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Rallye-Jahresrückblick

Die Loeb-Saison 2008

Foto: dpa 50 Bilder

Nach dem Abschied von Marcus Grönholm fuhr Sebastien Loeb wie erwartet zum fünften Titel in Folge. Die Konkurrenz machte dem Elsässer die Titelverteidigung allerdings schwerer als gedacht.

30.12.2008 Tobias Grüner Powered by

Schon beim Saisonauftakt in Monte Carlo gab es den ersten Rekord für Abomeister Sebastien Loeb: Zum fünften Mal konnte der Citroen-Pilot die prestigeträchtige Veranstaltung im Fürstentum für sich entscheiden und trug sich damit in die Geschichtsbücher ein. Mit einem gebührenden Respektsabstand von gut zweieinhalb Minuten durfte sich Ford-Speerspitze Mikko Hirvonen beim Klassiker über Platz zwei freuen.

Der Weltmeister musste zuschauen

Die zweite Veranstaltung in Schweden sollte allerdings nicht ganz so reibungslos für Loeb verlaufen. Was als Schneerallye angekündigt war entpuppte sich mangels weißer Pracht schnell als Mogelpackung. Auf dem matschigen Untergrund überschlug sich der Weltmeister bereits am ersten Tag und musste zuschauen, wie Nachwuchsmann Jari-Matti Latvala seinen ersten Rallye-WM-Lauf gewinnen konnte. Hirvonen übernahm mit Rang zwei die Führung in der WM-Wertung, Gigi Galli sorgte einen Platz dahinter für den Ford-Dreifachtriumph.

Mit dem Südamerika-Doppelschlag in Mexiko und Argentinien übernahm Loeb allerdings schnell wieder die Spitze, gab diese beim fünften Lauf in Jordanien aber auch genauso schnell wieder ab. Auf der Verbindungsetappe stieß er mit Markenkollege Conrad Rautenbach zusammen und blieb punktlos. Hirvonen fuhr dagegen taktisch klug und sicherte sich seinen ersten Saisonsieg. Hinter Dani Sordo kam Chris Atkinson in Jordanien im fünften Lauf das vierte Mal aufs Treppchen und lag damit auch in der Gesamtwertung überraschend auf Rang drei.

Loeb schlägt zurück

Doch wie schon nach Loebs erstem Ausfall bog der ehemalige Kunstturner den Rückstand mit zwei Siegen in Folge in einen Vorsprung. In Italien und Griechenland ließ er der Konkurrenz das Nachsehen. Neben Loeb konnte auch Subaru beim Akropolis-Extremtest für eine Überraschung sorgen. Die Japaner präsentierten in Griechenland ihren neuen Impreza und Petter Solberg fuhr mit dem neuen Sportgerät auf anhieb auf Rang zwei.

In der Türkei machte Hirvonen all den Rallye-Fans noch einmal Hoffnung, die sich eine spannende zweite Saisonhälfte wünschten. Mit einem Ford-Doppelsieg schob sich Hirvonen wieder an Loeb vorbei und konnte sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen. Doch dann folgte der größte Loeb-Triumph in dieser Saison: Zum ersten mal gewann der Franzose den Klassiker in den finnischen Wäldern. In einem spannenden Kampf behielt der Citroen beim Auswärtspiel gegen Hirvonen die Oberhand.

Fünf Loeb-Siege in Serie

Nachdem der Finnland-Fluch gebrochen war, sah die Konkurrenz nur noch die Rücklichter von Loeb. In Deutschland setzte der Elsässer mit seinem siebten Sieg in Folge einen weiteren Rekord. Die Veranstaltung wurde allerdings vom schweren Unfall Gigi Gallis überschattet, der sich das Bein brach und die Saison vorzeitig beenden musste.

In Neuseeland hätte Ford fast noch einmal zurückschlagen können, doch auf der letzten Prüfung mussten sowohl Latvala (Unfall) als auch Hirvonen (Plattfuß) den Champion vorbeilassen. Bei den anschließenden Asphaltveranstaltungen in Katalonien und auf Korsika fuhr Loeb dann wieder überlegen aus eigener Kraft zu den Saisonsiegen neun und zehn.

Titelgewinn in Japan

Mit 14 Punkten Vorsprung im Gepäck reiste Loeb nach Japan. Um den vorzeitigen Titelgewinn nicht zu gefährden ließ er es ausnahmsweise etwas ruhiger angehen. Mit dem dritten Platz sicherte sich Loeb schließlich die fünfte Meisterschaft – so oft gewann zuvor noch kein Rallye-Pilot den Titel. Im Jubel um Loeb ging der dritte Saisonsieg von Hirvonen fast ein wenig unter.

Beim traditionellen Saisonabschluss in Wales machte Citroen auch noch den Titel in der Herstellerwertung klar. In einem spannenden Zweikampf zwischen Latvala in Loeb setzte sich der Champion am Ende gegen seinen jungen Herausforderer durch und fuhr mit nur 12,7 Sekunden Vorsprung zum elften Saisonsieg.

Den negativen Höhepunkt des Rallye-Jahres gab es allerdings erst nach der Saison. In nur zwei Tagen zog zuerst Suzuki und dann auch noch Subaru die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2009 zurück. Vor allem der Verlust des traditionsreichen Subaru-Teams mit Ex-Weltmeister Petter Solberg schockierte die Fans. Immerhin sorgten Citoen und Ford sowie das Ford-Kundenteam Stobart mit klaren Bekenntnissen zur WRC für Hoffnung, dass die Serie auch 2009 fortgeführt werden kann.

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