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Rallye Monte Carlo für alternative Antriebe

Tesla siegt bei Rallye Monte Carlo

Rallye Monte Carlo alternative Antriebe, 2010, Tesla Foto: Tesla 13 Bilder

Die Rallye Monte Carlo, sie ist auch Nicht-Motorsportbegeisterten ein Begriff. 2010 wurde sie bereits zum zweiten Mal für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ausgetragen. Teilnehmen dürfen alle Autos mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 120 Gramm pro Kilometer.

27.04.2010

Die Streckenführung der Rallye, die vom Automobilclub von Monaco ausgerichtet wird, beinhaltete in diesem Jahr unter anderem auch jene serpentinenreichen Seealpenstraßen, welche die deutlich stärkeren Rallyeboliden der IRC alljährlich im Rahmen der "Monte" unter die Räder nehmen. Mit Ex-Formel 1-Pilot Eric Comas und Stéphane Ortelli (Sieger des 24h-Rennens von Le Mans 1998) waren namhafte Rennfahrer mit am Start.

118 Starter bei der grünen Rallye Monte Carlo

Wer ein Starterfeld der emotionslosen Öko-Autos erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Unter anderem waren ein E85-betriebener Porsche 911 Carrera, ein Lotus Exige mit E85-Antrieb sowie eine Venturi Volage mit E-Antrieb am Start.

Ziel der Rallye ist es, eine vorgegebene Distanz mit möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit und dem geringst möglichen Verbrauch zurückzulegen. Dabei wurde das 118 Fahrzeuge starke Starterfeld in sechs Klassen unterteilt (Benziner und Diesel; Elektroautos; Gasfahrzeuge; Wasserstoffautos; Hybridfahrzeuge; Fahrzeuge mit E85- oder anderen alternativen Antrieben).

Think gewinnt die "Urban Electric Challenge"

Für elektrisch betriebene Autos mit einer Reichweite von unter 150 Kilometern ging es zudem um die gesondert gewertete "Urban Electric Challenge". Diese entschied am Ende der Think City von Jan Bolz/ Jan Olaf Willums für sich, gefolgt vom ELV Simply City Sun von Benoit Hallynck/ Christophe Walraevens. Der Smart ED landete auf dem vierten Platz, gefolgt vom Mitsubishi i-Miev. Interessant: Während der Erstplatzierte 23 kWh verbrauchte, waren es beim zweitplatzierten ELV Simply City Sun lediglich 9,7, bei Smart und Mitsubishi hingegen 73 kWh. Den Ausschlag gaben am Ende aber auch hier die Punkte für gleichmäßiges Fahren.

Die so genannte Concentration Leg startete von drei Städten aus (Lugano, Annecy le Vieux und Clermont-Ferrand) mit Ziel in Valence. Die beiden Tesla Roadster starteten von Annecy aus und mussten somit ganze 390 Kilometer mit einer Ladung der Lithium-Ionen-Batterien zurücklegen. Am Ende landete der Tesla mit Eric Comas am Steuer auf Rang sieben der Tageswertung. Nach der 390 Kilometer langen Etappe hatte der zweite, von Rudi Tuisk, Geschäftsführer von Tesla Australien, pilotierte Tesla immernoch ausreichend Saft für 66 weitere Kilometer an Bord. Er kam am Ende auf Rang 58 ins Ziel.

Wie bei allen Prüfungen hatten hier nur jene Fahrer die Chance auf den Etappensieg, die die jeweilige Wegstrecke mit dem gleichmäßigsten Tempo und dem niedrigsten Verbrauch zurücklegten. Am Ende siegten Miguel Baudouin/Aurélien Meuterlos auf einem Alfa Romeo Mito 170. Der Franzose Baudouin ist normalerweise in der Intercontinental Rallye Challenge mit einem Mitsubishi Lancer Evo X unterwegs.

Auf Platz zwei rangierte mit der Lotus Elise SC von Jean Paul Palmero/Gianni Romano bereits ein ebenso flotter wie leichter Vertreter des Automobilbaus. Position drei sicherten sich Stéphane Cesareo und Stany Meurer auf Ford Focus Econetic, Platz vier ging an das deutsche Duo Oliver und Rolf Kienen auf ihrem Smart.

Im Renntempo über den F1-Kurs von Monaco

An Tag zwei standen dann mehrere kürzere Wertungsprüfungen auf dem Programm. Auf einem Teilstück des F1-Rundkurses von Monaco ließen es die Öko-Renner denn auch mit quietschenden Reifen mächtig fliegen.

Tesla Roadster siegt vor Toyota Prius

Insgesamt zwei der rein elektrisch betriebenen Tesla Roadster auf Basis der Lotus Elise nahmen an der Rallye Monte Carlo des Véhicules à Energie Alternative teil. Am Steuer des späteren Siegerfahrzeugs mit der Startnumer 5 saß kein Geringerer als Ex-Formel1-Pilot Eric Comas. Für die gesamte Wegstrecke von rund 1.000 Kilometern benötigte der Tesla 80,2 Kilowattstunden. Die dabei anfallenden Stromkosten bezifferte Tesla auf 24 Euro. Am Ende reichte es zudem für den Sieg im Effizienz-Cup sowie im Elektroauto-Cup der Klasse IIIA. Damit ist der Tesla Roadster das erste Elektroauto, das ein Rennen mit FIA-Prädikat gewinnen konnte.

Der Zweitplatzierte im Gesamtklassement, ein Toyota Prius Advance, genehmigte sich für die Gesamtwegstrecke 18,2 Liter. Auch die Plätze drei und vier gingen an das Hybridfahrzeug aus Japan. Auf Position fünf lief der Ford Fiesta Econetic von Eric Werner und Raphael van der Straten ins Ziel.

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