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Razzia bei Fuso

Die japanische Polizei hat die Büros des Daimler-Chrysler-Nutzfahrzeugpartners Mitsubishi Fuso im Zusammenhang mit einem tödlichen Unfall infolge defekter Radnaben durchsucht.

06.05.2004

Wie japanische Medien am Donnerstag (6.5.) weiter berichteten, wurden sieben frühere Manager des japanischen Unternehmens verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, den Behörden falsche Angaben zu den defekten Fahrzeugteilen gemacht zu haben.

Bei dem Unfall in Yokohama im Jahre 2002 hatte sich ein Rad von einem fahrenden Lastwagen gelöst. Das Rad traf eine 29 Jahre alte Mutter mit tödlicher Wucht und verletzte ihre beiden kleinen Kinder.

Die Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corp. war im Januar 2003 vom Daimler-Chrysler-Pkw-Partner Mitsubishi Motors ausgegliedert worden. Der Aktien-Kurs von Mitsubishi Motors brach am Donnerstagmorgen an Tokios Börse in Reaktion auf die Razzia bei der Nutzfahrzeug-Tochter ein. Zwischenzeitlich sackte der Kurs um 19 Yen oder sieben Prozent auf 254 Yen. Zu den Ex-Managern, gegen die ein Haftbefehl ausgestellt wurde, gehört der frühere Mitsubishi-Fuso-Chairman Takashi Usami, der zum Zeitpunkt des Unfalls Vize-Präsident bei Mitsubishi Motors war.

Das Unternehmen hatte im Februar 2002 dem Transportministerium berichtet, dass der Unfall Folge einer mangelhaften Wartung des Fahrzeugs gewesen sei. Dabei soll das Unternehmen gewusst haben, dass es in einigen seiner großen Fahrzeuge Defekte bei den Radnaben gab. Wie japanische Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise weiter berichteten, soll auch gegen Mitsubishi Motors strafrechtlich vorgegangen werden. Zur Begründung hieß es, das Unternehmen werde als Ganzes für den Unfall verantwortlich gehalten, da angemessene Sicherheitsmaßnahmen unterlassen worden seien.

Bei Mitsubishi Motors hatte es im Jahr 2000 bereits einen anderen Rückrufskandal gegeben, der die Marke Mitsubishi schwer beschädigte. Die Nutzfahrzeugtochter Fuso hatte im März Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen, um die defekten Radnaben auszuwechseln. Die Behauptung, mangelhafte Wartung sei für den Unfall in Yokohama verantwortlich, wurde zurückgezogen. Insgesamt hatte es zwischen 1992 und dem Yokohama-Unfall im Januar 2002 Berichte über 33 Unfälle mit Rädern gegeben, die sich von Mitsubishi-Lastwagen gelöst hatten.

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