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Rallye Deutschland

Loeb siegt erneut

Foto: dpa 50 Bilder

Deutschland bleibt Citroen-Land: Zum sechsten Mal in Folge haben Sébastien Loeb und sein Beifahrer Daniel Elena bei der rund um Trier ausgetragenen Deutschland-Rallye gewonnen.

19.08.2007 Claus Mühlberger Powered by

Nach 19 Wertungsprüfungen über insgesamt 356 Kilometer hatte der Titelverteidiger im Citroen C4 WRC einen Vorsprung von 20,3 Sekunden auf Francois Duval im privaten Citroen Xsara. Das Ford-Duo Mikko Hirvonen Marcus Grönholm belegte bei der Aspahlt-Premiere des neuen Focus die Plätze drei und vier. Der Finne liegt in der WM weiter in Führung, mit einem Vorsprung von acht Punkten auf Loeb.

Drama auf der letzten WP

Der Mann des Tages war am Sonntag (19.8.) Francois Duval. Der Belgier fuhr mit seinem Citroen Xsara auf allen fünf Prüfungen die Bestzeit und schaffte es auf der letzten Prüfung der Rallye, an Grönholm vorbeizuziehen. Der Finne verlor durch einen wilden Ausritt, bei dem der Ford hinten rechts schwer beschädigt wurde, rund 80 Sekunden und konnte von Glück reden, dass er den Focus überhaupt ins Ziel brachte. "Ich war durch eine Strassenrand stehende Kuh irritiert", erzählte der Finne. "Dann habe ich wohl nicht richtig auf die Ansage meines Beifahrers gehört und schon ist es passiert."

Weil Dani Sordo im zweiten Werks-Citroen am Ende des ersten Tags mit Motorschaden ausgeschieden war und so ohne Punkte blieb, konnte Ford trotz des Loeb-Siegs seinen Vorsprung weiter ausbauen: In der Konstrukteurs-WM steht es nun 143:102 zugunsten für Ford.

Überraschung am Freitag

Duval hatte am Ende des ersten Tags überraschend die Führung erobert, weil Loeb bei der Reifenwahl falsch gepokert hatte: "Ich wählte zu weiche Reifen", klagte der Franzose. "Abgesehen davon hatte ich keine Probleme. Es war aber sehr schwierig, den Grip auch den oft sehr rutschigen Straßen richtig einzuschätzen."

Für Francois Duval bedeutet der glanzvolle Auftritt bei der Deutschland einen Neustart seiner Karriere: Der oft schroffe Belgier war Ende 2005 als Citroen-Werksfahrer entlassen worden und hatte sich seither mit gelegentlichen WM-Starts über Wasser gehalten.

Zukunft bei Suzuki?

Duval absolvierte in diesem Jahr mehrere tausend Testkilometer im neuen Suzuki SX4 WRC, der im Oktober seine WM-Premiere gibt. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Japaner den Belgier verpflichten. Als zweiter Suzuki-Mann wird Toni Gardemeister gehandelt. Der erfahrene Finne fuhr in Deutschland ebenso in Duval einen privaten Citroen Xsara und hinter dem Tschechen Jan Kopecky (Skoda Fabia WRC) und Petter Solberg im Subaru auf Rang sieben.

Ein schwaches Bild gab erneut Subaru ab: Petter Solberg rettete nach einem Ausrutscher und allerlei Problemen mit Lenkung und Setup Platz sechs. Xavi Pons schied mit Motorschaden aus, Chris Atkinson wegen Unfalls.

Fahrner mit klasse Leistung beim Heimspiel

Bester deutscher Fahrer war Markus Fahrner. Der Schwabe, der einen fünf Jahre alten Opel Corsa Super 1600 fährt, schaffte Platz 17 im Gesamtklassement und Rang vier in der Super 1600-Kategorie, obwohl er am Schlusstag mit allerlei Problemen zu kämpfen hatte. Zuerst war sein Magen verstimmt, dann die Lenkung des Corsa: Fahrner mußte zeitweise ohne Servounterstützung zurecht kommen.

Fahrer-Wertung nach 10 von 16 Läufen:

1. Marcus Grönholm - 80 Punkte
2. Sébastian Loeb - 72 Punkte
3. Mikko Hirvonen - 63 Punkte
4. Petter Solberg - 29 Punkte
5. Daniel Sordo - 28 Punkte
6. Henning Solberg - 28 Punkte
7. Chris Atkinson - 20 Punkte
8. Jari-Matti Latvala - 13 Punkte
9. Toni Gardemeister - 10 Punkte
10. Manfred Stohl - 9 Punkte
10. Daniel Carlsson - 9 Punkte

Team-Wertung nach 10 von 16 Läufen:

1. BP-Ford WRT - 143 Punkte
2. Citroen Total WRT - 102 Punkte
3. Subaru WRT - 52 Punkte
4. Stobart M-Sport Ford RT - 50 Punkte
5. OMV Kronos Citroen WRT - 35 Punkte
6. Munchi’s Ford RT - 6 Punkte

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