, Trackday, Quantum Performance, Vorstellung Foto: Quantum Performance 13 Bilder

Fans von minimalistischen Sportwagen können sich über Zuwachs freuen: Der Quantum GP 700 leistet 710 PS und wiegt nur 700 Kilo. Damit ist er stärker als ein ganz besonderer Schwede - zumindest aufs Leistungsgewicht bezogen.

03.06.2015 Roman Domes Powered by

Quantum Performance scheint ein großer Fan der Zahl 7 zu sein: Die Australier arbeiteten 7 Jahre an ihrem ersten Projekt, dem GP 700. Ein Tracktool mit 710 PS bei 700 Kilogramm. Ein Leistungsgewicht von mehr als 1 PS pro Kilo - das schafften bisher nur wenige Hyper-Sportwagen ab Werk: Sogar der Koenigsegg One:1 scheitert an der Leistungsgewichts-Vorgabe des Quantum-Projekts.

Stärker als ein Koenigsegg One:1

Der GP 700 von Quantum soll mit seiner Power innerhalb von 2,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen können. Damit liegt der 710-PS-Australier in der Mitte, wenn man ähnlich konzipierte Fahrzeuge als Vergleich heranzieht. Der Ariel Atom V8 mit 482 PS zoomt sich in 2,3 Sekunden auf Landstraßentempo, der KTM X-Bow R mit 300 PS braucht im Triple-Duell ewig erscheinende 3,9 Sekunden.

Um die auf Porsche 918 Spyder-Niveau liegende Beschleunigung zu realisieren, verwendet Quantum einen aufgebohrten Honda-Motor. Das 2,7 Liter große Triebwerk wird von zwei Kompressoren unter Druck gesetzt und leistet 710 PS (700 bhp) bei 7.800/min. Das maximale Drehmoment liegt bei 6.500 Touren an: nämlich 654 Nm. Gekoppelt ist der Motor an ein sequentielles Sechsgang-Getriebe des deutschen Herstellers Holinger. Maximal sind knapp 200 Meilen pro Stunde möglich - etwa 320 km/h.

Quantum GP 700 besteht aus Kevlar und Aluminium

Auch wenn der Quantum GP 700 auf den Fotos recht kompakt aussieht, ist er mit 4,1 Metern fast genauso lang wie ein VW Golf - also alles andere als ein Mini-Racer. Doch im Gegensatz zum Golf wiegt der Quantum-Extremling nur etwa halb so viel. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Das Chassis und der Aufbau des GP 700 bestehen aus Kevlar und Aluminium - Materialien, die bislang hauptsächlich in der Raumfahrt gemischt eingesetzt wurden.

Apropos Raumfahrt: Im Gegensatz zum Space-Shuttle benötigt der Quantum-Supersportler eine Menge Abtrieb, nicht Auftrieb. Insgesamt soll der Anpressdruck das 1,8-fache der Erdanziehungskraft betragen. Mit den speziellen Yokohama R-Spec-Reifen sollen in schnellen Kurven bis zu 2,5 G möglich sein. Wie sich das anfühlt, könnten die Space-Shuttle-Piloten wissen - sie müssen beim Start bis zu 3,0 G aushalten.

Quantum GP 700 kostet dreimal so viel wie ein Ariel Atom

Wie das NASA-Apollo-Programm ist auch der Quantum GP 700 ziemlich teuer. Für die 710 PS bei 700 Kilo werden gut 700.000 US-Dollar (ca. 630.000 Euro) fällig. Ein Ariel Atom V8 ist für weniger als 190.000 Euro zu haben. Eigentlich auch schon teuer, im Vergleich erscheint es hier aber wie ein Schnäppchen. Noch billiger wäre der KTM X-Bow R, er kostet um 80.000 Euro, kann aber im Gegensatz zu Ariel Atom V8 und Quantum GP 700 kein 1:1-Leistungsgewicht bieten, und hat auch sonst eher wenig mit Quantums Lieblingszahl 7 zu tun.

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