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Rallye GB

Marken-WM nahezu entschieden

Foto: McKlein 38 Bilder

Der erste Tag der Wales-Rallye brachte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Entscheidung in der Marken-Weltmeisterschaft zugunsten von Citroen. Ford müsste elf Punkte auf die Franzosen aufholen. Dies erscheint unmöglich: Nach dem Überschlag auf der fünften Wertungsprüfung des Tages verlor Hirvonen fünf Minuten und rutschte im Gesamtklassement auf Rang 29 ab.

05.12.2008 Claus Mühlberger Powered by

Junior-Weltmeister bei seiner WM-Premiere vorne

Besser lief es für den zweiten Ford-Werksfahrer: Jari-Matti Latvala heißt der Spitzenreiter nach sieben Wertungsprüfungen. Der Finne zeigte eine sehr couragierte Leistung, zog aber auch Nutzen aus dem Pech des Citroen-Fahrers Sebastien Ogier. Bei seiner WM-Premiere im C4 WRC hatte der frischgebackene Junior-Weltmeister aus Frankreich zunächst respektlos die Führung erobert. Ogier wurde dann aber wegen Getriebeproblemen langsamer.

Am ersten Tag der Wales-Rallye schlug anfangs die Stunde der Außenseiter: Grund dafür waren die soliden Eisplatten auf einigen Sonderprüfungen und die Startreihenfolge, die sich am ersten Tag wird stets nach dem WM-Stand richtet. Weil das Eis immer weniger wurde, je mehr Autos über die Prüfung gefahren waren, profitierten davon die Fahrer mit den höheren Startnummern wie Ogier oder der junge Norweger Mads Östberg, der mit seinem privaten Subaru Impreza WRC anfangs sensationell auf Platz zwei rangierte. Ebenfalls bemerkenswert der gute Auftritt von Per-Gunnar Andersson im Suzuki SX4 WRC. Der Schwede liegt nach dem ersten Tag auf Rang drei.

Planänderungen wegen Wetterchaos

Die FIA-Kommissare hatten wegen der unkalkulierbaren Straßenverhältnisse die Prüfungen teilweise um mehr als die Hälfte verkürzt. Zwei Wertungstests wurden gänzlich abgesagt. Von den ursprünglich geplanten 123 Sonderprüfungs-Kilometern blieben so nur 50 Kilometer übrig, die auf Bestzeit gefahren wurden.

Die vorletzte Sonderprüfung des Tages, "Walter´s Arena1", musste nach einem Unfall von Chris Atkinson unterbrochen werden. Die Crew blieb unverletzt, der Subaru Impreza WRC hingegen muss wohl als Totalschaden abgeschrieben werden.

Fast alle Fahrer klagten über die fast irregulären Verhältnisse. "Ich hatte eine große Schrecksekunde. Es ist extrem schwer die Straße zu lesen und zu ahnen, wo das Eis ist", meinte der fünffache Weltmeister Loeb. Von "schauerlichen Verhältnissen" sprach Ex-Weltmeister Petter Solberg. "Unter solchen Bedingungen ist es sehr schwer, Selbstvertrauen aufzubauen", meinte Vize-Champion Hirvonen.

In der Frühzeit des Rallyesports hätte man Schwierigkeiten mit den Eisplatten durch geeignete Reifenwahl entschärfen können. Doch die aktuellen Statuten erlauben dies nicht. Alle müssen mit Pirelli-Einheitsreifen fahren, deren Spezifikation von der FIA lange vor der Veranstaltung festgelegt wird.

Harte Kritik an Reifen-Regeln

Citroen-Sportchef Olivier Quesnel übte harte Kritik an diesen Regeln: "Wenn die FIA den so genannten Emergency-Reifen zugelassen hätte, wäre es vielleicht eine tolle Rallye geworden." Auch Weltmeister Loeb war verstimmt: "Man hätte uns wenigstens erlauben sollen, zusätzliche Rillen in die Reifen zu schneiden. Alle Fahrer waren sich in diesem Punkt einig." Diese Forderungen stießen aber bei den Funktionären auf taube Ohren.

Sehr vorsichtig ging Motorrad-Star Valentino Rossi zu Werke. Der achtmalige Weltmeister aus Italien tastete sich mit seinem semi-offiziellen Ford Focus WRC mit verhaltenem Tempo über die Prüfungen und belegt Platz 24. Der einzige deutsche Teilnehmer, Herrmann Gassner junior, kam mit seinem seriennahen Gruppe N-Mitsubsihi auf Rang 32 im Zwischenklassement.

Rallye GB - Stand nach 8 Wertungsprüfungen:

1.


Jari-Matti LATVALA

31:20.5


2.


Sébastien LOEB

31:33.4

+12.9

3.


Per-Gunnar ANDERSSON

31:43.0

+22.5

4.


Mads ØSTBERG

31:44.5

+24.0

5.


Petter SOLBERG

31:47.9

+27.4

6.


Dani SORDO

31:52.7

+32.2

7.


François DUVAL

32:12.5

+52.0

8.


Henning SOLBERG

32:15.2

+54.7

9.


Sébastien OGIER

32:15.3

+54.8

10.


Matthew WILSON

32:53.5

+1:33.0

11.


Toni GARDEMEISTER

33:07.8

+1:47.3

12.


Barry CLARK

33:12.0

+1:51.5

13.


Guy WILKS

33:26.9

+2:06.4

14.


Patrik FLODIN

33:56.3

+2:35.8

15.


Conrad RAUTENBACH

34:07.5

+2:47.0

16.


Andreas AIGNER

34:07.7

+2:47.2

17.


Evgeny NOVIKOV

34:23.0

+3:02.5

18.


David HIGGINS

34:23.8

+3:03.3

19.


Patrik SANDELL

34:33.0

+3:12.5

20.


Mirco BALDACCI

34:37.4

+3:16.9

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