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Range Rover Modelljahr 2010

Range Rover reloaded

Mit Facelift und viel neuer Technik geht der Range Rover ins Modelljahr 2010 12 Bilder

2010 feiert er seinen 40. Geburtstag, und seine Gäste wird er in angemessenem Dress empfangen: Land Rover bringt die nächste Evolutionsstufe des Allrad-Luxusliners Range Rover.

15.07.2009 Powered by

Eine Sonderstellung hatte der Range Rover bereits, als er 1970 debütierte. Der heute als Defender verkaufte Landrover 109 fuhr noch mit Blattfedern, Zuschalt-Allrad und ohne Servolenkung knorrig durch die Landschaft, da waren Schraubenfedern, Teppichboden und der aus dem Rover-Limousinenprogramm übernommene Leichtmetall-V8 durchaus eine Sensation. Diese Stellung an der Spitze im Geländewagenbau wurde dem Range immer stärker streitig gemacht. Während der Range Rover I mit geschmeidigem Fahrwerk und hohem Komfort noch eine Alleinstellung hatte, muss sich die inzwischen dritte Generation, 2002 eingeführt, einer stattlichen Konkurrenz stellen. Ob Porsche Cayenne, Lexus LX oder Mercedes GL – die betuchte Kundschaft hat heute eine üppige Auswahl an allradgetriebenen Dickschiffen.

Unter dem Blech ist beim Range Rover fast alles neu

Jetzt schlägt das Empire zurück. Optisch bekam das Modelljahr 2010 nur ein mittleres Facelift, doch unter dem Blech wurde eine Komplettrenovierung vorgenommen. Von außen erkennt man den neuen Jahrgang am weiter in den Stoßfänger reichenden Wabenkühlergrill mit drei Querstreben und den neuen Doppelscheinwerfern mit integriertem Tagfahrlicht, Markant sind außerdem die Änderungen an den seitlichen Luftkiemen unterhalb der A-Säule.

Was der Kunde nicht bemerken wird, ist die neueste HS CAN-Datenbus-Technik – Land Rover setzt hier erstmals auf ein Glasfaser-Netzwerk, um die einzelnen Komponenten miteinander zu verbinden. Augenscheinlichste Änderung durch die neue Technologie sind zwei große Displays. Statt der chromumrandeten Uhren für Tacho und Drehzahlmesser bekommt der Fahrer seine Informationen jetzt über einen Farbbildschirm serviert. Den kann man nach Belieben über die Lenkradsteuerung umkonfigurieren, sich im mittigen Infobereich beispielsweise das Telefonbuch oder die Radstellung im Gelände anzeigen lassen.

Premiere für Dual-View-Technologie im Range Rover

Der berührungsempfindliche Info-Bildschirm in der Mittelkonsole ist Premiere für eine neue Technologie namens Dual-View. Dabei wird der Bildschirminhalt in Sekundenbruchteilen abwechselnd für Fahrer und Beifahrer ein- und ausgeblendet. Durch diese optische Täuschung kann der Beifahrer beispielsweise einen Film ansehen, während der Fahrer den Reiserechner angezeigt bekommt.

Weiter geht's im Technik-Reigen: Ein radargestützter Tempomat hält automatisch Abstand zum Vordermann, scannt das Verkehrsgeschehen um bei einem drohenden Auffahrunfall bremsbereit zu sein. Seitliche Radaraugen halten das Umfeld im Blick, sorgen für Warnhinweise bei Fahrzeugen im toten Winkel. Noch mehr Überwachung: Fünf Kameralinsen beobachten den Umkreis des Autos, das Bild wird in einem Parkassistenten eingeblendet. Integriert ist dabei eine so genannte Gespannbetriebshilfe, bei der selbst große Hänger mit Hilfslinien auf dem Monitor sicher rangiert werden können – bei 3,5 Tonnen zulässiger Anhängelast ein spannendes Feature. Neu ist außerdem das automatische Abblendlicht, das bei Gegenverkehr das Fernlicht abschaltet.

Neue Topmotorisierung im Range Rover ist ein 510 PS starker V8

Speziell die Kundschaft im arabischen Raum wird sich für den neuen Top-Motor begeistern. Land Rover hat einen kompressorgeladenen Fünfliter-V8 entwickelt, der den bisherigen 4,2-Liter Supercharged V8 ersetzt. 510 PS entlässt der zwangsbeatmete Alu-Achtzylinder in die ebenfalls neue ZF HP28-Sechsgangautomatik – das sind mal eben 114 PS mehr als beim Vorgänger-V8. Wer schon immer mal einen Cayenne-Turbo-Fahrer deprimieren wollte, kann das jetzt tun: In 6,2 Sekunden feuert der Kompressor-V8 das über 2,7 Tonnen wiegende Dickschiff auf Tempo 100. Zumindest im EU-Mittel soll der Verbrauch gegenüber dem bisherigen Achtzylinder um rund sieben Prozent auf 14,9 Liter gesenkt sein – das dürfte im Alltag allerdings ein eher eher illusorischer Wert sein. Mit weniger Hektik und mehr Effizienz ist der unverändert übernommene V8-Turbodiesel unterwegs: Der 3,6-Liter-Motor ist mit 272 PS und 640 Newtonmeter für Tempo 200 gut und soll sich mit 11,1 Liter im EU-Schnitt bescheiden.

Das Terrain-Response-Programm wurde weiter verfeinert

Diese Technologie, bei der über vorgewählte Programme die Abstimmung von Fahrwerk, Motorsteuerung, Getriebeabstimmung und automatischen Differentialsperren beeinflusst wird, hat bereits dem Vorgänger den Spitzenplatz bei den serienmäßigen Geländewagen in unserem Supertest beschert. Jetzt wurde das Sand-Programm weiter verbessert, um ein Eingraben zu vermeiden, im Felsenmodus wurden die Reaktionszeiten der Traktionselektronik verbessert. Neu an Bord ist außerdem eine Berganfahrkontrolle, die bei Steilfahrten automatisch mitbremst, um ein sicheres Anfahren zu ermöglichen.

Moderate Preiserhöhung für den Range Rover

Gegenüber der letzten Modellreihe hat Land Rover nur moderat an der Preisschraube gedreht – auf herrschaftlichem Niveau. Der TDV8 verteuert sich um 700 auf 86.900 Euro, der Kompressor-Benziner startet jetzt mit 110.400 Euro (Vorgänger 4.2 Supercharged: 107.900 Euro).

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