Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Ratingagentur

Opel-Sanierung dürfte 8,5 Milliarden Dollar kosten

Foto: dpa 144 Bilder

Die Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel könnte nach Experten-Einschätzung deutlich teurer werden als bislang bekannt. Die US-Ratingagentur Moody's bezifferte die Sanierungskosten am Montag (9.11.) auf 8,5 Milliarden Dollar, das sind mehr als fünf Milliarden Euro, wie Moody's mitteilte.

09.11.2009

Die Opel-Mutter General Motors (GM) hatte die Kosten dagegen bislang auf drei Milliarden Euro beziffert. Der Opel-Betriebsrat hatte schon früher erklärt, dieser Betrag würde bei weitem nicht reichen.


GM hat nicht genug Geld

GM verfügt nach Einschätzung von Moody's trotz der Milliardenhilfen der US-Regierung nicht über ausreichend Liquidität, um das eigene Geschäft und die Sanierung von Opel zu stemmen. Insofern stehe GM vor der gleichen Ausgangslage, wie zu Beginn der Verkaufsverhandlungen: Opel zu behalten ergebe für GM zwar strategisch Sinn, gleichzeitig fehlten dem Konzern aber die Mittel, um die notwendige Sanierung zu finanzieren.

Mit Opel behält GM einen vor allem wegen seiner Kleinwagenkompetenz wichtigen Geschäftsbereich, der auch für den US-Markt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Zudem ermöglicht die europäische Tochter GM, die Entwicklungskosten über eine größere Stückzahl zu streuen und mit einer größeren Einkaufsmacht mit Zulieferern zu verhandeln.

GM braucht Staatshilfen für Opel

Nach Ansicht von Moody's wird sich der US-Konzern, dessen Führungsspitze derzeit in Rüsselsheim über einen Zukunftsplan für die Tochter berät, massiv um Hilfen der deutschen und anderer europäischer Regierungen bemühen. Dazu werden die Amerikaner
womöglich zu Zugeständnissen beim Arbeitsplatzabbau bereit sein und weniger Stellen streichen als der ursprüngliche Sanierungsplan vorsah.

Daneben muss GM nach Meinung der Ratingagentur aber auch erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Wogen bei Vertretern von Politik und Gewerkschaften in Deutschland zu glätten. Das Hin und Her bei den Bieterverhandlungen und die Entscheidung gegen den Verkauf an den Zulieferer Magna im Verbund mit der russischen Sberbank hatten für erheblichen Unmut gesorgt. Moody's hält jedoch ein gewisses Entgegenkommen aus Deutschland für möglich. Sollten die europäischen Regierungen jedoch insgesamt ihre Unterstützung versagen, könne sich GM schon bald wieder gezwungen sehen, auf die Suche nach einem Bieter für das Europa-Geschäft zu gehen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden