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Rabatte

Diese Nachlässe sind aktuell beim Autokauf drin

Aufmacher Rabatte 26/2008

Eigentlich dürfte er kein Ladenhüter sein, der Mercedes CLK. Schließlich ist er nicht gelb mit grüner Lederausstattung. Im Gegenteil: Silber, motorisiert mit dem beliebten Dieselmotor 220 CDI, ausgestattet mit Klimaautomatik, Einparkhilfe und vielen anderen Extras, sollte das Auto eigentlich nicht lange auf dem Hof stehen.

12.12.2008

Doch genau da parkt es seit einem Jahr. Mittlerweile ist die Tageszulassung vom Dezember 2007 nach der Insolvenz eines Kollegen in den Besitz eines bayerischen Mehrmarken-Händlers übergegangen. Der will das gute Stück nun endlich weg haben, bietet das Auto mit einem Neupreis von 48.437 Euro nun für 28.380 Euro an - ein Abschlag von 41 Prozent. Zwar bekommt nicht jede Tageszulassung und jedes Lagerfahrzeug gleich so einen Nachlass, dennoch verdeutlicht das Beispiel die Lage im Autohandel. Vielen Händlern steht das Wasser bis zum Hals. Sie müssen deshalb Autos verkaufen, obwohl sie dabei Geld drauflegen. Warum? Entweder drückt die Zinslast der auf dem Hof stehenden Modelle, oder sie brauchen unbedingt noch unterschriebene Verträge, um ihre Jahresabsatzziele zu erreichen und damit die oftmals lebensrettenden Boni von den Herstellern zu bekommen. So kommt es, dass es derzeit bei fast allen Marken echte Schnäppchen gibt - und zwar keinesfalls nur unattraktive Auslaufmodelle. So bietet ein Händler aus Bayern einen Audi A4 2.7 TDI, neues Modell, mit Automatik und Erstzulassung Juni 2008 an. Die einst 54.300 Euro teure Limousine steht als junger Gebrauchter für 38.800 Euro zum Verkauf - ein Abschlag von 28 Prozent. Ebenfalls im Angebot: der gerade neu eingeführte Skoda Superb mit einem Nachlass von 27 Prozent. Der Vorführwagen mit 1,8-Liter-TFSI ist nur 1600 Kilometer gelaufen.

Neben den zahlreichen Tageszulassungen kommen zudem wieder verstärkt Autos aus anderen EU-Ländern, wo die Märkte noch stärker einbrechen, nach Deutschland. So bietet ein EU-Importhändler einen neuen Citroën C5 1.8 mit Metallic-Lackierung, Klimaautomatik und CD-Radio für 15.190 Euro an. In Deutschland kostet das Modell in Basisausstattung bereits 22.240 Euro. Angesichts solcher Preise klingen die traditionell hohen Nachlässe bei Citroën in Deutschland geradezu läppisch. Beim Vertragshändler bekommt man laut Werbekampagne beim Kauf eines C5 2.000 Euro mehr für seinen Gebrauchten und 500 Euro Bonus. Einzig für Kunden, die ihr Auto nicht kaufen, sondern günstig leasen wollen, sind die Angebote attraktiv. Denn Citroën bietet wie die Schwestermarke Peugeot Privatkunden-Leasing ohne Anzahlung und Zinsen an. Ein Beispiel zum Vergleich: Ein Peugeot 308 HDi FAP 110 zum Neupreis von 21.350 Euro kostet beim so genannten Null-Komma-Nix-Leasing 257 Euro im Monat, bei einer Drei- Wege-Finanzierung werden 341,58 Euro (angenommen wurde ein marktüblicher Zinssatz von 5,99 Prozent) fällig. Wer also plant, das Auto nach drei Jahren nicht behalten zu wollen, fährt mit dem Leasing-Angebot deutlich besser. Wer sich für ein solches Angebot interessiert, sollte möglichst noch in diesem Jahr zuschlagen. Die Herstellerbanken legen für den Handel subventionierte Zinssätze für ein Quartal fest. Da angesichts der Wirtschaftskrise die Refinanzierung auch für Autobanken schwieriger wird, ist zu erwarten, dass die Zinssätze im ersten Quartal 2009 höher angesetzt werden müssen. Wenn es schon auf neu eingeführte Modelle hohe Abschläge gibt, wie steht es dann um die bereits länger am Markt befindlichen? Die Antwort: gut für den Kunden. Ein großer EU-Importhändler bringt gerade 30 Hyundai Tucson mit Nachlässen von bis zu 35 Prozent unter das Volk. Einen solch hohen Rabatt kann man aber auch auf Autos aus dem Bestand eines deutschen Händlers bekommen.

So etwa auf den auslaufenden Renault Mégane 1.6. Den Listenpreis von 18.600 Euro unterbietet ein Berliner Händler um 35 Prozent. Sein Preis: 11.999 Euro. Dass es so nicht weitergehen kann, scheint vielen Herstellern klar zu sein. Marken wie etwa BMW, Mercedes oder Mazda haben die Volumenziele für die Händler um bis zu fünf Prozent heruntergesetzt, um Absatzdruck aus dem Markt zu nehmen. Doch das scheint nicht auszureichen. "Um selbst das nach unten korrigierte Ziel zu erreichen, fehlen uns bis zum Jahresende nicht einige zehn Autos, sondern einige hundert", sagt ein Mazda-Händler. "Für Kollegen mit vielen Flottengeschäften wird es im kommenden Jahr ganz schwer werden“, vermutet der Chef einer großen norddeutschen Handelsgruppe. "Da kommen Leasing-Rückläufer zurück, die mit Restwerten von über 50 Prozent kalkuliert wurden, aber derzeit höchstens 45 Prozent bringen." Die Händler sitzen in der Falle. Stehen die Wagen zu lange auf dem Hof, geht ihnen das Geld aus.

