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Rallye Neuseeland

Doppelsieg für Citroen

Foto: McKlein 47 Bilder

Mit einem glücklichen Sieg bei der Rallye Neuseeland ist Weltmeister Sebastien Loeb der Titelverteidigung am Sonntag (31.8.) ein gutes Stück näher gekommen. Der Elsässer profitierte am Abschlusstag von Problemen der Ford-Konkurrenz.

31.08.2008 Tobias Grüner Powered by

Wer dachte, das Foto-Finish zwischen Loeb und Grönholm aus dem Vorjahr könne an Dramatik nicht übertroffen werden, der wurde am Sonntag eines Besseren belehrt. Bis zur vorletzten Prüfung sah alles danach aus, als würde die Ford-Strategie in Neuseeland mit einem Doppelsieg perfekt aufgehen.

Nach einem Dreher am Morgen schien Loeb bereits außer Reichweite zu sein. Mikko Hirvonen musste die Rallye auf den letzten beiden Prüfungen quasi nur noch nach Hause fahren. Doch dann ging es zum zweiten Durchgang auf die knapp 30 Kilometer lange Prüfung "Whaanga Coast". Auf der malerisch gelegenen Stage am Rande der Pazifik-Küste erlebten die Focus ein wahres Waterloo.

Latvala, Hirvonen und Duval mit Problemen

Zuerst musste Jari-Matti Latvala auf die Strecke. Nach nur drei Kilometern traf der Finne einen schwer zu erkennenden Felsen im Kurveninneren und beschädigte sich den Kühler. Massiver Flüssigkeitsverlust zwang den auf Rang zwei liegenden Youngster schließlich zur Aufgabe.

Wenig später ging erneut ein Aufschrei durchs Fahrerlager: Spitzenreiter Mikko Hirvonen verlor nach einem Plattfuß viel Zeit auf der Strecke und schmiss anschließend mit einem Dreher sämtliche Siegchancen weg. Mit einem Rückstand von einer Minute fiel Hirvonen noch hinter Dani Sordo auf Rang drei zurück. Das Ford-Debakel perfekt machte Francois Duval, der nach einem Abflug auf Rang fünf liegend ebenfalls in der vorletzten Prüfung aufgeben musste.

"Ich hatte selbst nicht mehr damit gerechnet", sagte ein sichtlich überraschter Sebastien Loeb anschließend. "Ich habe einfach alles gegeben, um Jari-Matti unter Druck zu setzen. Und dann habe ich von den Problemen bei Mikko gehört. Es tut mir wirklich leid für ihn, weil er am ganzen Wochenende einen guten Kampf geliefert hatte."

Weichen in der WM-Wertung gestellt

Nach dem Citroen-Doppelsieg liegt Loeb nun mit acht Punkten in der WM-Wertung in Führung. Hirvonen müsste schon mindestens eine der nächsten beiden Asphaltrallyes gewinnen, um den französischen Weltmeister noch an der Titelverteidigung zu hindern. Doch aufgeben will der Finne noch nicht: "Die Saison ist noch nicht vorbei", sprach sich Hirvonen Mut zu. "Ich werde jetzt voll auf Angriff fahren."

Vom Pech der Ford-Mannschaft profitierte auch Petter Solberg. Mit Rang vier fand eine ansonsten eher enttäuschende Rallye für den Ex-Weltmeister doch noch ein versöhnliches Ende. Vom Speed war der neue Subaru aber noch immer weit entfernt von den Spitzenteams. "Das Resultat ist gut, aber wir müssen das Auto weiter verbessern, um künftig um Siege mitzufahren", forderte der Norweger im Ziel.

Hinter dem Esten Urmo Aava auf Rang fünf landeten auch überraschend zwei Suzuki SX-4 in den Punkten. Trotz technischer Probleme und einem massivem Rückstand von über sieben Minuten gab es am Ende mit Per-Gunnar Andersson auf Platz sechs und Toni Gardemeister auf sieben das beste Teamergebnis der Saison. Einen Platz dahinter sicherte sich Federico Villagra schließlich den letzten Punkt.

Zeitentabelle Rallye Neuseeland:

1.


Sebastien LOEB


3:59:18.9


0.0

2.


Dani SORDO


3:59:36.4


+17.5

3.


Mikko HIRVONEN


4:00:00.4


+41.5

4.


Petter SOLBERG


4:02:07.8


+2:48.9

5.


Urmo AAVA


4:02:49.6


+3:30.7

6.


Per-Gunnar ANDERSSON


4:06:56.3


+7:37.4

7.


Toni GARDEMEISTER


4:07:13.8


+7:54.9

8.


Federico VILLAGRA


4:07:53.9


+8:35.0

9.


Henning SOLBERG


4:08:34.1


+9:15.2

10.


Martin PROKOP


4:13:07.9

  

+13:49.0


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