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Rallyelegend San Marino

Im Nittelpunkt

Foto: Repke 9 Bilder

Die Rallylegend in San Marino zählt längst zu den heimlichen
Motorsport-Highlights in Europa. Am Start war auch der Deutsche Ex-Profi Uwe Nittel, der die versammelte italienische Elite mit seinem Fricker- Mercedes-Benz 190 E demütigte.

15.11.2007 Peter Göbel Powered by

Stefano Rosati kann es immer noch nicht fassen. Der Sieger der Rallylegend 2005 hat mit seinem top präparierten Talbot Lotus bis gerade nur Vollgas gegeben, doch einer war immer schneller. Jetzt kniet Rosati vor der versammelten Fahrerriege im Parc fermé auf dem Boden und küsst seinem größten Peiniger voller Ehrfurcht die Füße.Anstand muss eben sein.

Uwe Nittel ist die Sache eher peinlich

Schon auf der ersten Wertungsprüfung der fünften Auflage des Rallye-Klassikers toben die angereisten Massen. Sieben hochkarätige Vorausfahrzeuge sorgen für Stimmung, dann wird es ernst. Gianfranco Cunico eröffnet die Rallye mit einem Porsche 911. Der San Remo-Sieger von 1993 lässt beim Start 350 PS explodieren. Der Elfer verschwindet wie eine Rakete in die Nacht - es wird schnell klar, dass der dreifache Italienische Champion der fünften Rallylegend seinen Stempel aufdrücken will.

Uwe Nittel holte bereits im Vorjahr den Gesamtsieg

Jetzt will er mit Copilot Peter Göbel in der Mini-Republik erneut für Stimmung sorgen. Und Nittel legt gleich richtig los. Dem Gruppe N-Vizeweltmeister von 1996 und Ex-Mitsubishi-Werksfahrer gehören völlig überraschend die ersten beiden Bestzeiten. Die Fans stehen Kopf. Sie feiern das untypischste aller Rallyeautos mit frenetischem Beifall und allen erdenklichen Gesten, die nur eines bedeuten: „Forza Nittel“.

Forza verstehen aber auch die anderen

Allen voran Simone Campedelli. Das 22-jährige Nachwuchstalent weiß als derzeit Führender der italienischen Schotter-Meisterschaft, wie man Gas gibt. Bei der Rallylegend tritt er mit exakt dem Lancia Delta Integrale an, mit dem der Finne Toni Gardemeister vor neun Jahren an gleicher Stelle unterwegs war

Weil bei der Rallylegend alles erlaubt ist, was bis zum Jahr 1993 Rallyeauto war, sind unter den 139 Modellen auch in diesem Jahr mehr als 20 Gruppe B-Boliden - fünf Lancia Delta S4, acht Lancia vom Typ Rally 037, drei Renault 5 Turbo sowie ein halbes Dutzend Ascona und Manta 400. Dazu eine ganze Armada Porsche 911 in jeder Kriegsform und noch mal so viele Lancia Delta Integrale.

Nicht einmal Raritäten fehlen

Ein Fiat Ritmo Rallye und Datsun 240 Z sind in der heutigen Rallyelandschaft ebenso selten geworden wie ein Alfa GTV, Toyota Supra Turbo, Mini Cooper, Ford Lotus Cortina oder Lancia Beta Montecarlo. Nicht zu vergessen die sechs Lancia Stratos, als Sahnehäubchen sozusagen. Standard bei der Rallylegend.

Übersicht: Rallyelegend San Marino
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