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Rallye Mexiko

Luftnummer

Foto: McKlein 65 Bilder

Das hat sich Sebastien Loeb sicher anders vorgestellt: Bereits nach zwei WM-Läufen sieht sich der Weltmeister in der Verfolgerrolle. In Mexiko (29.2. bis 2.3.) erwartet den Franzosen nun die erste Schotterrallye des Jahres.

28.02.2008 Tobias Grüner Powered by

Bei der einzigen Rallye auf dem amerikanischen Kontinent müssen die Piloten mit allen vier Elementen kämpfen: Neben dem staubigen Erduntergrund und den feuchten Wasserdurchfahrten macht vor allem die dünne Höhenluft Probleme, das Feuer in den Brennkammern am Leben zu halten. Aber nicht nur die Motoren verlieren in 2.700 Metern Höhe bis zu 30 Prozent an Leistung, auch das Kühlsystem arbeitet lange nicht so effizient wie auf Meereshöhe.

Schotterpremiere für Pirelli

Luft ist auch bei den neuen Schotter-Pirellis namens "Scorpion" ein wichtiges Thema. Zwar zeigten sich die Einheitsreifen bei den ersten Asphalt- und Schneematsch-Einsätzen sehr widerstandsfähig, aber auf den rauen Schotter-Pisten Mexikos droht ohne das verbotene Mousse-System erstmals innerer Druckverlust. Vorjahressieger Loeb kündigte bereits an, die 354 Wertungskilometer etwas vorsichtiger anzugehen.

Da gab sich Mikko Hirvonen nach ersten Tests mit dem neuen Gummi schon zuversichtlicher: "Plattfüße machen mir keine Sorgen." Der Finne führt die WM-Tabelle an und hat zum Rallyebeginn am Freitag die zweifelhafte Ehre, den Straßenkehrer zu spielen. "Mexiko ist sicher nicht der beste Ort, um als Erster auf die Piste zu gehen. Auf der Oberfläche befindet sich viel loser Schotter und Steine", sagte der Vorjahres-Dritte über die ungewohnte Rolle.

Neben den beiden Platzhirschen Loeb und Hirvonen verspricht sich auch Schweden-Sieger Jari-Matti Latvala Zählbares von dem Trip nach Mittelamerika. "Der Sieg wäre sicher kein realistisches Ziel, aber über eine Podiumsplatzierung würde ich mich schon freuen." Das 22-jährige Talent macht sich vor allem Sorgen wegen der Wasserdurchfahrten: "An Stellen, wo das Wasser aus den Bergen die Piste quert, können die Durchfahrten sehr tief sein. Aus schnellen Abschnitten heraus drohen dort ziemlich harte Aufschläge."

Munchi’s greifen ins WM-Geschehen ein

Neben dem Ford-Werksteam sind auch die Privatiers Stobart und Munchi’s in Mexiko am Start. Als Teamkollege von Federico Villagra wird Henning Solberg ausnahmsweise für den argentinischen Rennstall um Punkte kämpfen. Bei der Saisonpremiere der Munchi’s strebt der Norweger nach eigener Aussage einen Podestplatz an. Für Stobart werden Matthew Wilson und Gigi Galli versuchen, mit guten Punkteplatzierungen Rang zwei im Teamklassement zu verteidigen.

Punkte sind auch das Ziel der Subaru-Truppe. Dabei zieht Ex-Weltmeister Petter Solberg seinen Optimismus vor allem aus der Vergangenheit. "Wir fahren nach Mexiko in dem Wissen, dass wir hier schon mal gewonnen haben. Wir werden unserer eigene Rallye fahren, so viel wie möglich aus dem Auto herausholen und dann sehen, was passiert." Komplettes Neuland ist Mexiko dagegen für Suzuki. Trotzdem wollen die Japaner ihre Punkte-Serie aus den ersten beiden Saisonläufen weiter fortführen. Mit dem hundertsten WM-Lauf feiert Toni Gardemeister dabei auch noch ein persönliches Jubiläum.

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