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Kaltlaufregler nachrüsten

So können Sie einfach Steuern sparen

Foto: dpa 8 Bilder

Trotz Abwrackprämie gehört längst nicht jeder Oldie auf den Schrottplatz. In Deutschland werfen Millionen von Autofahrern Geld zum linken Seitenfenster raus, weil sie in einer teuren Schadstoffklasse unterwegs sind.

25.03.2009

Besitzer von Altfahrzeugen können nämlich mit einem nachgerüsteten Kaltlaufregler kräftig Steuern sparen. Der sorgt mit wenig Aufwand für eine günstigere Schadstoffklasse und spart so leicht mindestens die Hälfte der Steuern.

Viele Altwagen sind nach wie vor gut in Schuss. Doch Steuergesetzgebung und Umweltzonen haben sie in den letzten Jahren zunehmend unattraktiver gemacht. Trotz des Zulassungsturbos Abwrackprämie liegt das Durchschnittsalter deutscher Autos nach wie vor deutlich über acht Jahren. Dabei kann man Fahrzeuge im Alter zwischen drei und zehn Jahren überaus billig auf dem Gebrauchtwagenmarkt kaufen. Ist der eigene Wagen technisch noch gut in Schuss kann es gleichermaßen lohnen, ihn noch ein paar Jahre zu fahren. Mit einem Kaltlaufregler wird das ganze auch steuerlich wieder attraktiv.

Mehr als die Hälfte Steuern sparen

Fahrzeuge wie ein alter VW Golf oder Audi A3, die zu Beispiel derzeit 242 Euro Kfz-Steuern in der Schadstoffklasse 1 kosten, lässt sich durch den Einbau ein Kaltlaufreglers (KLR) auf die deutlich günstigere Klasse Euro2 oder sogar D3 umschlüsseln. Dann kostet er nur noch 108 Euro - mehr als Hälfte gespart. Auch der beliebte Audi A4 kostet statt 347 Euro Dank Kaltlaufregler nur noch 169 Euro. Besonders leicht geht es mit einem Benziner, doch auch mit einem Diesel kann gespart werden.

Wie einfach das ganze ist, zeigt das Beispiel mit einem Mercedes E 220, Baujahr 1993. Der kommende Klassiker ist Scheckheft gepflegt und mit einer Laufleistung von knapp 200.000 Kilometern das meiste seines Lebensweges noch vor sich. Doch die Steuerklassen haben es mit ihm nicht gut gemeint. Er wurde seiner Zeit angemessen trotz Vierventil- und moderner Einspritztechnik in die vergleichsweise teure Schadstoffklasse Euro1 eingestuft. Grund ist das mäßige Abgasverhalten beim Kaltstart. Genau hier setzt der unscheinbare Kaltlaufregler an.

Kaltlaufregler: Kaum größer als eine Zündkerze





Er ist kaum größer als eine Zündkerze und für das besagte Modell im KFfz-Fachhandel für 125 Euro bis 160 Euro zzgl. Einbau erhältlich. Der Einbau des kleinen Ventils ist in rund 20 bis 30 Minuten erledigt. Einer der Marktführer ist die Firma Twin-Tec. Auf der Homepage kann man problemlos abfragen, ob das eigene Fahrzeug mit einem solchen Kaltlaufregler nachzurüsten ist und wie teuer das ganze wird. Schwieriger kann es bei exotischen Modellen werden. Die Box, in der sich der Kaltlaufregler befindet ist kleiner als erwartet. Wer die Schachtel öffnet, sieht ein kleines Ventil, ein paar Schellen und zwei Schläuche; das ist alles.

Kaltlaufregler bewirkt schnellere Betriebstemperatur

Der Einbau ist tatsächlich in nicht einmal einer halben Stunde erledigt. Eingriffe in die Motorelektronik gibt es nicht. Der Kaltlaufregler bewirkt, dass der Motor schneller auf Betriebstemperatur kommt. Folglich läuft auch die Verbrennung des Kraftstoffes besser und der Motor hat ein besseres Abgasverhalten. Übrigens muss man keine neue Abgasuntersuchung ablegen. Den Einbau können geübte Schrauber mit etwas Geschick problemlos selbst durchführen. Damit die Änderung der Schadstoffklasse vom Finanzamt anerkannt ist, muss man jedoch eine Bescheinigung der Fachwerkstatt vorlegen. Damit bleibt der Selbsteinbau zumeist außen vor. Bei unserem Probanden, dem E 220 von Mercedes, hat die Operation ebenfalls schnell und problemlos geklappt. Vorher kostet er 332,86 Euro Steuern, Dank Euro2 hat sich die jährliche Kfz-Steuer auf 161,92 Euro halbiert. Bei den größeren Modellen mit 2,8 oder drei Litern Hubraum sind es schnell mehr als 430 Euro Ersparnis in zwei Jahren.

Ähnlich sieht es bei einem VW Polo 1.3 aus der Baureihe 86C aus. Dank Kaltlaufregler spart der Fahrer des 55 PS starken Wolfsburgers in zwei Jahre 202 Euro und hat den Einbau gleich raus. Der Aufwand rechnet sich somit je nach Modell und Hubraum in ein bis zwei Jahren und ist zudem ein gutes Argument beim Wiederverkauf. Den Einbau kann jede Autowerkstatt erledigen. Hat der Meister von dem KLR noch nie etwas gehört, sollte man stutzig werden und sich gleich nach einen anderen Werkstatt umsehen. Schließlich sind die nachrüstbaren Steuersparmodelle bereits seit ein paar Jahren auf dem Markt und hinlänglich in der Branche bekannt.
 
Fahrer von Diesel-Pkw haben es schwerer. Steuern sparen kann hier nur, wer einen Nachrüst-Katalysator einbaut. Die Kosten hierfür liegen bei 400 bis 1.200 Euro. Also scharf nachrechnen wie lange man den alten noch fährt und ob der Umbau lohnt.

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