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Rallye Irland

Loeb auf Titelkurs

Foto: McKlein 47 Bilder

Weltmeister Sebastian Loeb hat am Sonntag (18.11.) einen großen Schritt Richtung Titelverteidigung gemacht. Mit dem Sieg der Rallye Irland zog der Franzose um sechs Zähler an Marcus Grönholm vorbei.

18.11.2007 Powered by

Bei noch einer ausstehenden Veranstaltung in Wales Anfang Dezember ist das schon mehr als die halbe Miete zum Titelgewinn. Loeb würde beim Saisonfinale ein fünfter Platz zum vierten Weltmeistertitel in Folge reichen. Mit dieser komfortablen Rechnung im Hinterkopf ließ es der Elsässer am Abschlusstag ganz ruhig angehen und ging keine Risiken mehr ein.

Doppelsieg für Ford

Loeb überließ den Ford-Piloten Hirvonen und Latvala die Bestzeiten und fuhr mit 53,4 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Dani Sordo sicher zum achten Saisonsieg. Im Ziel reckte der C4-Pilot beide Hände in den Himmel und ließ seiner Freude freien Lauf. "Die Rallye war schwierig aber wir haben es geschafft sie zu beenden", so der erleichterte Franzose, "jetzt müssen wir den Titel in Wales aber auch noch sicher nach Hause fahren."

Nach dem Ausfall von Marcus Grönholm auf der vierten Wertungsprüfung blieben für Ford nur die Plätze drei und vier. Stobart-Pilot Jari-Matti Latvala konnte durch den Podiumslatz in der Fahrerwertung an Chris Atkinson vorbeiziehen und liegt aktuell auf Rang sechs. "Das ist meine erste Podiumsplatzierung und eine große Erleichterung", freute sich der Finne. "Ich hätte das nie erwartet, erst recht nicht bei diesen schwierigen Bedingungen"

Teamwertung geht an Ford

Hirvonen gelang es mit Rang vier die nötigen Zähler zum vorzeitigen Gewinn des Markenpokals für Ford einzufahren. "Wir haben den Konstukteurstitel nun schon im zweiten Jahr in Folge gewonnen, aber es wieder fantastisch und wir feiern jetzt erst einmal.", so der zufriedene Ford-Pilot im Ziel. Nach Ansage von Teamchef Malcom Wilson ging es für den Ford-Nummer 2-Piloten in Irland nur darum, die nötigen Punkte für den Markentitel zu sichern und nicht mehr volles Risiko zu fahren.

Hinter den beiden Topteams wird es in der Teamwertung allerdings noch einmal spannend. Dank Latvalas Podiumsplatz und Rang sieben durch Matthew Wilson konnte sich das Privatteam von Eddie Stobart an Subaru vorbeischieben. Nach den Ausfällen von Chris Atkinson und Xevi Pons reichte der fünfte Platz von Ex-Weltmeister Petter Solberg nicht aus um Rang drei zu halten.

"Es war eine der schwersten Rallyes, die ich je gefahren bin. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht", sagte der Subaru-Pilot nach der letzten Prüfung. "Für das Team wird es beim Finalewichtig wieder Rang drei zurückzuerobern. Auch wenn es schwer wird dürfen wird jetzt nicht aufgeben", sagte Solberg kämpferisch.

Lob für die Organisation

Die Rallye Irland hatte die Piloten bei seiner WRC-Premiere vor enorme Herausforderungen gestellt. In Verbindung mit den widrigen Witterungsbedingungen wurden die schmalen, dreckigen Pisten zu wahren Rutschbahnen. Das Gripniveau ähnelte teilweise mehr einer Schotterrallye als einer Aphalt-Veranstaltung. Ohne kleinere Abflüge und Ausrutscher kam kaum ein Pilot durch die Prüfungen.

Neben den anspruchsvollen Strecken sorgte der große Zuspruch der Zuschauer und die perfekte Organisation für eine gelungene Premiere. Auch Mitorganisator Eddie Jordan freute sich: "Die Rallye Irland hat beim ersten Versuch alle beeindruckt. Ich bedanke mich bei allen Helfern und bei den Piloten, die mit den schwierigen Bedingungen zurechtkommen mussten." Die Veranstaltung hat auf jeden Fall eine gute Bewerbung für einen möglichen festen Platz im WRC-Kalender abgegeben.

Zeitentabelle Rallye Irland:

1. S. Loeb 3:01:29.2 h
2. D. Sordo + 53.4
3. J. Latvala + 1:48.2
4. M. Hirvonen + 2:17.7
5. P. Solberg + 2:55.8
6. G. Wilks + 5:57.9
7. M. Wilson + 10:04.9
8. G. MacHale + 11:08.3
9. A. Mikkelsen + 13:08.2
10. N. McShea + 16:32.1

Fahrerwertung nach 15 von 16 Veranstaltungen:


1. Sebastien Loeb - 110 Punkte
2. Marcus Grönholm - 104 Punkte
3. Mikko Hirvonen - 89 Punkte
4. Daniel Sordo - 61 Punkte
5. Petter Solberg - 42 Punkte
6. Henning Solberg - 34 Punkte
7. Jari-Matti Latvala - 30 Punkte
8. Chris Atkinson - 29 Punkte
9. Francois Duval - 12 Punkte
9. Manfred Stohl - 12 Punkte

Teamwertung nach 15 von 16 Veranstaltungen:

1. BP Ford Rallye Team - 194 Punkte
2. Citroen - 173 Punkte
3. Stobart WRT - 80 Punkte
4. Subaru - 79 Punkte
5. Kronos - 43 Punkte
6. Munchi’s Ford - 14 Punkte

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