Also bleibt nur der Verkauf zum niedrigen, verlustreichen Preis. Doch wenn junge Gebrauchte mit hohen Nachlässen verkauft werden, müssen die Verkäufer auch bei Neuwagen den Rabatt-Forderungen der Kunden nachgeben. Marken wie Mercedes und Audi planen nicht zuletzt deshalb, ihre Händler kurzfristig finanziell zu stützen. "Es gibt derzeit keinen Händler, der im Neuwagengeschäft Geld verdient. 2008 werden zwei Drittel der deutschen Autohändler rote Zahlen schreiben", sagt Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbands des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Er rechnet für 2009 mit zahlreiche Händlerpleiten und einem Rückgang der Neuzulassungen um rund zehn Prozent auf 2,8 Millionen. Das wäre das Ende des ruinösen Wettbewerbs - und des Schlaraffenlandes für Autokäufer.

Neuwagen, Tageszulassungen, EU -Importe: diese Nachlässe sind aktuell drin

Audi: Die Marke setzt auf attraktive Leasing- Konditionen mit zum Teil deutlich zweistelligen Nachlässen. Besonders niedrig sind auch die Preise bei Tageszulassungen, die teilweise um bis zu 30 Prozent unter dem Listenpreis verkauft werden.

BMW: Für viele BMW-Modelle gibt es sehr niedrige Leasing-Raten. Darüber hinaus werden Tageszulassungen und Vorführwagen mit einem Nachlass von bis zu 30 Prozent angeboten. Spezielle Aktion für BMW-Mitarbeiter: Sie bekommen Jahreswagen mit Nachlässen von rund 40 Prozent.

Mercedes: Auf E-Klasse-Lagerfahrzeuge gibt es 16 Prozent plus einen weiteren Barrabatt von sechs Prozent. In Einzelfällen ist auch mehr drin: Mercedes CLK 220 CDI Automatik Elegance, Neupreis: rund 48.400 Euro, Angebot: 28.380 Euro (Tageszulassung mit 20 Kilometer aus Ende 2007). Das entspricht einem Nachlass von 41 Prozent.

VW: Beim neuen Golf VI sind bereits bis zu 13 Prozent Nachlass möglich, bei vielen Händlern gibt es zudem Vorführwagen mit über 15 Prozent Rabatt. Ältere VW-Modelle wie der Sharan sind mit mindestens 16 Prozent Nachlass zu bekommen.

Opel: Besonders günstig sind Tageszulassungen von den länger am Markt befindlichen Modellen Astra (minus 25 Prozent) und Meriva (minus 25 Prozent). Aktion: Hälfte des Kaufpreises zahlen, die anderen 50 Prozent werden in zwei Jahren fällig.

FORD: Mit der Ford-Flatrate sind Kundenvorteile von rund 20 Prozent drin. Dazu gibt es beim Vertragshändler bis zu drei Prozent. Für Barzahler geht es beim EU-Importeur noch billiger: Beispiel Focus, für 25 Prozent unter Listenpreis.

Toyota: Beim Auslaufmodell Avensis geben die Händler Nachlässe zwischen 15 und 23 Prozent. Schnäppchenpreise auch beim RAV4: 15 bis 18 Prozent Rabatt sind möglich.

Fiat: Die Italiener setzen bei vielen Modellen auf Finanzierungen ohne Anzahlung und Zinsen. Der Clou: Das Geld für den in Zahlung gegebenen Gebrauchten gibt es bar auf die Hand. Dazu sind bei einzelnen Modellen wie etwa dem Panda noch Nachlässe bei Tageszulassungen von bis zu 27 Prozent drin.

Peugeot: Auch bei Peugeot gibt es Bargeld. Wer zum Beispiel einen 308 least, bekommt 1200 Euro bei null Anzahlung und null Zinsen. Im Vergleich zu einer Drei-Wege-Finanzierung entspricht das beim 308 einem Kundenvorteil von über 30 Prozent.

Citroen: Bei Citroën gibt es bis zu 5000 Euro über Schätzwert für den Gebrauchten. Dazu kommen Rabatte von bis zu 1000 Euro und Leasing- Angebote ohne Anzahlung und Zinsen. Als EU-Import sind beim C5 sogar Nachlässe von fast 40 Prozent drin.

Renault: Bei vielen Modellen wie Twingo und Mégane Scénic werden Autos mit Rabatten von gut 20 Prozent angeboten. Den alten Mégane findet man mit Abschlägen von rund 35 Prozent.

Skoda: Das neue Flaggschiff Superb ist als Vorführwagen bereits mit Nachlässen von über 25 Prozent zu haben. Auch auf andere Skoda-Modelle gibt es bei EU-Neuwagen über 20 Prozent. 

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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