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Rallye Japan

Zweikampf im Grünen

Foto: McKlein 52 Bilder

Vor den zwei Final-Rallyes in Irland und Wales reist der WRC-Tross am Wochenende (26.10. bis 28.10.) noch einmal nach Übersee. Bei noch vier Punkten Rückstand auf WM-Leader Marcus Grönholm ist ein Sieg für Loeb auf dem japanischen Schotter Pflicht.

24.10.2007 Powered by

Dichte Wälder, loser Grund und hohe Geschwindigkeiten - bei Marcus Grönholm könnten in Nippon fast schon Erinnerungen an seine finnische Heimat aufkommen. Dank des vertrauten Geläufs nimmt der schlaksige Ford-Pilot auch die klare Favoritenstellung im Land der aufgehenden Sonne ein. Mit angezogener Handbremse kann der Finne jedoch keineswegs fahren. Nicht zuletzt der Zwei-Zehntel-Schotter-Krimi in Neuseeland Anfang September hat gezeigt, dass Weltmeister Loeb das Grönholm-Tempo auch auf losem Terrain mitgehen kann.

Anspruchsvolle Waldpisten

Eine entscheidende Rolle werden in Japan sicher die schwierigen äußeren Umstände spielen. Bei herbstlichen Temperaturen in den Hügeln der Nordinsel Hokkaido kann es leicht zu heftigen Regenschauern oder Nebel kommen. Die sowieso schon rutschigen Waldpisten verwandeln sich dann in glitschige Schlitterbahnen. In Kombination mit den tiefen Gräben und dem dichten Wald- und Buschwerk am Straßenrand sind Abflüge vorprogrammiert. Wer bei den oft wechselnden Grip-Verhältnissen ins falsche Reifenregal greift, verliert schnell entscheidend an Boden.

Die durch den japanischen Urwald stark eingeengten Pisten stellen höchste Ansprüche an die Fahrer. Die dichten Büsche und Bäume versperren zudem die Sicht auf enge Kurven. Wer hier die falsche Linie erwischt, kann nur noch hoffen, dass der Abflug an einem Bonsai und nicht an einer mächtigen Fichte endet. Die Piloten müssen in Japan 27 meist relativ kurze Wertungsprüfungen über insgesamt 350 Kilometer absolvieren. Dabei könnte Loeb am Freitag einen kleinen Vorteil auf Grönholm haben, da der Finne als Erster und damit als Straßenkehrer auf die Strecke muss.

Subaru zum Heimerfolg verdammt

Subaru tritt in Japan zur wichtigen Heimrallye an. Vor der versammelten Konzernleitung und vielen Mitarbeitern müssen Solberg und Co. unbedingt ein gutes Ergebnis einfahren. Zusätzlich zu den üblichen "wir sind optimistisch" und "das Auto zeigte sich zuletzt verbessert"-Aussagen, überraschte Subaru vor der Nippon-Rallye mit einer echten Kampfansage an die beiden Spitzenteams. "Wir peilen einen Platz auf dem Podium an", ließ Teamchef Richard Taylor verlauten. Von einem Erfolg in Japan könnte das WRC-Budget der kommenden Jahre abhängen.

Neben den drei Spitzenteams wollen auch die starken Stobart-Focus WM-Zähler aus Japan mitnehmen. Nachwuchstalent Jari-Matti Latvala konnte bei den letzten vier Rallyes in die Punkte fahren und hofft, seine Serie im Fernen Osten auszubauen. "Neben einem guten Resultat geht es aber auch darum, mich fahrerisch weiterzuentwickeln", so Latvala. Bei Henning Solberg sieht es genau andersrum aus: Der Norweger will nach vier punktlosen Veranstaltungen sein Konto endlich wieder aufstocken. Japan bedeutet allerdings Neuland für den 34-Jährigen: "Ich werde es wohl erst einmal etwas langsamer angehen lassen, bevor ich richtig Gas gebe."

Wecker stellen und Kaffee kochen

Ähnlich wie schon in Neuseeland müssen die deutschen Rallye-Fans lange wach bleiben, wenn sie den Schotter-Krimi live mitverfolgen wollen. Japan ist uns sieben Stunden voraus, so dass die spannenden Prüfungen mitten in der Nacht stattfinden. Nur am Freitag (10.44 Uhr) und Samstag (10.57 Uhr) gibt es zum Frühstück gerade noch die Super Specials in der Nähe des Serviceparks in Obihiro.

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