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Rallye Deutschland

Loeb gewinnt zum siebten Mal

Foto: McKlein 46 Bilder

Sébastien Loeb, der Rekordmann der Rallyewelt, schraubte seine eigene Bestmarke bei der Rallye Deutschland erneut in die Höhe: Zum siebten Mal in Folge holte der Citroen-Fahrer den Sieg bei dem WM-Lauf rund um Trier.

17.08.2008 Claus Mühlberger Powered by

Es war der 43. WM-Sieg in der Karriere des Franzosen. Mit 76 Punkten hat Loeb zudem die Führung in der WM übernommen, mit vier Zählern Vorsprung auf den bisherigen Spitzenreiter Mikko Hirvonen im Ford.

In der Marken-WM verlor Ford ebenfalls die Führung an Citroen: Loeb und der Zweitplatzierte Dani Sordo sammelten die maximal möglichen 18 Punkte. Die Ford-Männer Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala brachten es als Vierter und Neunter lediglich auf insgesamt sieben Zähler. Citroen besitzt nun acht Punkte Vorsprung auf Ford.

Risikofreier Sonntag für Loeb

Loeb, der an den ersten beiden Rallyetagen an 13 von 14 Wertungsprüfungen die Bestzeit gesetzt hatte, ließ es auf den letzten fünf Prüfungen am Sonntag (17.8.) etwas gemütlicher angehen. Die etwas verhaltenere Gangart des Weltmeisters konnte niemand überraschen, denn Loebs Vorsprung nach den ersten beiden Tagen betrug komfortable 40 Sekunden auf seinen Teamkollegen Dani Sordo. Auf der ersten Prüfung des Sonntags würgte der als Langschläfer verschriene Loeb in einer Spitzkehre sogar den Motor ab.

"Es war nicht leichter für mich als bei meinen Siegen zuvor", sagte der Weltmeister. "Ich habe auf den ersten Prüfungen am Freitag richtig Gas gegeben und bin dabei auch einige Risiken eingegangen. Am letzten Tag habe ich natürlich keine Risiken mehr auf mich genommen."

Sordo macht Citroen-Doppelsieg perfekt

Mit einer fast fehlerfreien Fahrt eroberte Loebs Teamkollege Dani Sordo Platz zwei und sorgte so für einen Citroen-Doppelsieg. "Ich bin zufrieden", sagte der Spanier. "Ich würde aber schon gerne einmal auch gewinnen. Aber das ist gegen Sébastien praktisch nicht möglich." Beifahrer Marc Marti relativierte: "Dani ist doch erst 25 Jahre alt."

Dritter wurde überraschend Francois Duval in einem Ford Focus des Stobart-Teams. Der Belgier feierte damit nach einer siebenmonatigen Pause infolge Geldmangels ein Comeback nach Maß im WM-Zirkus. Am letzten Tag setzte Duval sogar auf vier der fünf Wertungsprüfungen die Bestzeit. "An den ersten beiden Tagen war das Auto ziemlich schwierig zu fahren", sagte Duval. "Wenn ich nur ein bisschen schneller gefahren hätte dies bestimmt in einem Abflug geendet."

Ein Waterloo erlebte das Ford-Werksteam. Mikko Hirvonen, der anfangs noch auf Rang zwei gelegen war, musste sich nach einem Reifenschaden, der fast 50 Sekunden kostete, mit Platz vier begnügen. Immerhin bleibt dem Finnen der Zuverlässigkeitsrekord: Als einziger Fahrer des WM-Zirkus kam er bei allen zehn bisherigen WM-Läufen des Jahres innerhalb der Punkteränge ins Ziel. Keine überzeugende Leistung bot Jari-Matti Latvala. Der 23-Jährige aus Finnland überschlug sich am zweiten Tag. Latvala hatte Glück, dass der Focus wieder auf den Rädern landete. Er konnte weiterfahren, aber der Zeitverlust von zwei Minuten warf ihn weit zurück.

Keine Podiumsplätze für Subaru

Das Asphalt-Debüt des neuen Subaru Impreza, das mit den Plätzen fünf und sechs wurde von den Teamverantwortlichen mit frohen Quotes kommentiert. Doch weder Petter Solberg noch Chris Atkinson waren schnell genug, um in den Kampf um die Podiumsplätze eingreifen zu können. "Es war positiv, dass wir uns um Verlauf der Rallye steigern konnten", meinte Solberg. "Wir hatten schließlich vor der Rallye nur zwei Tage auf Asphalt getestet."

Suzuki zeigte eine bescheidene Vorstellung: Toni Gardemeister landete auf Platz zehn, allerdings mit mehr als sieben Minuten Rückstand. Sein Teamkollege Per-Gunnar Andersson, dessen SX4 WRC an allerlei technischen Gebrechen litt, kam als blasser 15. ins Ziel.

Platz zwei für Burkart bei Junior-Rallye

Erfreulich aus deutscher Sicht: Aaron Burkart schaffte in der Junior-WM für frontangetriebene Autos mit 1600er-Saugmotoren hinter dem Franzosen Sebastien Ogier den zweiten Platz. Dies ist das beste Ergebnis für den 26-jährigen Studenten aus Berlin. Suzuki-Junior Florian Niegel musste sich mit Platz acht begnügen, nachdem er auf einer Sonderprüfung eigenhändig eine Spurstange gewechselt hatte. Der Kfz-Meister benötigte dafür lediglich eine Viertelstunde.

Ergebnis Rallye Deutschland:

1.

Sébastien LOEB

3:26:19.7

0.0

2.

Daniel SORDO

3:27:07.4

+47.7

3.

François DUVAL

3:27:39.7

+1:20.0

4.

Mikko HIRVONEN

3:27:49.8

+1:30.1

5.

Petter SOLBERG

3:28:55.0

+2:35.3

6.

Christopher ATKINSON

3:31:05.6

+4:45.9

7.

Henning SOLBERG

3:31:55.9

+5:36.2

8.

Urmo AAVA

3:31:57.5

+5:37.8


Fahrer-Wertung, nach 10 von 15 Läufen:

1. Sébastian Loeb - Citroen Total WRT - 76 Punkte
2. Mikko Hirvonen - BP-Ford WRT - 72 Punkte
3. Daniel Sordo - Citroen Total WRT - 43 Punkte
4. Chris Atkinson - Subaru WRT - 40 Punkte
5. Jari-Matti Latvala - BP-Ford WRT - 34 Punkte
6. Petter Solberg - Subaru WRT - 27 Punkte
7. Henning Solberg - Ford Focus WRC - 22 Punkte
8. Gianluigi Galli - Stobart Ford RT - 17 Punkte
9. Matthew Wilson - Stobart Ford RT - 12 Punkte
10. Francois Duval - Stobart Ford RT - 11 Punkte

Team-Wertung, nach 10 von 15 Läufen:

1. Citroen Total WRT - 123 Punkte
2. BP-Ford WRT - 115 Punkte
3. Subaru WRT - 69 Punkte
4. Stobart Ford RT - 51 Punkte
5. Munchi’s Ford RT - 19 Punkte
6. Suzuki WRT - 13 Punkte

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