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Rallye Schweden

Historischer Sieg für Latvala

Foto: McKlein 65 Bilder

Jari-Matti Latvala ist der jüngste WRC-Rallye-Sieger aller Zeiten. Der 22-jährige Finne konnte am Sonntag (10.2.) mit 58,3 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Mikko Hirvonen die Schweden-Rallye gewinnen.

10.02.2008 Tobias Grüner Powered by

Wie schon zuvor waren die äußeren Umstände auch zum Finaltag alles andere als optimal. Wegen des ungewöhnlichen Tauwetters mussten die Piloten mit ihren Spike-Reifen wieder hauptsächlich durch aufgeweichte Schotterpisten pflügen. Wie schon am Vortag waren die Organisatoren auch wieder gezwungen, eine Wertungsprüfung abzusagen. Umso höher ist die Leistung Latvalas einzuordnen.

Ford-Trio auf dem Podium

Während erfahrene Piloten, wie zum Beispiel Weltmeister Sebastien Loeb, den Bedingungen Tribut zollen mussten, fuhr der junge Finne von Beginn an couragiert und konzentriert und sicherte sich am Ende überlegen seinen ersten WRC-Sieg. Begeistert feierte das Rallye-Talent seinen Erfolg: "Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin einfach nur überwältigt." Der erste Dank galt seinem Team: "Das Auto war das ganze Wochenende perfekt. Ich hatte immer viel Vertrauen und freue mich bereits auf die nächste Rallye in Mexiko."

Latvala stellte mit seinem Sieg auch seinen Teamkollegen Miko Hirvonen deutlich in den Schatten. Der eigentlichen Nummer eins im Ford-Werksteam blieb im Ziel nur die Gratulation an seinen Landsmann und die Freude über die Führung im Fahrerklassement. Hinter den beiden Werks-Focus machte Gigi Galli vom Stobart-Privatteam den Ford-Dreifacherfolg perfekt.

Punkte für Subaru

Auf Rang vier kam Ex-Weltmeister Petter Solberg ins Ziel. Der Subaru-Pilot fuhr eine nahezu fehlerfreie Rallye und sicherte sich und seinem Team wertvolle Punkte im Gesamtklassement. Seine ersten Gedanken galten dem Sieger: "Ich freue mich für Jari-Matti. Es war eine klasse Leistung." An eigene Siege denkt der Norweger dagegen nicht: "Wir müssen jetzt an unser Ergebnis anknüpfen und weiter konstant punkten."

Spannend ging es am Sonntag im Duell um Rang fünf zu. Die beiden Ford-Nachwuchspiloten Matthew Wilson und Andreas Mikkelsen lieferten sich bis zur vorletzten Prüfung einen engen Zweikampf im Sekundenbereich. Erst auf WP 19 verlor Wilson mit einem technischen Defekt viel Zeit. Vom Pech des Briten profitierte auch Citroen-Pilot Dani Sordo. Der Spanier erreichte trotz seiner Fünf-Minuten-Strafe wegen des Motorenwechsels in Monte Carlo Rang sechs.

Dahinter konnte Toni Gardemeister weiter Pünktchen für das junge Suzuki-Team einfahren. Nach einigen Problemen in Schweden war es für die Japaner schon ein Erfolg, das Ziel überhaupt zu erreichen.

Nittel mit erfolgreichem Comeback

Auch aus deutscher Sicht gab es Erfreuliches zu vermelden: Uwe Nittel konnte mit seinem Mitsubishi auf Gesamtrang 14 fahren. In der Produktionswagen-Wertung kam der 38-jährige Schwabe bei seinem Comeback auf Anhieb auf Rang fünf. "Wir sind richtig glücklich, wichtige Punkte gesammelt zu haben. Dass die Skandinavier vorne wegfahren war klar."

Endergebnis Rallye Schweden:

1.


Jari-Matti LATVALA

2:46:41.2



2.


Mikko HIRVONEN

2:47:39.5


+58.3

3.


Gigi GALLI

2:49:04.4


+2:23.2

4.


Petter SOLBERG

2:49:40.6


+2:59.4

5.


Andreas MIKKELSEN

2:52:27.2


+5:46.0

6.


Dani SORDO

2:53:54.3


+7:13.1

7.


Toni GARDEMEISTER

2:57:16.5


+10:35.3

8.


Juho HÄNNINEN

2:59:08.7


+12:27.5

9.


Mads ØSTBERG

3:00:09.7


+13:28.5

10.


Jari KETOMAA

3:00:31.9


+13:50.7

11.


Patrik SANDELL

3:01:00.5


+14:19.3

12.


Martin PROKOP

3:01:11.7


+14:30.5

13.


Henning SOLBERG

3:02:17.9


+15:36.7

14.


Uwe NITTEL

3:03:04.0


+16:22.8


Fahrerwertung (nach zwei von 15 Veranstaltungen):


1. Mikko Hirvonen - 16 Punkte
2. Sebastien Loeb - 10 Punkte
3. Jari-Matti Latvala - 10 Punkte
4. Petter Solberg - 9 Punkte
5. Gigi Galli - 9 Punkte
6. Chris Atkinson - 6 Punkte
7. Francois Duval - 5 Punkte
8. Andreas Mikkelsen - 4 Punkte
9. Dani Sordo - 3 Punkte
10. Toni Gardemeister - 2 Punkte
11. P.G. Andersson - 1 Punkt

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